Drama bei Olympia: Schweizer Eishockey-Star bleibt regungslos am Boden liegen
Mailand (Italien) – Bei den Olympischen Spielen kam es zu erschütternden Momenten! Der klare 5:1-Erfolg der kanadischen Eishockey-Nationalmannschaft gegen die Schweiz wurde von der schweren Verletzung des Schweizer Top-Angreifers Kevin Fiala (29) überschattet, die weitreichende Folgen nach sich zieht.
Das Spiel war bereits entschieden, als Kanada mit 5:1 führte und nur noch knapp unter drei Minuten auf der Uhr standen. In einem Zweikampf mit Kanadas Tom Wilson (31) stürzte Fiala zu Boden.
Normalerweise kein ungewöhnlicher Vorfall – doch der stellvertretende Kapitän der Schweiz blieb flach auf dem Bauch liegen und machte sofort deutlich, dass er nicht mehr aufstehen konnte. Sofort eilten Betreuer aufs Eis, der Angreifer wurde mehrere Minuten lang versorgt und schließlich bäuchlings auf einer Trage vom Spielfeld getragen.
Der 29-Jährige wurde unmittelbar danach ins Krankenhaus gebracht. Die ZDF-Kommentatoren äußerten aufgrund der Verwendung der Trage und der Tatsache, dass Fiala in der Position, in der er gefallen war, transportiert wurde, Befürchtungen auf eine mögliche Verletzung der Wirbelsäule.
Am Samstagmorgen konnte die Schweizer Seite zumindest Entwarnung geben – doch wirklich gute Nachrichten gab es nicht: Fiala wird für den Rest des Turniers ausfallen. „Die medizinischen Untersuchungen haben eine Verletzung am Unterschenkel ergeben, die einen weiteren Einsatz bei den Olympischen Spielen 2026 ausschließt“, teilte der Schweizer Verband mit.
Doch wie kam es überhaupt zu der schweren Blessur?
Die Wiederholungen zeigten, dass Fialas linkes Bein offenbar zwischen Wilsons Beine geriet, woraufhin der Kanadier mit seinem gesamten Körpergewicht auf den Schweizer fiel.
Wilson selbst bemerkte zunächst nicht, wie ernst die Verletzung seines Gegenspielers war.
„Er ist ein harter Spieler, hat keinen Ton von sich gegeben und ist nicht aufgeschrien. Keine Emotionen waren bei ihm zu sehen“, erklärte der 31-Jährige nach der Partie gegenüber The Athletic. Erst als er den Videowürfel betrachtete, wurde ihm bewusst, wie schwer die Lage war.
„Es tut mir unendlich leid, dass Kevin vielleicht nicht mehr mitspielen kann. Ich sende ihm und seiner Familie meine besten Genesungswünsche“, sagte der Verteidiger und ergänzte: „Niemand möchte, dass ein Spieler ausfällt – erst recht nicht bei so einem bedeutenden Turnier. Das ist ein harter Schlag für das Land und das Team. Ich wünsche ihm einfach eine schnelle und vollständige Erholung.“