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Zehn Jahre nach seinem Bruder: Ausnahmeathlet Domen Prevc gewinnt erstmals die Vierschanzentournee!

Deutschland/Österreich – Domen Prevc (26) sicherte sich den Gesamtsieg bei der 74. Vierschanzentournee der Skispringer und triumphierte erstmals in seiner Karriere.

Beim abschließenden Wettbewerb am Dienstag in Bischofshofen genügte dem 26-jährigen Slowenen ein zweiter Platz, um genau zehn Jahre nach seinem Bruder Peter Prevc (33) den begehrten Goldenen Adler zu erringen.

Der Tagessieg ging an den österreichischen Titelverteidiger Daniel Tschofenig (23). Bester deutscher Athlet beim letzten Sprung auf der Paul-Außerleitner-Schanze war DSV-Adler Felix Hoffmann (28), der mit Platz zehn abschloss.

Domen Prevc hatte seinen Gesamtsieg frühzeitig gesichert: Mit Erfolgen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowie einem zweiten Platz in Innsbruck war der Triumph vor dem letzten Durchgang bereits so gut wie perfekt. In Bischofshofen machte er dann den Deckel drauf.

TAG24 berichtete live und ausführlich über alle Highlights der 74. Vierschanzentournee.

Mit einem Sprung auf 138,5 Meter zeigte Prevc erneut seine Klasse.

Zwar reichte es heute nicht zum Tagessieg, dennoch ließ der Slowene die Konkurrenz deutlich hinter sich und gewann souverän den Gesamtwettbewerb der Vierschanzentournee.

Als erster der letzten zehn Springer eröffnete Deutschlands Felix Hoffmann das Finale in Bischofshofen.

Mit einem beeindruckenden Sprung auf 137 Meter verabschiedete er sich aus dem diesjährigen Wettbewerb.

Pius Paschke war der erste deutsche Springer, der startete und erreichte 129,5 Meter.

Damit lag der 35-Jährige vorläufig auf dem zweiten Rang.

Los geht's!

Mit dem Schweizer Killian Peier (30) wurde soeben der zweite Durchgang und damit das große Finale der diesjährigen Vierschanzentournee eröffnet.

Kaum aufzuhalten! Domen Prevc (26) lässt kaum Zweifel an seinem Sieg bei der 74. Vierschanzentournee.

Mit einem makellosen Sprung auf 138 Meter sicherte er sich vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (29) den ersten Platz und zeigte damit, dass der Gesamtsieg fast entschieden ist.

DSV-Springer Philipp Raimund (25) schlug seinen Kontrahenten Felix Trunz (19) deutlich!

Während der Schweizer nur 119 Meter erreichte, profitierte der Deutsche vom Rückenwind und erzielte starke 133,5 Meter. Damit übernahm Raimund zunächst die Führung im Wettbewerb.

Ein Sprung zum Vergessen!

Karl Geiger (32) landete nach einem enttäuschenden Versuch bei nur 115 Metern und schied damit aus dem zweiten Durchgang aus – ein bitterer Rückschlag.

Enttäuschung für Andreas Wellinger!

Mit 123,5 Metern zog der US-Amerikaner Jason Colby (19) am DSV-Adler vorbei und verdrängte ihn von der Lucky-Loser-Liste. Somit ist Wellinger die Teilnahme am zweiten Durchgang verwehrt – schade.

Felix Hoffmann (28) setzte sich im Duell gegen Antti Aalto (30) klar durch.

Mit einer Landung bei 133 Metern übertraf er die 117 Meter seines Gegners deutlich und behauptete damit seinen Platz in der Spitzengruppe – vorerst Rang vier.

Rok Oblak (24, Slowenien) setzte sich mit 125,5 Metern gegen Andreas Wellinger (30) durch.

Der DSV-Springer erreichte nur 120,5 Meter und kann nur noch auf die Lucky-Loser-Liste hoffen.

