In Bestform! Skisprung-Ass Freitag greift bei den Olympischen Spielen an
Mailand (Italien) – Wird Katharina Schmid (29) zum Abschluss ihrer Karriere noch einmal zuschlagen? Oder nutzen Selina Freitag (24) und Agnes Reisch (26) ihre derzeit hervorragende Verfassung? Bei den deutschen Skispringerinnen herrscht vor dem ersten Olympia-Wettkampf am Samstag große Hoffnung auf eine Medaille.
„Ich gehe davon aus, dass sechs bis acht Athletinnen um die Medaillen kämpfen werden. Und natürlich hoffe ich, dass wir dazu gehören“, erklärte Bundestrainer Heinz Kuttin nach dem Training. Insbesondere Schmid will bei ihrem letzten großen Auftritt (18:45 Uhr/ARD und Eurosport) noch einmal überzeugen.
„Ich möchte nicht nur dabei sein, denn in den vergangenen Jahren war ich deutlich besser. Großereignisse und Olympische Spiele schreiben eben ihre eigenen Geschichten“, so die siebenfache Weltmeisterin.
In den sechs Trainingseinheiten zeigte Schmid jedoch wechselhafte Leistungen; ihr bestes Resultat war am Freitagmorgen ein achter Platz. Motiviert von der Eröffnungsfeier erhofft sich die deutsche Fahnenträgerin neuen Schwung: „Ich hoffe, dass ich die gute Stimmung, die Atmosphäre und das besondere Gefühl von dort mitnehmen kann“, sagte Schmid.
Einen besseren Medaillenkandidaten stellen hingegen Reisch und Freitag dar. Reisch erreichte am Freitag in einem Trainingsdurchgang einen zweiten Platz, Freitag stand in dieser Saison bereits sechsmal auf dem Podium. Beide konnten bislang allerdings noch keinen Weltcupsieg erzielen – was bei Olympischen Spielen keine ungewöhnliche Ausgangslage ist.
Von den bisherigen Olympiasiegerinnen hatten nämlich zwei – Carina Vogt (34) 2014 und die Slowenin Ursa Bogataj (30) 2022 – vor ihrem Olympiasieg im Weltcup noch nie gewonnen.
Unangefochtene Topfavoritin bleibt jedoch die slowenische Weltmeisterin Nika Prevc. Die 20-Jährige dominierte das Training, indem sie vier der fünf Durchgänge für sich entschied, in denen sie antrat. Einmal musste sie sich nur knapp der Österreicherin Lisa Eder (24) geschlagen geben.