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Sein erster Triumph ist Gold wert! Raimund kann sein Glück kaum fassen

Predazzo (Italien) – Ein wahrhaftiges Wunder: Skispringer Philipp Raimund (25) sicherte sich bei seinem allerersten Erfolg gleich die Goldmedaille bei Olympischen Spielen.

"Mensch, das ist ja der Wahnsinn!", rief Raimund völlig außer sich nach seinem siegreichen Sprung. Von den Rängen des Stadio Dal Ben feierte seine Familie seinen Erfolg begeistert mit.

"Ich war unglaublich nervös. Ich kann kaum fassen, wie ich das geschafft habe. Es macht mich so stolz – ich bin Olympiasieger, das ist einfach großartig", erklärte der 25-Jährige, der selbst noch ungläubig war.

Mit Sprüngen auf 102,0 und 106,5 Meter setzte sich der "Gold-Hille" gegen den jungen Polen Kacper Tomasiak (19) sowie die Drittplatzierten Ren Nikaido (24, Japan) und Gregor Deschwanden (34, Schweiz) durch. Favorit Domen Prevc (26, Slowenien) belegte lediglich Rang sechs.

Obwohl Raimund nach dem ersten Durchgang nur knapp in Führung lag, hatten wohl nur wenige mit ihm gerechnet. Er war zwar der stärkste deutsche Athlet im Gesamtweltcup dieser Saison, hatte aber bislang noch keinen Sieg errungen.

Den lang ersehnten Triumph feierte er am Fuße des Monte Agnello. Selbst Bundestrainer Stefan Horngacher (56) brachte seine Freude im ARD-Interview kaum zurückhaltend zum Ausdruck: "Raimund war so fokussiert wie nie zuvor in seinem Leben."

Bereits im Training deutete sich sein Goldglück an, als er mit herausragenden Weiten für Aufsehen sorgte. Dass dies jedoch gleich bei Olympia zu Gold führen würde, hatte niemand erwartet.

Mit seinem Sieg tritt Raimund in die Fußstapfen von Andreas Wellinger (30), der vor acht Jahren in Pyeongchang triumphierte.

Vor ihnen jubelten im Herren-Einzel auch Helmut Recknagel (1960, DDR), Hans-Georg Aschenbach (1976) und Jens Weißflog (1984/1994) über Gold.

ARD-Experte Sven Hannawald (51) zeigte sich ebenfalls überwältigt: "Mir fehlen die Worte. Das ist absolut sensationell."

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