Ausfall vor dem Start: Der Japaner Yukiya Sato (30) musste krankheitsbedingt absagen.

Damit eröffnete Pius Paschke (25) als Erster das Dreikönigsspringen und qualifizierte sich automatisch für den zweiten Durchgang.

Die 74. Vierschanzentournee findet heute Nachmittag in Bischofshofen ihr Finale.

Ab 16:30 Uhr fällt auf der Paul-Außerleitner-Schanze die Entscheidung über den Gesamtsieg.

Favorit Nummer eins ist Domen Prevc (26) aus Slowenien, der aktuell mit über 40 Punkten Vorsprung in Führung liegt und damit die Nachfolge des Österreichers Daniel Tschofenig (23) antreten könnte.

Vor dem letzten Wettbewerb in Bischofshofen kämpfen ausgerechnet die beiden deutschen Top-Athleten Felix Hoffmann (Gesamtfünfter) und Philipp Raimund (Gesamt-Siebter) mit gesundheitlichen Problemen.

Hoffmann verzichtete wegen Kniebeschwerden auf das erste Training vor der Qualifikation für das Dreikönigsspringen und sagte anschließend bei Eurosport: „Mein Knie zwickt etwas. Wir wollten die Belastung möglichst gering halten, damit ich die Tournee ordentlich zu Ende bringen kann.“

Schon bei den vorherigen Sprüngen hatte er Schmerzen verspürt und denkt darüber nach, nach der Tournee eine Wettkampfpause einzulegen.

Auch Raimund hatte nach seinem heftigen Anprall an der Bande im Auslauf in Innsbruck Schmerzen in der rechten Hüfte. „Zuvor hatte ich die Beschwerden gut im Griff, aber der Sturz hat leider Probleme verursacht“, sagte der 25-Jährige.

Bundestrainer Stefan Horngacher zeigt sich besorgt: „Wir haben einige Ausfälle.“ Die Behandlung von Hoffmann sei jedoch ärztlich abgestimmt. „Es gibt einen Plan, wie es weitergeht. Für morgen sollte es kein Problem sein, aber die Schmerzen sind vorhanden.“

Als letzter Starter der Qualifikation beeindruckte Domen Prevc (26) mit 140 Metern und setzte sich klar vor die Konkurrenz.

Mit diesem starken Sprung sicherte sich der Slowene den Sieg in der Qualifikation zum vierten und letzten Springen in Bischofshofen. Nach Erfolgen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowie Rang zwei in Innsbruck unterstrich er seine Favoritenrolle für das große Finale am Dienstag, bei dem auch alle fünf DSV-Adler antreten werden.

Philipp Raimund (25) katapultierte sich mit 136 Metern nach vorne.

Die Landung war sauber, mit Daumen nach oben sicherte er sich vorerst Rang vier.

Felix Hoffmann (28) sprang als vorletzter Deutscher.

Mit Rückenwind erreichte er 128,5 Meter und belegte vorläufig Rang sieben. Der Traum vom Podium ist damit zwar in weiter Ferne, aber noch nicht ganz ausgeträumt.

Endlich durfte auch Pius Paschke (35) an den Start gehen!

Der gebürtige Münchner landete nach 126,5 Metern, was vermutlich für die Teilnahme am Abschlussspringen ausreichte.

Nun fehlen nur noch Felix Hoffmann (28) und Philipp Raimund (25) im deutschen Team.

Mit hoher Geschwindigkeit rauschte DSV-Springer Andreas Wellinger (30) die Schanze hinunter und kam auf 128,5 Meter.

Damit lag er zunächst auf Rang fünf im Durchgang.

Karl Geiger (32) war der erste deutsche Springer bei der Qualifikation in Bischofshofen.

Obwohl er 117,5 Meter erzielte – genug für die morgige Teilnahme – wirkte der 32-Jährige nach der Landung unzufrieden und schüttelte den Kopf.

