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Skisprung-Star tobt nach Innsbruck: „Wünsche den Veranstaltern nur Schlechtes“

Innsbruck (Österreich) – Für Halvor Egner Granerud (29), den norwegischen Skisprung-Profi, lief beim dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee in Innsbruck alles schief. Nach einem missglückten Sprung im ersten Durchgang, der ihm den Einzug in die zweite Runde verwehrte, ließ er seinem Frust gegenüber den Organisatoren freien Lauf.

Graneruds Ärger resultierte aus einer Reihe unglücklicher Ereignisse: Nachdem er seinen Trainingssprung absolviert hatte, blieb er etwa 30 Minuten in einem Aufzug zur Schanze stecken. Noch unangenehmer wurde die Situation dadurch, dass die Veranstalter seine Ersatzschuhe verlegt hatten, was dazu führte, dass er die gesamte Zeit in seinen steifen Sprungskischuhen ausharren musste.

„Es ist lange her, dass mein Körper sich nach einer solchen Belastung so schlecht angefühlt hat wie jetzt, nachdem ich nach dem Training eine halbe Stunde lang mit kompletter Ausrüstung in einem stehenden Aufzug festsaß“, erklärte Granerud gegenüber NRK.

Der zweimalige Gewinner des Gesamtweltcups führte seine schwache Leistung im ersten Durchgang, bei dem er nur 118 Meter erreichte, auf diese unangenehme Erfahrung zurück: „Das hat mich stark negativ beeinflusst.“

Nach dem Sprung äußerte sich der Norweger bei Viaplay noch deutlicher: „Ich hoffe, dass hier im nächsten Jahr keine Wettkämpfe mehr stattfinden. So kann es nicht weitergehen, das ist total ärgerlich“, beklagte Granerud: „Es ist jedes Jahr dasselbe. Ich wünsche den Veranstaltern wirklich alles Schlechte!“

Außerdem deutete er an, dass er das Innsbruck-Springen im kommenden Jahr möglicherweise meiden wird, sofern er nicht um den Gesamtsieg kämpft: „Ich habe diesen ganzen Ort langsam wirklich satt.“

In seiner Instagram-Story relativierte er seine Aussagen jedoch später: „Meine Reaktion im Interview war etwas übertrieben, ich wünsche den Veranstaltern nichts Schlechtes. Entschuldigung für diese Worte“, schrieb Granerud.

Der hochkarätige Wettbewerb verlief für den Norweger ohnehin alles andere als optimal. Schon vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wurde Granerud, der die Tournee 2023 für sich entschieden hatte, disqualifiziert, weil sein Anzug um zwei Millimeter zu kurz war.