Skeleton-Fahrer Jungk geht in den Angriffsmodus! „Ich kann Matt noch herausfordern“
Cortina (Italien) – „Die Kurve zwei muss ich besser hinbekommen“, haderte Axel Jungk (34) zur Halbzeit seiner vier Olympia-Läufe. „Dann ist alles drin!“ Der Pilot vom Dresdner SC liegt derzeit mit 30 Hundertstelsekunden Rückstand hinter dem führenden Weltmeister Matt Weston (28). Anders als im Weltcup ist der Brite diesmal jedoch angreifbar – vor allem aufgrund der Ausrüstung.
Die Berliner Entwickler der FES haben den deutschen Athleten offensichtlich rechtzeitig zu den Wettkämpfen in Cortina erstklassige Schlitten, neue Schuhe sowie perfekt lackierte Helme (was die Aerodynamik verbessert) bereitgestellt. Das zeigen die Zeiten von Jungk und seinen Teamkollegen im Eiskanal deutlich.
Obwohl der 34-Jährige in Kurve zwei Fehler machte und mehrfach die Bande berührte, verlor er wertvolle Zeit. Trotzdem gelang ihm eine Verbesserung des Bahnrekords von Weston aus dem ersten Lauf.
Jungk erzielte eine Zeit von 56,12 Sekunden. Doch der Brite konterte mit 55,88 Sekunden. „Da ist noch Luft nach oben. Zum Glück habe ich noch zwei weitere Versuche, um die Kurve zwei besser zu meistern.“
Am besten gleich im dritten Durchgang am Freitagabend ab 19:30 Uhr. Dort startet der WM-Dritte als Zweiter direkt hinter dem Spitzenreiter. Jungk muss offensiv fahren, darf dabei jedoch nicht verkrampfen, um Weston im Finale (ab 21 Uhr) unter Druck zu setzen.
Ein großer Vorteil für den Sachsen: „Es macht wirklich Spaß, vor allem im unteren Streckenabschnitt hier zu fahren. Man kann den Schlitten mit wenig Aufwand richtig schnell bewegen.“
Gleichzeitig muss Jungk aber auch seine Verfolger im Auge behalten. Der Peking-Olympiasieger Christopher Grotheer (33) liegt nur 16 Hundertstelsekunden hinter ihm.
Der Oberhofer verfügt über ebenso gutes Material wie der aktuell Zweitplatzierte. Für Jungk zählt einzig das Duell an der Spitze: „Ich kann Matt noch ärgern.“