Felix Hoffmann zeigte in Innsbruck mit Platz fünf erneut eine starke Leistung. Dabei blieb sein Schuh sogar kurz am Balken hängen – ein Moment, der ihm den Atem stocken ließ, wie er in seiner sport.de-Kolumne berichtete.

Er nannte es „die Schrecksekunde der Saison“: „Beim Loslassen des Balkens hakte mein Schuh im zweiten Durchgang hinten am Balken, das hätte böse enden können.“

In diesem Augenblick habe er in Bruchteilen von Sekunden gedacht: „Ist die Bindung beschädigt? Öffnet sie sich? Oder ist alles in Ordnung? Eine offene Bindung während des Flugs kann verheerende Folgen haben.“

Doch er verdrängte diese Gedanken und konzentrierte sich auf den Sprung, der schließlich gelang – im Auslauf konnte er dann endlich durchatmen, weil alles gut gegangen war.

Für den Norweger Halvor Egner Granerud verlief der Sonntag in Innsbruck komplett enttäuschend – nach mehreren Zwischenfällen kritisierte er den Veranstalter scharf.

Mehr dazu lest Ihr hier: „Skisprung-Star tobt nach Innsbruck: ‚Wünsche Veranstalter alles Schlechte‘“

Kein Vierfach-Sieg für Domen Prevc! Zwar gewann der Slowene nicht alle vier Springen, aber er baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung gegenüber dem Zweitplatzierten Jan Hörl aus. DSV-Adler Felix Hoffmann behauptete derweil den fünften Platz.

1. Ren Nikaido (Japan, 276,50 Punkte)

2. Domen Prevc (Slowenien, 276,00 Punkte)

3. Stephan Embacher (Österreich, 275,8 Punkte)

4. Jan Hörl (Österreich, 269,6 Punkte)

5. Felix Hoffmann (Deutschland, 267,2 Punkte)

Philipp Raimund belegte Rang 12 (247,4), Pius Paschke wurde 28. (225,4).

Den Sieg beim Bergiselspringen sicherte sich Ren Nikaido! Der Japaner sprang 128 Meter und gewann, nachdem Jan Hörl mit 126 Metern gescheitert war.

Stephan Embacher machte es anschließend noch einmal spannend, landete aber letztlich hinter Prevc auf Rang drei. Felix Hoffmann wurde Fünfter.

Die deutsche Führung hielt nicht lange, denn Domen Prevc sprang 128 Meter und übernahm zwischendurch die Spitze.

Den Sieg in Innsbruck hatte er damit jedoch noch nicht sicher.

Felix Hoffmann erreichte im Finale eine Weite von 130,5 Metern, obwohl er zuvor am Balken hängen geblieben war.

Vorübergehend führte er das Klassement an, während in Innsbruck „Oh, wie ist das schön“-Rufe erklangen.

Philipp Raimund als zweiter DSV-Adler im Finale sprang 125 Meter, einen Meter weniger als im ersten Durchgang, und blieb hinter Kobayashi und Forfang zurück.

Ein Top-Ten-Ergebnis wird für den Göppinger dadurch schwierig.

Als erster Deutscher im zweiten Durchgang sprang Pius Paschke 118 Meter, winkte enttäuscht ab.

Eine Aufholjagd scheint damit ausgeschlossen. „Ich bin etwas verärgert“, sagte er später im ZDF-Interview. „Ich glaube an die Strategie, doch mir fehlt momentan noch etwas im Wettkampf, um es umzusetzen.“

Der erste Durchgang ist abgeschlossen – mit einigen Überraschungen!

Prevc (137,30 Punkte), der bis auf die gestrige Qualifikation noch keinen Durchgang gewann, landete hinter den punktgleichen Österreichern Stefan Embacher und Jan Hörl sowie dem Japaner Ren Nikaido nur auf Rang vier.

