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Vierschanzentournee im Live-Ticker: Drittes Springen in Innsbruck – Bringt Prevc die Vorentscheidung?

Deutschland/Österreich – Auch über den Jahreswechsel hinweg pausiert der Skisprung-Sport nicht. Stattdessen sorgt die Vierschanzentournee mit einem der Saisonhöhepunkte für Spannung.

Heute, am Sonntag, steht das dritte Springen am Bergisel in Innsbruck auf dem Programm. Hier möchte der Slowene Domen Prevc seinen dritten Sieg in Folge einfahren und womöglich die Weichen auf den Gesamtsieg stellen. Für die Athleten des DSV scheint der Gewinn des Goldenen Adlers kaum noch realistisch.

Alle wesentlichen Informationen zur 74. Vierschanzentournee findet Ihr aktuell im TAG24-Liveticker.

Im direkten Duell zeigte sich Prevc gegen den Franzosen Valentin Foubert überlegen und qualifizierte sich mit einem Sprung auf 129,5 Meter für den zweiten Durchgang.

Foubert schob sich mit 120,5 Metern als Lucky Loser hinter Pius Paschke auf den zweiten Rang. Paschke musste sich zuvor knapp dem Schweizer Gregor Deschwanden geschlagen geben.

Kurz darauf setzte sich Philipp Raimund gegen Felix Trunz durch – mit einem Sprung auf 126 Metern übertraf er dessen 119 Meter deutlich und belegte vorerst Platz vier.

Innsbruck als dritte Station der Vierschanzentournee gilt traditionell als Indikator für den Gesamtsieg. Wer hier gewinnt, hebt häufig auch in Bischofshofen den Goldenen Adler in die Luft.

Genau diese Rolle könnte Domen Prevc bald einnehmen. Nach zwei Siegen zu Beginn der Tournee geht der Slowene mit rund 20 Metern Vorsprung am Bergisel ins Rennen.

Sein schärfster Konkurrent ist der Österreicher Jan Hörl, der zwar die Qualifikation in Innsbruck als Erster beendete, Prevc aber bei schwierigen Windbedingungen unterwegs einen Dämpfer verpasste. Möglicherweise kann auch ein deutscher Springer für Furore sorgen, da Felix Hoffmann gestern mit Rang fünf überzeugte und nun im K.-o.-Duell auf den Norweger Robin Pedersen trifft.

Unmittelbar vor dem dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee in Innsbruck hat ein ehemaliger Spitzenspringer seine Teilnahme abgesagt: Marius Lindvik (27) kehrt zurück nach Norwegen und verzichtet somit auf den Start in Bischofshofen.

Der 27-Jährige hatte die Qualifikation für das heutige Bergiselspringen mit Platz 51 am Samstag denkbar knapp verpasst.

"Es ist so schlimm, dass es mir fast peinlich ist. Ich verstehe nicht, warum es passiert. Es ist einfach nur ärgerlich", äußerte sich Lindvik anschließend im Interview mit dem "Dagbladet" zu seiner Leistung.

Die dritte Etappe der 74. Vierschanzentournee führt die Athleten zum Bergisel in Innsbruck, wo sich am Samstag alle fünf deutschen Starter für das Finale der besten 50 qualifizieren konnten. Am Sonntag ab 13:30 Uhr treten sie in direkten K.-o.-Duellen gegeneinander an.

Der beste DSV-Springer in der Qualifikation war Felix Hoffmann (28), der auf Rang fünf landete und es nun mit Robin Pedersen (29, Platz 46) aus Norwegen zu tun bekommt. Philipp Raimund (25, 16.) misst sich mit dem Schweizer Felix Trunz (19, 35.), Pius Paschke (35, 23.) trifft auf Gregor Deschwanden (34, 28.) aus der Schweiz. Karl Geiger (32, 39.) bekommt es mit dem Slowenen Rok Oblak (24, 12.) zu tun, während Andreas Wellinger (30) als 50. gerade noch das Finale erreichte und gegen Qualifikationssieger Jan Hörl (27) aus Österreich antritt.

Domen Prevc (26), bislang dominierender Athlet der Tournee, erlitt dagegen bei schwierigen Windverhältnissen einen herben Rückschlag und sprang mit 112,0 Metern nur auf Platz 30.

