Norwegische Trainer erhalten harte Strafe wegen Anzug-Manipulation bei Ski-WM!
Trondheim (Norwegen) – Der Skandal um Manipulationen bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2025 in Trondheim löste im Skisprung-Umfeld einen großen Aufschrei aus. Nun verhängte der Weltverband gegen drei Verantwortliche des norwegischen Teams empfindliche Strafen.
Der ehemalige Cheftrainer Magnus Brevig (42), sein einstiger Assistenzcoach Thomas Lobben (42) sowie der damalige Cheftechniker Adrian Livelten (30) wurden von der FIS am Donnerstag mit jeweils 18-monatigen Sperren belegt und müssen zusätzlich Geldbußen von jeweils 5000 Schweizer Franken (etwa 5400 Euro) zahlen.
Nach einer gründlichen Untersuchung kam die Ethikkommission des internationalen Verbandes zu dem Schluss, dass das Trio an der Manipulation der Anzüge der beiden norwegischen Skispringer Johann André Forfang (30) und Marius Lindvik (27) während des Großschanzen-Wettkampfs der WM beteiligt war.
Die Strafen gelten offiziell ab dem 8. Januar 2026, wobei die bereits seit dem 12. März 2025 ausgesetzte vorläufige Sperre auf die Gesamtzeit angerechnet wird. Die beiden Athleten hatten im August des Vorjahres bereits Sperren von jeweils drei Monaten erhalten.
Inzwischen haben sich die Betroffenen mit einer gemeinsamen Stellungnahme zum Urteil geäußert.
„Wir empfinden das Urteil im Vergleich zu bisherigen Fällen als übermäßig streng und können nicht nachvollziehen, warum wir anders behandelt werden als andere in ähnlichen Situationen“, erklärten die drei über ihren Anwalt gegenüber dem Rundfunksender NRK.
Die ehemaligen Verantwortlichen sind der Ansicht, dass sie als Bauernopfer dienen sollen und die FIS mit ihnen ein Exempel für eine künftig härtere Gangart statuieren will.
„Aus unserer Sicht wirft das grundlegende Fragen hinsichtlich Gleichbehandlung, Transparenz und Verhältnismäßigkeit auf“, so das Trio weiter.
Das Fehlverhalten hatten die drei bereits kurz nach Bekanntwerden der Vorfälle eingeräumt und öffentlich tief empfundenes Bedauern gezeigt.
Ein heimlich aufgenommenes Video hatte damals das Vorgehen des norwegischen Teams entlarvt und deutlich gemacht, wie an einem Anzug eine verbotene Naht zur Stabilisierung während des Fluges angebracht wurde.