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Kein Olympia für deutschen Skisprung-Star! Fünffacher Weltmeister bleibt zu Hause

Predazzo (Italien) – Nun ist es offiziell: Die Olympischen Spiele 2026 finden ohne den deutschen Skispringer Karl Geiger (32) statt. Der fünffache Weltmeister konnte in einer insgesamt schwachen Wintersaison die geforderte Qualifikationsnorm nicht erfüllen und wird die Spiele somit von zu Hause aus verfolgen müssen.

Das Olympia-Aus des 32-Jährigen zeichnete sich bereits ab, denn der Deutsche Skiverband (DSV) erhielt nach der Abschaffung des klassischen Teamwettbewerbs mit vier Teilnehmern bei den Spielen sowie der Erweiterung des Frauenfeldes nur noch vier Startplätze für die Männer, was zu einer Reduzierung der Quoten führte.

Am Dienstag gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit dem DSV den endgültigen deutschen Skisprung-Kader für Olympia bekannt – und Karl Geiger gehört nicht zu den vier ausgewählten Athleten.

In diesem Winter konnten Philipp Raimund (25) und Felix Hoffmann (28) bereits mit Podestplatzierungen überzeugen. Auch Pius Paschke (35) und Andreas Wellinger (30) erfüllten die Qualifikationskriterien mit mindestens zwei Top-15-Platzierungen oder einem Top-8-Ergebnis, sodass sich das Olympia-Team nahezu von selbst formierte.

Geiger selbst zeigte sich bereits am Sonntag nach seinem bislang besten Wettkampf der Saison in Sapporo gefasst. Mit Platz 14 hatte er zumindest die halbe Qualifikationsnorm erreicht, was ihm eine gewisse Zuversicht gab, obwohl das Olympia-Aus nun feststeht.

„Auch wenn ich die Olympianorm am Ende knapp verfehlt habe, ist mir dieses Ergebnis wichtig. Es zeigt, dass sich die Arbeit der letzten Wochen gelohnt hat und ich auf dem richtigen Weg bin“, schrieb der Oberstdorfer auf Instagram.

Der dreifache Olympia-Medaillengewinner richtet seinen Fokus nun auf die bevorstehende Skiflug-Weltmeisterschaft. Angesichts seiner zuletzt aufsteigenden Form kann er zumindest hoffen, nach der enttäuschenden Vierschanzentournee, bei der er vor heimischem Publikum sogar den Wettbewerb verpasste, in Oberstdorf wieder einen Erfolg zu feiern.