Zweimal wurde Timi Zajc (25) bei der Tournee wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert, doch sein Verband weist nun darauf hin, dass das Messverfahren fehlerhaft gewesen sein könnte.

"Zajc verwendete den Anzug, weil er vor dem Springen die Messvorgaben erfüllte", erklärte Sloweniens Skisprung-Chef Gorazd Pogorelcnik gegenüber der Nachrichtenagentur STA.

Die Messungen durch den Weltverband FIS zeigten jedoch Abweichungen, der Anzug war um drei beziehungsweise vier Millimeter zu groß. Laut Pogorelcnik dürften wahrscheinlich Wetterbedingungen oder natürliche Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Temperatur die Veränderung verursacht haben. Man werde künftig verstärkt darauf achten.

Gegen die Disqualifikation in Garmisch-Partenkirchen wurde inzwischen Einspruch eingelegt, da die Messung dort nicht wie üblich nach dem Springen, sondern davor erfolgte.

Ein turbulenter zweiter Durchgang endet mit einem weiteren Sieg von Domen Prevc! Der Slowene ließ sich auch von wechselhaften Windverhältnissen nicht aus der Ruhe bringen und gewann das Neujahrsspringen mit Sprüngen auf 143 und 141 Meter deutlich vor den Österreichern Jan Hörl (141/131,5 Meter) und Stefan Embacher (134/141,5 Meter).

Während einige Konkurrenten um Hoffmann und Raimund bei starkem Rückenwind zurückfielen, behaupteten die deutschen Springer ihre Positionen und verloren im zweiten Durchgang jeweils nur eine Platzierung an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der mit einem Sprung auf 141 Meter sechs Plätze gutmachte. Pius Paschke verbesserte sich um zwei Plätze und belegte schließlich Rang 21.

In der Gesamtwertung liegen Hoffmann und Raimund auf den Plätzen vier und sechs und bleiben somit in unmittelbarer Nähe zum Podium.

Die Probleme mit dem Aufzug wurden schneller als erwartet behoben, die Athleten können nun planmäßig die Schanze hinauffahren.

Den zweiten Durchgang eröffnet der Kanadier MacKenzie Boyd-Clowes, der trotz der Disqualifikation von Timi Zajc – und unabhängig von seiner Weite – weitergekommen ist.

Chaos beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen! Der Start des zweiten Durchgangs verzögert sich, weil der Aufzug an der Schanze streikt und die Athleten deshalb nicht nach oben gelangen.

Zwar stehen Treppen zur Verfügung, doch angesichts der Höhe der Schanze ist es für die Sportler keine wirkliche Alternative, diese zu nutzen, um ihre Kräfte vor dem Sprung nicht unnötig zu schwächen, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.

Trotz der erneuten Disqualifikation von Timi Zajc zeigten sich die deutschen Hoffnungen Felix Hoffmann und Philipp Raimund im ersten Durchgang erneut in starker Form!

Hinter dem Führungstrio Domen Prevc (143 Meter), Jan Hörl (141 Meter) und Ren Nikaido (137,5 Meter) belegten Hoffmann mit 134 Metern Platz fünf und Raimund mit ebenfalls 134 Metern Rang sechs und bleiben somit im Kampf um den begehrten Podiumsplatz.

Lediglich Pius Paschke (126 Meter) erreichte als weiterer DSV-Springer den zweiten Durchgang. Der 35-Jährige eliminierte dabei Teamkollege Karl Geiger (122,5 Meter) aus dem Wettbewerb. Auch Andreas Wellinger (124,5 Meter) und Ben Bayer (120,5 Meter) verloren ihre Duelle und konnten sich nicht als Lucky Loser unter die besten fünf Verlierer retten, die das 30-köpfige Finale komplettieren.

Schon wieder gab es für den Slowenen Timi Zajc eine Disqualifikation wegen seines Anzugs – diesmal durfte er gar nicht mehr vom Balken abspringen!

Mitten im ersten Durchgang erreichte die Meldung, dass der Anzug des 25-Jährigen bei der Kontrolle durchgefallen war. Dieses Mal war der Anzug um vier Millimeter zu groß. Zajc hätte eigentlich als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel des ersten Durchgangs starten sollen, nun springt sein Gegner MacKenzie Boyd-Clowes sein Duell alleine und zieht damit automatisch in den zweiten Durchgang ein.