Unter den Deutschen überzeugten erneut Felix Hoffmann (130,00 Punkte) und Philipp Raimund (126,4) mit den Plätzen sechs und zehn. Alexander Geiger (114,00) schaffte den Einzug ins Finale über die Lucky-Loser-Wertung knapp, während Karl Geiger (111,00) und Andreas Wellinger (110,00) leer ausgingen.

Besonders bitter für Wellinger: Trotz eines guten Sprungs von 120 Metern verlor er durch ein Ausrutschen bei der Landung seinen Platz im Wettbewerb.

Prevc hatte in seinem Duell gegen Valentin Foubert (Frankreich) keine Schwierigkeiten und qualifizierte sich mit 129,5 Metern für den zweiten Durchgang.

Foubert rückte mit 120,5 Metern auf Rang zwei der Lucky Loser vor, hinter Pius Paschke, der sich zuvor knapp gegen den Schweizer Gregor Deschwanden geschlagen geben musste.

Kurz darauf übertraf Philipp Raimund im Duell mit Felix Trunz dessen 119 Meter mit 126 Metern deutlich und belegte vorerst Platz vier.

Die dritte Station der Vierschanzentournee gilt traditionell als Indikator für den Gesamtsieg. Wer in Innsbruck gewinnt, gewinnt nicht selten kurz darauf in Bischofshofen den Goldenen Adler.

Genau das könnte heute auch Domen Prevc gelingen. Der Slowene gewann die ersten beiden Tournee-Springen und geht mit rund 20 Metern Vorsprung am Bergisel ins Rennen.

Sein größter Konkurrent ist der Österreicher Jan Hörl, der die Qualifikation in Innsbruck gewann. Dort musste Prevc bei schwierigen Windbedingungen eine erste Niederlage hinnehmen. Vielleicht kann auch ein deutscher Springer stören: Felix Hoffmann erreichte gestern einen starken fünften Platz und trifft nun im K.o.-Duell auf den Italiener Alex Insam.

Kurz vor dem dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee in Innsbruck zog sich ein ehemaliger Spitzenspringer zurück: Marius Lindvik (27) reiste vorzeitig nach Norwegen zurück und verzichtet auf den Start in Bischofshofen.

Die Qualifikation zum Bergiselspringen hatte der 27-Jährige als 51. knapp verpasst.

„Es ist so schlimm, dass es mir peinlich ist. Ich weiß nicht, warum das passiert. Es ist einfach nur ärgerlich“, sagte er später dem „Dagbladet“ über seine Leistung.

Die dritte Station der 74. Vierschanzentournee findet am Bergiselspringen in Innsbruck statt, wo sich am Samstag alle fünf deutschen Athleten für das Finale der besten 50 qualifizierten. Am Sonntag treten sie ab 13:30 Uhr im K.o.-Modus gegeneinander an.

Der beste DSV-Springer in der Qualifikation war Felix Hoffmann (28, 5. Platz), der nun gegen Alex Insam (28, 46.) aus Norwegen antritt. Philipp Raimund (25, 16.) misst sich mit dem Schweizer Felix Trunz (19, 35.), Pius Paschke (35, 23.) gegen Gregor Deschwanden (34, 28.). Karl Geiger (32, 39.) trifft auf Rok Oblak (24, 12.) aus Slowenien, Andreas Wellinger (30), gerade noch als 50. qualifiziert, springt gegen Qualifikationssieger Jan Hörl (27) aus Österreich.

Tournee-Dominator Domen Prevc (26) erlitt bei schwierigen Windverhältnissen einen Rückschlag und erreichte mit 112 Metern nur Platz 30.

Zweimal wurde Timi Zajc (25) bei der Vierschanzentournee wegen eines Verstoßes gegen die Anzugbestimmungen disqualifiziert, doch sein Verband sieht eher das Messverfahren als Ursache.

„Zajc nutzte einen Anzug, der bei der Messung vor dem Sprung den Richtlinien entsprach“, erklärte Sloweniens Skisprungchef Gorazd Pogorelcnik gegenüber der Nachrichtenagentur STA.

