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Dieses Mal mehr als nur ein „feuchter Händedruck“ von Kretschmer: Finanzspritze für Taubitz, Friedrich und Co.

Dresden – Wenn Athletinnen und Athleten ihre Sportkleidung gegen die offizielle Uniform tauschen, werden die zweifache Rodel-Olympiasiegerin Julia Taubitz (30) sowie die Silbermedaillengewinner Susanne Kreher (27), Axel Jungk (35, beide Skeleton) und Bob-Pilot Francesco Friedrich (35) von einem lernfähigen Ministerpräsidenten für ihre Erfolge gewürdigt ...

Michael Kretschmer (50, CDU) beschränkte sich dieses Mal nicht nur auf einen „feuchten Händedruck“ für die erfolgreichen Trainer wie Gerd Leopold (67). „Aus Schmerz lernen“ lautete das Motto des 50-Jährigen bei der Ehrung am Dienstag in der Staatskanzlei.

Der Hintergrund: Vor vier Jahren erhielten die Trainer bei der Auszeichnung eine Uhr, die sie jedoch später zurückgeben mussten. Und nach den Olympischen Sommerspielen in Paris vor zwei Jahren stellte Kretschmer fest, dass die Athleten vom Freistaat lediglich eine geringe finanzielle Anerkennung für ihre Leistungen bekommen hatten.

Diesmal erhielten sie neben 20.000 Euro für Gold und 15.000 Euro für Silber eine hochwertige Bruno-Söhnle-Uhr (jeweils über 1000 Euro) sowie für Leopold und weitere Trainer ein Champagner-Becher-Set aus Meißner Porzellan im Wert von rund 330 Euro. Sachsen zeigt sich lernfähig.

Kretschmer betonte außerdem: „Wir brauchen solche Vorbilder, die demonstrieren, wie dieses Land zusammenhält.“ Besonders beeindruckt war er davon, dass Friedrich „den Anstand und die Würde besaß, sich für den Erstplatzierten und seinen eigenen zweiten Platz gleichermaßen zu freuen.“

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Friedrich und Taubitz sind dem Ministerpräsidenten ebenfalls zu Dank verpflichtet. Er war es, der sich bei einem Unternehmen für ein Sponsoring stark gemacht und den Einstieg ermöglicht hat.

Doch setzt der mehrfache Bob-Weltmeister seine Karriere fort? „Es ist gar nicht so leicht, eine solche Entscheidung zu treffen“, erklärt der 35-Jährige. Eine wichtige Frage bleibt: Sind die Anschieber motiviert und ehrgeizig genug?

Dass Olympiasiegerin Taubitz ihre Karriere fortsetzt, steht fest: „Ich brenne für den Sport und werde weitermachen. Mein Ziel ist es, die kommenden Jahre zu genießen und gleichzeitig meine sportliche Leistung weiter zu verbessern.“