Bereits am 29. Dezember hatte Zajc im Auftaktspringen den zweiten Platz erreicht, wurde jedoch wegen der Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert. Davon profitierte der Deutsche Felix Hoffmann, der dadurch erstmals aufs Podium rückte.

In Kürze steht das erste sportliche Highlight des Jahres an: Ab 14 Uhr beginnt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Dabei treten zwei DSV-Adler gegeneinander an und eliminieren sich gegenseitig.

Wie schon bei der Station in Oberstdorf müssen Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) gegeneinander antreten – nur einer von ihnen hat somit die Chance, über die Lucky Loser-Regel den zweiten Durchgang zu erreichen.

Die übrigen deutschen Springer erhielten nach soliden bis guten Leistungen in der Qualifikation machbare Gegner. Ben Bayer (28.) trifft auf den Schweizer Sandro Hauswirth (23.), Andreas Wellinger (27.) misst sich mit dem Norweger Robin Pedersen (24.). Felix Hoffmann (8.) bekommt es mit dem türkischen Springer Fatih Arda Ipcioglu (43.) zu tun, während Philipp Raimund (5.) gegen den Finnen Eetu Nousiainen (46.) antritt.

Eine doppelte Hiobsbotschaft für den estnischen Skispringer Artti Aigro (26): Im Training vor der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen stürzte er schwer und beendet damit die Vierschanzentournee vorzeitig – zudem steht sein Start bei den Olympischen Spielen auf der Kippe.

Aigro rutschte bei der Landung weg und musste per Rettungsschlitten aus der Arena gebracht werden. Die Diagnose lautet: angerissenes Seitenband im Knie und Mittelfußbruch am linken Fuß. Damit sind die Olympischen Spiele, die am 9. Februar mit den Herren-Wettbewerben beginnen, für ihn in weite Ferne gerückt.

Trotzdem bewies der 26-Jährige Humor: Auf Instagram postete er ein Bild mit Krücken und dem Titel "New Year, New Me".

Sechs deutsche Athleten haben sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.

Darunter sind Felix Hoffmann und Philipp Raimund, die bereits in Oberstdorf mit guten Platzierungen auf sich aufmerksam machten. Auch der zuletzt schwächelnde Karl Geiger ist beim Wettbewerb am 1. Januar mit dabei. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer komplettieren das DSV-Aufgebot. Den weitesten Qualifikationssprung erzielte Stephan Embacher aus Österreich mit 145,5 Metern – ein neuer Schanzenrekord!

Der Sieg in der Qualifikation ging erwartungsgemäß an den dominierenden Springer des Winters – Domen Prevc. Der Slowene erreichte eine Weite von 139,5 Metern.

Eigentlich hatte Bundestrainer Stefan Horngacher mit dem vierten Platz seines Athleten Felix Hoffmann gerechnet, als er mitten im Interview von der Disqualifikation von Timi Zajc erfuhr. Seine Reaktion sorgte für Heiterkeit.

Als der Österreicher erfuhr, dass ausgerechnet der bisher zweitplatzierte Slowene disqualifiziert wurde, dessen Anzug etwa drei Millimeter zu groß war, entfuhr ihm ein "Das ist der Falsche!" – wohl eine Anspielung auf die enorme Dominanz von Zajcs Landsmann Domen Prevc, der sich bereits nach einem Springen in einem äußerst engen Feld weit abgesetzt hatte.

Prevc führt die Gesamtwertung mit fast zehn Metern Vorsprung vor dem zweitplatzierten Österreicher Daniel Tschofenig an. Dahinter folgen die Deutschen. Nach sechs Siegen in den letzten sieben Wettbewerben ist ein Einbruch von Prevc kaum zu erwarten.

Gute Nachrichten für Felix Hoffmann: Er rückt doch noch auf das Podium! Der zweitplatzierte Slowene Timi Zajc wurde disqualifiziert, sodass Hoffmann vom vierten auf den dritten Platz vorrückt.

Bei der Materialkontrolle wurde festgestellt, dass Zajcs Anzug um winzige drei Millimeter zu groß war. Auch Philipp Raimund profitiert vom Ausscheiden des Slowenen und liegt nun auf Rang fünf.