Bei den Messungen durch den Weltverband FIS traten jedoch Abweichungen auf, der Anzug war drei bzw. vier Millimeter zu groß. Laut Pogorelcnik dürften „wahrscheinlich Wetterbedingungen oder natürliche Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Temperatur“ die Ursache sein. Zukünftig will man darauf mehr achten.

Gegen die Disqualifikation in Garmisch-Partenkirchen legte der Verband bereits Einspruch ein, da die Messung dort nicht wie üblich nach, sondern vor dem Sprung erfolgte.

Ein turbulenter zweiter Durchgang endete mit einem weiteren Sieg von Domen Prevc! Der Slowene ließ sich von schwierigen Windbedingungen nicht beirren und gewann das Neujahrsspringen mit Sprüngen auf 143 und 141 Meter deutlich vor den Österreichern Jan Hörl (141/131,5 m) und Stefan Embacher (134/141,5 m).

Während viele Konkurrenten um Hoffmann und Raimund bei starkem Rückenwind zurückfielen, behaupteten die beiden Deutschen ihre Positionen und verloren im zweiten Durchgang nur jeweils eine Rangposition an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der mit einem Sprung auf 141 Meter sechs Plätze gutmachte. Pius Paschke verbesserte sich um zwei Plätze und wurde 21.

In der Gesamtwertung rangieren Hoffmann und Raimund auf den Rängen vier und sechs und bleiben somit im Rennen um das Podium.

Das ging schneller als erwartet! Die Probleme mit dem Schanzenaufzug sind behoben, die Sportler können wieder normal die Schanze hochfahren.

Der Kanadier MacKenzie Boyd-Clowes, der nach der Disqualifikation von Timi Zajc unabhängig von seiner Weite weiterkam, eröffnete den zweiten Durchgang.

Chaos beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen: Der Start des zweiten Durchgangs verzögerte sich, weil der Aufzug an der Schanze streikte. Die Athleten konnten die Schanze nicht hinauffahren.

Obwohl es Treppen gibt, sind diese aufgrund der Höhe der Schanze für die Springer keine echte Option, da sie vor dem Sprung ihre Kräfte sparen müssen, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.

Unbeeindruckt von der erneuten Disqualifikation Timi Zajcs zeigten Deutschlands Hoffnungsträger Felix Hoffmann und Philipp Raimund im ersten Durchgang starke Leistungen!

Hinter dem Führungstrio Domen Prevc (143 m), Jan Hörl (141 m) und Ren Nikaido (137,5 m) belegten Hoffmann (134 m) Platz fünf und Raimund (134 m) Platz sechs und blieben damit in Schlagdistanz zum Podium.

Nur Pius Paschke (126 m) erreichte als weiterer DSV-Athlet den zweiten Durchgang und warf damit Teamkollege Karl Geiger (122,5 m) aus dem Wettbewerb. Andreas Wellinger (124,5 m) und Ben Bayer (120,5 m) verloren ihre Duelle und schafften es nicht unter die besten fünf Verlierer, die das Finale komplettieren.

Wieder musste Timi Zajc wegen seines Anzugs disqualifiziert werden!

Mitten im ersten Durchgang kam die Meldung, dass der Anzug des 25-Jährigen bei der Kontrolle durchfiel – diesmal war er vier Millimeter zu groß. Eigentlich wäre er als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel des ersten Durchgangs gestartet, nun sprang sein Gegner MacKenzie Boyd-Clowes alleine und zog automatisch in den zweiten Durchgang ein.

Ursprünglich hatte Zajc im Auftaktspringen am 29. Dezember den zweiten Platz belegt, war dann aber wegen der Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert worden. Davon profitierte der Deutsche Felix Hoffmann, der dadurch aufs Podium rückte.

In wenigen Minuten steht das erste sportliche Highlight des Jahres an: Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen beginnt um 14 Uhr. Zwei DSV-Adler müssen dabei gegeneinander antreten.

