Sächsische Sportgala: Friedrich fehlt beim Triumph – Taubitz überzeugt auf ganzer Linie
Chemnitz – Wie passend! Am Samstagabend, beim großen Finale der Sächsischen Sportgala im Kraftverkehr Chemnitz, wurden alle Preisträger für das Abschlussfoto auf die Bühne gebeten. Neben Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) standen lediglich vier Frauen, darunter Julia Taubitz (30) als einzige Athletin. Der Rest bestand aus Trainern und Funktionären. Fehlen dem Freistaat die Sportler, oder warum waren sie kaum vertreten?
Francesco Friedrich (35), der erfolgreichste Gewinner des Abends, konnte aus einem besonderen Grund nicht erscheinen. „Ich habe ein Frauen-Wochenende. Das ließ sich nach der Wintersaison nur schwer absagen“, erklärte der 35-Jährige, der seine Ehefrau Magdalena verwöhnte.
Die Auszeichnung als Sportler des Jahres wurde ihm zuvor von TV-Moderator Ron Ringguth (60) in Pirna überreicht. Die Glückwünsche in Chemnitz überbrachte niemand Geringerer als Dudley Stokes (63), einer der legendärsten Bobpiloten der Geschichte. Er steuerte 1988 bei den Olympischen Spielen in Calgary den berühmten jamaikanischen Viererbob – bekannt als „Cool Runnings“.
Der Kontakt zu Stokes entstand durch Ringguth, der damit nicht nur die Veranstaltung vor Ort bereicherte.
Schon der Auftakt war humorvoll und enthielt eine geschickt verpackte Kritik am Landessportbund, der weder Dynamo Dresden (Aufstieg in die zweite Liga), die DSC-Volleyballerinnen (Pokalsieg) noch die Dresdner Eislöwen (Aufstieg in die DEL) bei der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ sowie hinsichtlich der Bedeutung internationaler Medaillen berücksichtigt hatte.
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Die symbolische Porzellan-Krone wurde schließlich von Trainer und Medaillenschmied Gerd Leopold (67) für Friedrich entgegengenommen.
Den Titel „Sportlerin des Jahres“ sicherte sich Rodel-Star Julia Taubitz mehr als verdient. Bei der WM 2025 gewann die Annabergerin dreimal Gold.
Da sie vor wenigen Wochen in Cortina zwei Olympiasiege errang, dürfte ihr dieser Titel auch für 2026 kaum noch zu nehmen sein.