Für Hoffmann ist es die erste Podiumsplatzierung seiner Karriere bei der Vierschanzentournee. Der 28-Jährige feierte in dieser Saison seinen Durchbruch und schaffte es kurz vor der Tournee erstmals aufs Treppchen. Seitdem gehört er zur erweiterten Weltspitze.

Dieser vorläufige Karrierehöhepunkt fand vor heimischem Publikum statt, das ihn auf dem Podium gebührend feierte.

Nur zwei deutsche Skispringer schafften es überhaupt in den zweiten Durchgang und überzeugten dort: Beim Auftakt der Vierschanzentournee erreichten Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter und Philipp Raimund (136/133 Meter) als Sechster die Top Ten.

Im Finale konnten sich beide Springer noch verbessern, Hoffmann verpasste das Podium nur knapp um weniger als zwei Punkte. Beim souveränen Sieg von Domen Prevc (141,5/140 Meter), der in einer eigenen Liga sprang, komplettierten Timi Zajc und der Österreicher Daniel Tschofenig punktgleich als Zweite das Podest.

Prevc führt die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 17,5 Punkten an, Hoffmann und Raimund bleiben mit guten Chancen auf das Gesamtpodium.

Die bisherige Entwicklung bestätigt sich auch in Oberstdorf: Neben Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die DSV-Adler derzeit kaum mit den Spitzenreitern mithalten. Nur diese beiden erreichten den zweiten Durchgang beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee.

Trotzdem präsentierten sie sich mit starken Leistungen: Hoffmann erreichte mit 132,5 Metern den sechsten Platz, Raimund (136 Meter) belegte den siebten Rang.

Frühe Enttäuschungen gab es, als Pius Paschke sein Duell gegen den Norweger Robin Pedersen nur knapp verlor. Auch Andreas Wellinger unterlag Hoffmann deutlich. Erwartungsgemäß schieden Constantin Schmid gegen Ryoyu Kobayashi (Japan) und Luca Roth gegen den Österreicher Jan Hörl aus. Keiner der vier erreichte als Lucky Loser das Finale.

An der Spitze dominierte der Slowene Domen Prevc (141,5 Meter), während Jan Hörl und Jonas Schuster das Podium komplettierten.

Die Vierschanzentournee unterscheidet sich vom üblichen Weltcup-Modus: Die 50 qualifizierten Athleten kämpfen nicht einzeln, sondern in direkten Duellen um den Einzug in die zweite Runde. Die fünf besten Verlierer (Lucky Loser) ergänzen das 30-köpfige Finale.

Für die Deutschen, die in der Qualifikation von Oberstdorf nicht besonders gut abschnitten, bedeutete dies starke Gegner beim Auftaktwettkampf. So musste Constantin Schmid (44. der Qualifikation) gegen den Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan springen, Luca Roth (46.) traf auf den Österreicher Jan Hörl (5.). Für ein deutsches Duell sorgten Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.).

Der Zweitplatzierte der Qualifikation, Philipp Raimund, durfte gegen Junshiro Kobayashi (49.) antreten, während Pius Paschke (21.) auf den Norweger Robin Pedersen (30.) traf.

Große Enttäuschung für Karl Geiger: Der fünfmalige deutsche Weltmeister findet derzeit nicht zu seiner Form zurück und scheiterte auf seiner Heim-Schanze in Oberstdorf bereits in der Qualifikation.

Bei einem Sieg des Slowenen Domen Prevc (139,5 Meter) kam Geiger mit nur 106,5 Metern auf Rang 53 – damit verpasste er die Teilnahme am Auftaktspringen am Montag (16:30 Uhr), da nur die besten 50 qualifiziert sind.

Neben Geiger schieden auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der Nationalmannschaft bereits in der Qualifikation aus. Die übrigen deutschen Springer qualifizierten sich für den ersten von vier Tournee-Wettbewerben.

Als bester deutscher Springer erreichte Philipp Raimund mit 132,5 Metern den zweiten Platz, auch Felix Hoffmann kam als Zwölfter unter die besten 15. Dahinter platzierten sich Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.). So kam es zum deutsch-deutschen Duell zwischen Hoffmann und Wellinger.

Wie gewohnt startete die Vierschanzentournee am 28. Dezember mit der Qualifikation für das Auftaktspringen in Oberstdorf. Nach den Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale am 6. Januar in Bischofshofen statt.

Die Termine im Überblick: