Mund halten und Fußball spielen? Söder empfiehlt DFB-Auswahl "möglichst wenig Politik"
Von Tom Bachmann
München – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) rät der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dazu, während der WM auf politische Statements zu verzichten.
„Mein Tipp lautet: möglichst wenig Politik. Das haben wir in Katar bereits erfolglos versucht. Ein zweites Mal sollte das nicht passieren“, erklärte der CSU-Politiker im Interview mit dem Portal „t-online“.
Bei der WM 2022 in Katar sorgte zunächst die Diskussion um die Regenbogenbinde von Kapitän Manuel Neuer (39) für Aufsehen, die als Zeichen der Solidarität mit queeren Menschen getragen wurde. In Katar ist Homosexualität strafbar.
Daraufhin verdeckten die deutschen Spieler beim Mannschaftsfoto vor dem Spiel gegen Japan ihre Münder mit der Hand. Deutschland schied in der Gruppenphase aus.
Für das Turnier, das vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, hofft Söder, dass es möglichst wenig Ablenkung gibt.
„Ich wünsche mir sehr, dass das Team diesmal ungestört aufspielen kann und nicht erneut von unzähligen politischen Appellen aus Deutschland beeinflusst wird“, sagte der 59-Jährige.