Bei minus 12 Grad: Sicherheitsmitarbeiter stirbt während Nachtschicht an Olympia-Eishalle
Von Christian Hollmann
Mailand (Italien) – Ein Sicherheitsmitarbeiter auf einer Baustelle in der Nähe einer Sportanlage der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina ist italienischen Medienberichten zufolge während seiner Nachtschicht verstorben.
Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, erlag der 55-Jährige in der Nacht zum vergangenen Donnerstag während seiner Arbeit an der Eishalle in Cortina seinem Tod.
In jener Nacht sanken die Temperaturen in dem Wintersportort auf minus zwölf Grad. Dem Mann aus Süditalien stand Berichten zufolge lediglich eine kleine Wachkabine mit einem Heizgerät zur Verfügung. Alle paar Stunden sollte er zudem Kontrollgänge im Außenbereich durchführen.
In der betreffenden Nacht soll der Mann über Unwohlsein geklagt und seine Kollegen alarmiert haben. Diese setzten daraufhin einen Notruf ab. Die Rettungskräfte fanden ihn schließlich leblos vor, Wiederbelebungsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos.
Italiens Infrastrukturminister Matteo Salvini (52) äußerte sich nach dem Vorfall „zutiefst erschüttert“ und forderte eine gründliche Untersuchung der Todesumstände, wie eine offizielle Erklärung mitteilte.
Die für die Winterspiele verantwortliche Baufirma Simico bekundete ihr Mitgefühl, wies jedoch darauf hin, dass der Mann auf einer Baustelle tätig war, die nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich lag.