In Sachsen-Anhalt sind bislang keine Fanmeilen zur Fußball-WM geplant
Von Jonas Lohrmann
Magdeburg – Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sind in den größten Städten Sachsen-Anhalts bislang keine groß angelegten Public-Viewing-Events vorgesehen.
Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den zehn bevölkerungsreichsten Städten des Bundeslandes zeigte, dass aktuell keine Kommune eigene Fanmeilen oder Großbildübertragungen plant.
Vereinzelt haben jedoch private Veranstalter bei einzelnen Städten Interesse an Public-Viewing-Angeboten signalisiert, wie mehrere Kommunalverwaltungen berichteten. Konkrete Anträge für größere Events liegen bislang jedoch nicht vor.
In Magdeburg wird aber davon ausgegangen, dass Gastronomen Spiele beispielsweise in Biergärten oder auf Terrassen zeigen werden.
Eine offizielle Übersicht darüber existiert nicht, da für solche Übertragungen keine gesonderte Anmeldung notwendig ist. Ein Sprecher betonte, dass bislang keine Planungen für große Fanfeste durch private Organisatoren bekannt seien.
Auch in Halle gibt es laut Angaben der Stadtverwaltung derzeit keine Pläne für Public-Viewing-Veranstaltungen. Bisher wurden keine entsprechenden Anträge eingereicht.
Einziger Interessent sei ein Gastronom, der sich erkundigt habe, ob es wieder eine bundesweite Regelung geben wird, die Übertragungen im Außenbereich erleichtert.
Ähnliche Aussagen gab es aus weiteren Städten. In Dessau-Roßlau, Weißenfels, Halberstadt, Merseburg, Bitterfeld-Wolfen, Wernigerode und Stendal sind keine Public-Viewing-Events geplant, und auch dort fehlen bislang Anträge für entsprechende Veranstaltungen.
Die Lutherstadt Wittenberg erklärte, dass aktuell keine größeren Public-Viewing-Veranstaltungen bekannt sind. Grundsätzlich sei man jedoch offen dafür, künftig eigene Events anzubieten. In diesem Jahr gestaltet sich das aufgrund der späten Anstoßzeiten vieler Spiele allerdings schwierig.
Die Fußball-Weltmeisterschaft wird vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Aufgrund der Zeitverschiebung beginnen zahlreiche Partien in Deutschland erst spät abends oder nachts.
So wird beispielsweise das deutsche Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni um 22 Uhr angepfiffen. Um dennoch größere Übertragungen zu ermöglichen, plant die Bundesregierung erneut eine zeitlich begrenzte Ausnahmeregelung zum Lärmschutz bei Public-Viewing.
Diese soll es den Kommunen erlauben, Ausnahmen zu genehmigen. Der entsprechende Entwurf wird derzeit im Bundesumweltministerium vorbereitet und muss noch von Bundesregierung und Bundesrat verabschiedet werden.