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Schockierender Zwischenfall bei Olympia! Skispringer rammt im Anlauf einen Laubbläser

Predazzo (Italien) – Es hätte ernsthafte Folgen haben können! Beim olympischen Team-Wettbewerb der Nordischen Kombinierer ereignete sich ein gefährlicher Vorfall: Der US-Skispringer Benjamin Loomis (27) prallte im Anlauf mit einem Laubbläser zusammen.

Loomis, der als Zweiter des US-Teams startete, hatte sich bereits vom Balken abgestoßen, obwohl die Schanze noch nicht freigegeben war.

Ein Mitarbeiter, der bei dichtem Schneefall mit einem Laubbläser die Anlaufspur freipustete, hatte offenbar den Start des 27-Jährigen übersehen. Sein Gerät stand noch quer über der Spur, sodass er nicht mehr ausweichen konnte. Das Ergebnis war unvermeidlich: Loomis traf mit etwa 50 km/h das Gerät.

Zum Glück erwischte er das Rohr nur an der Schulter, wodurch er seine ohnehin nicht mehr zu stoppende Fahrt noch einigermaßen kontrolliert fortsetzen konnte. Mit einer Landung bei 116 Metern rutschte Team USA vom dritten auf den siebten Platz zurück, während sich Loomis nach der Landung die Schulter massierte.

"So etwas habe ich noch nie erlebt", berichtete der Athlet später im Gespräch mit dem norwegischen Sender NRK. "Glücklicherweise geschah es oben auf der Schanze, und ich versuchte einfach, mich mental zu sammeln, um einen guten Sprung hinzulegen."

"Als ich die Schanze hinunterflog, fragte ich mich, ob die Person noch bei Bewusstsein sein würde", schilderte der US-Springer seine Sicht der Dinge.

"Es war nicht schmerzhaft, lediglich ein Abdruck blieb auf meinem Anzug zurück. Ich hatte Glück, dass nur meine Schulter getroffen wurde. Hätte der Laubbläser mich im Gesicht erwischt, hätte es ganz anders ausgehen können."

Formell hätten die Amerikaner eine Wiederholung des Sprungs beantragen können, verzichteten jedoch aufgrund der schwierigen Schneeverhältnisse darauf, da sie befürchteten, dass ein erneuter Versuch noch schlechter ausfallen könnte.

Renndirektor Lasse Ottensen sprach im Nachgang von einem "extrem herausfordernden Tag" an der Schanze und entschuldigte sich bei Loomis.

"Das Team hat insgesamt hervorragende Arbeit geleistet. Es ist sehr bedauerlich, dass es zu diesem Zwischenfall mit Loomis kam", erklärte Ottensen. "Glücklicherweise ist nichts Schlimmeres passiert – so etwas darf nicht vorkommen. Die verantwortliche Person hat sich bei der Jury entschuldigt, und auch die FIS richtet ihre Entschuldigung an das US-Team."