Warum sich der Eishockey-Star bei Olympia öfter mal ein Tütchen Senf direkt während des Spiels gönnt
Mailand (Italien) – Eishockey-Profis sind für ihre außergewöhnlichen Eigenheiten bekannt: Auch Deutschlands Topspieler Leon Draisaitl (30) wurde nun bei den Olympischen Spielen mit einer ungewöhnlichen Gewohnheit beobachtet.
Im Verlauf der deutlichen 1:5-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen die USA zeigten die TV-Kameras den 30-jährigen Kapitän der Nationalmannschaft auf der Bank, wie er sich ein ganzes Senftütchen pur in den Mund schob.
Ob die würzige Paste seine Leistung verbesserte, bleibt fraglich. Gegen die US-Auswahl präsentierte Draisaitl eine seiner schwächsten Turnierleistungen und blieb während der gesamten Spielzeit punktlos. Doch darum geht es beim sogenannten „Senf-Doping“ auch nicht.
Vielmehr steckt ein gesundheitlicher Grund dahinter. Auf Nachfrage bei Eurosport erklärte er: „Senf hilft enorm gegen Muskelkrämpfe. Meiner Meinung nach ist das das wirksamste Mittel.“
Der in Köln geborene Spieler nutzt das Gewürz sogar präventiv. „Wenn ich spüre, dass ein Krampf droht, reagiere ich frühzeitig und nehme Senf zu mir“, erläuterte Draisaitl weiter.
Die Aufnahmen von seinem Senf-Konsum verbreiteten sich rasch in den sozialen Netzwerken. Ob diese Hausmittel künftig von Ärzten oder Physiotherapeuten empfohlen werden? Wahrscheinlich nicht, doch der 33-Jährige schwört darauf.
Aber was steckt wirklich dahinter? Die im Senf enthaltene Essigsäure soll die Durchblutung der beanspruchten Muskeln anregen und dadurch Krämpfe lindern können. Der Trick des NHL-Superstars ist also keineswegs aus der Luft gegriffen.
Nach dem 5:1-Sieg gegen Frankreich hat sich die deutsche Mannschaft für das Viertelfinale des olympischen Eishockey-Turniers qualifiziert. Am Mittwoch steht das Duell gegen die Slowakei an, bei dem es um den Einzug ins Halbfinale geht. Ein Sieg würde die Medaillenhoffnungen der Mannschaft deutlich steigen lassen.
Hoffentlich hat Draisaitl genug Senftütchen dabei, um das Team mit einer starken Leistung zu unterstützen und so den Weg zu wichtigen Toren zu ebnen. Beide Teams verfügen über je sieben NHL-Stars. Die Slowaken konnten sich allerdings etwas länger erholen. Trotzdem wird ein eng umkämpftes Spiel auf Augenhöhe erwartet.