Wie schon bei den Wettbewerben in Oberstdorf treten Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) gegeneinander an. Für einen von beiden bleibt nur die Hoffnung auf einen der Lucky-Loser-Plätze, um in den zweiten Durchgang zu kommen.

Die anderen Deutschen bekamen durch solide bis gute Leistungen in der Qualifikation machbare Duelle zugeteilt. Ben Bayer (28.) trifft auf den Schweizer Sandro Hauswirth (23.), Andreas Wellinger (27.) auf Robin Pedersen (24.) aus Norwegen. Felix Hoffmann (8.) misst sich mit dem türkischen Springer Fatih Arda Ipcioglu (43.), während Philipp Raimund (5.) gegen den Finnen Eetu Nousiainen (46.) antritt.

Eine doppelte Enttäuschung: Der estnische Skispringer Artti Aigro (26) stürzte beim Training vor der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen schwer und beendet seine Vierschanzentournee vorzeitig – auch die Olympiateilnahme ist gefährdet.

Aigro rutschte bei der Landung ab und musste per Rettungsschlitten vom Stadion gebracht werden. Die Diagnose lautet: angerissenes Seitenband im Knie und Mittelfußbruch im linken Fuß. Somit rückt Olympia – mit Beginn der Skisprung-Wettbewerbe am 9. Februar – in weite Ferne.

Immerhin bewies der 26-Jährige Humor: Auf Instagram postete er ein Bild mit Krücken und kommentierte es mit „New Year, New Me“.

Sechs deutsche Springer haben sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.

Unter ihnen befinden sich mit Felix Hoffmann und Philipp Raimund zwei Athleten, die bereits in Oberstdorf um Spitzenplätze kämpften. Auch der zuletzt schwächelnde Karl Geiger ist am 1. Januar dabei. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer komplettieren das deutsche Team. Den weitesten Sprung in der Qualifikation erzielte Stephan Embacher aus Österreich mit 145,5 Metern – Schanzenrekord!

Die Qualifikation gewann erwartungsgemäß der bisher dominante Skispringer der Saison, Domen Prevc, mit 139,5 Metern.

Eigentlich hatte sich Bundestrainer Stefan Horngacher mit dem vierten Platz seines Athleten Felix Hoffmann abgefunden, doch als er während eines Interviews von der Disqualifikation von Timi Zajc erfuhr, reagierte er amüsiert.

Als Horngacher erfuhr, dass der bisher zweitplatzierte Slowene wegen eines Anzugsverstoßes disqualifiziert wurde, entfuhr ihm ein „Das ist der Falsche!“. Hintergrund ist die dominierende Leistung von Zajcs Landsmann Domen Prevc, der sich in einem besonders engen Feld schon nach einem Springen deutlich abgesetzt hatte.

Der 26-Jährige hat bereits knapp zehn Meter Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Daniel Tschofenig, dicht dahinter folgen die Deutschen. Nach sechs Siegen in sieben Wettbewerben ist ein Leistungseinbruch von Prevc kaum zu erwarten.

Gute Neuigkeiten für Felix Hoffmann: Durch die Disqualifikation von Timi Zajc rückt der Deutsche doch aufs Podest vor! Zajc, ursprünglich Zweiter, wurde wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert, wodurch Hoffmann von Rang vier auf drei aufstieg.

Auch Philipp Raimund profitiert vom Ausscheiden des Slowenen und belegt nun Rang fünf.

Für Hoffmann ist es das erste Mal in seiner Karriere, bei der Vierschanzentournee auf dem Podium zu stehen. Der 28-Jährige feierte in dieser Saison seinen Durchbruch, kurz vor Beginn der Tournee sprang er erstmals aufs Podest und zählt seitdem zur erweiterten Weltspitze.

Nun erlebte er seinen vorläufigen Karrierehöhepunkt und durfte sich vor heimischem Publikum feiern lassen.

