Donald Trump verspottet Olympia-Athleten: „Ein richtiger Verlierer“
Italien/USA – Wer US-Präsident Donald Trump (79) öffentlich kritisiert, muss mit scharfer Gegenwehr rechnen. Auch Freestyle-Skifahrer Hunter Hess ist davon betroffen. Der 27-Jährige nimmt derzeit an den Olympischen Spielen in Italien teil. Während einer Pressekonferenz wagte er es, die Politik Trumps zu hinterfragen.
Hess äußerte, dass er „gemischte Gefühle“ habe, wenn er sein Heimatland bei Olympia repräsentiere. Besonders besorgt sei er wegen Trumps strenger Einwanderungspolitik und den politischen Unruhen in den USA. „Das ist schon etwas schwierig“, gestand Hess ein.
Offenbar laufen Entwicklungen ab, die ihm persönlich missfallen, was vielen anderen Amerikanern ähnlich gehe.
„Nur weil ich die Flagge trage, bedeutet das nicht, dass ich alles unterstütze, was in den USA passiert“, erklärte der 27-Jährige. Vielmehr wolle er seine Freunde und Familie zu Hause vertreten.
Diese Aussagen wertete Trumps Lager offenbar als Provokation. Erst zwei Tage später meldete sich der Präsident auf seiner Plattform Truth Social zu Wort und nannte Hess einen „echten Verlierer“.
„Der US-amerikanische Olympia-Skifahrer Hunter Hess, ein wahrer Verlierer, erklärt, dass er sein Land bei den aktuellen Olympischen Winterspielen nicht repräsentiere. Wenn das so ist, hätte er sich erst gar nicht für das Team bewerben sollen – schade, dass er dennoch dabei ist. Es ist wirklich schwer, jemanden wie ihn zu unterstützen“, kommentierte Trump.
Rückhalt erhielt Hess unterdessen von seinem Freestyle-Kollegen Chris Lillis (27). Bei derselben Pressekonferenz äußerte Lillis, er sei „untröstlich“ und „tief erschüttert“, wenn er an die Debatten um die kontroverse Einwanderungspolitik und die tödlichen Schüsse auf Renee Good (†37) und Alex Pretti (†37) durch ICE-Beamte denke.
Ab dem 19. Februar hat Hunter Hess die Chance, seinen wohl größten Kritiker zu widerlegen. Dann beginnt die Qualifikation für den olympischen Freestyle-Ski-Wettbewerb in der Halfpipe.