Sabotage vermutet? Schäden am Bahnnetz zum Start der Olympischen Spiele festgestellt
Von Christoph Sator
Mailand (Italien) – Zum Auftakt der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo wurden im nördlichen Streckennetz der italienischen Eisenbahn an drei verschiedenen Stellen Beschädigungen entdeckt.
Derzeit wird untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen besteht.
Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, schließen die Ermittler nicht aus, dass es sich ähnlich wie bei den Sommerspielen 2024 in Paris um Sabotage handeln könnte. Durch die Vorfälle kam es zu erheblichen Verspätungen.
Auf der Verbindung zwischen der Metropole Bologna und Padua im Norden wurde von den Behörden ein „rudimentärer Sprengkörper“ auf einer Weiche entdeckt.
Auf derselben Strecke stellte man zudem fest, dass Stromkabel in einem Versorgungsschacht durchtrennt worden waren. Zwischen Bologna und Ancona geriet nahe dem Bahnhof von Pesaro eine Stromkabine in Brand. Die daraus resultierenden Verzögerungen betrugen bis zu eineinhalb Stunden.
Anti-Terror-Spezialisten wurden ebenfalls in die Untersuchungen einbezogen. Mindestens in Pesaro wird davon ausgegangen, dass der Brand absichtlich gelegt wurde.