Nur zwei deutsche Skispringer schafften den Einzug in den zweiten Durchgang – doch beide überzeugten: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee erreichten Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter und Philipp Raimund (136/133 Meter) als Sechster die Top Ten.

Im zweiten Durchgang verbesserte sich das Duo noch, am Ende verpasste Hoffmann das Podium nur um weniger als zwei Punkte. Beim Sieg des überlegenen Slowenen Domen Prevc (141,5/140 Meter), der erneut in einer eigenen Liga sprang, komplettierten Timi Zajc und Österreicher Daniel Tschofenig das Podium punktgleich als Zweite.

Prevc führt die Gesamtwertung mit 17,5 Punkten an, während Hoffmann und Raimund weiterhin Chancen auf das Gesamtpodest haben.

Was sich in den vergangenen Wochen abzeichnete, setzte sich in Oberstdorf fort: Außer Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die DSV-Adler aktuell nicht mit den Besten mithalten. Nur diese beiden erreichten den zweiten Durchgang beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee.

Dabei zeigten sie beeindruckende Leistungen: Hoffmann erreichte mit 132,5 Metern den sechsten Platz, Raimund (136 m) folgte auf Rang sieben.

Bereits früh gab es aus deutscher Sicht einen Paukenschlag: Pius Paschke verlor sein Duell nur knapp gegen Robin Pedersen (Norwegen), danach unterlag Andreas Wellinger seinem Teamkollegen Hoffmann deutlich. Constantin Schmid verlor erwartungsgemäß gegen Ryoyu Kobayashi aus Japan, Luca Roth gegen den Österreicher Jan Hörl. Keiner der vier hatte eine Chance und schied aus.

An der Spitze setzte sich der Slowene Domen Prevc (141,5 m) souverän ab, dahinter komplettierten Jan Hörl und sein Teamkollege Jonas Schuster die Top drei.

Die Vierschanzentournee verläuft traditionell etwas anders als die übrigen Weltcupspringen. Die 50 qualifizierten Athleten kämpfen nicht individuell, sondern in direkten K.o.-Duellen um den Einzug in den zweiten Durchgang. Die fünf besten Verlierer („Lucky Loser“) ergänzen das 30-köpfige Finale.

Für die deutschen Athleten, die in der Oberstdorfer Qualifikation nicht optimal abschneiden, bedeutet dies harte Gegner: Constantin Schmid (44.) trifft auf den Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan, Luca Roth (46.) bekommt es mit dem Österreicher Jan Hörl (5.) zu tun. Zudem kommt es zu einem deutsch-deutschen Duell zwischen Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.).

Für Qualifikationszweiten Philipp Raimund steht Junshiro Kobayashi (49.) als Gegner fest, Pius Paschke (21.) trifft auf den Norweger Robin Pedersen (30.).

Schwere Enttäuschung für Karl Geiger! Der fünfmalige deutsche Weltmeister kommt nicht aus seiner Formkrise heraus und scheidet bereits in der Qualifikation in Oberstdorf aus.

Beim Sieg von Domen Prevc (139,5 m) erreichte Geiger nur 106,5 Meter und belegte den 53. Platz – nur die besten 50 qualifizieren sich für das Auftaktspringen am Montag (16:30 Uhr).

Außer Geiger scheiterten auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der nationalen Gruppe in der Qualifikation. Die übrigen Deutschen qualifizierten sich für das erste der vier Tournee-Events.

Als bester DSV-Adler erreichte Philipp Raimund (132,5 m) den zweiten Platz, auch Felix Hoffmann schaffte als Zwölfter den Sprung in die Top 15. Dahinter folgten Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.). Somit kam es zum deutsch-deutschen Duell zwischen Hoffmann und Wellinger.

Die Vierschanzentournee beginnt traditionell am 28. Dezember mit der Qualifikation für das erste Springen in Oberstdorf. Nach weiteren Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale am 6. Januar in Bischofshofen statt.

Die wichtigsten Termine im Überblick: