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Olympiasieg mit Schattenseiten: Eistanz-Paar inmitten zahlreicher Kontroversen

Cortina (Italien) – Der Goldgewinn bei den Olympischen Spielen ist von mehreren Streitpunkten begleitet! Am Mittwochabend sicherten sich das französische Eistanz-Duo Guillaume Cizeron (31) und Laurence Fournier Beaudry (33) die Goldmedaille auf dem Eis, doch seitdem überschlagen sich die sozialen Medien mit Kritik. Die Vorgeschichte des Paares sorgt für einen unangenehmen Nachgeschmack.

Sportlich erzielte Cizeron einen historischen Erfolg: Als erster Eistänzer überhaupt gelang es ihm, vier Jahre nach seinem Sieg mit Gabriella Papadakis (30), erneut mit einer anderen Partnerin ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Für Aufsehen sorgte jedoch nicht die umstrittene Bewertung, die trotz eines kleineren Fehlers zum Sieg vor dem US-Duo Madison Chock (33) und Evan Bates (36) reichte, sondern vielmehr die ehemalige Tanzpartnerin Papadakis.

Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele veröffentlichte die 30-Jährige ihre Autobiografie „Pour ne pas disparaître“ („Um nicht zu verschwinden“) und warf ihrem langjährigen Partner darin toxische Machtspielchen und emotionale Kälte vor, die sie „frösteln“ ließ.

Sie schrieb unter anderem: „Der Gedanke, wieder allein mit ihm zusammen zu sein, macht mir Angst.“

Während ihrer Buchvorstellung kritisierte sie im Interview mit „Radio France“ die Strukturen im französischen Verband, die für junge Athletinnen zunehmend unsicher seien.

Auch nach dem Olympiasieg ihres früheren Partners ließ Papadakis ihre Abneigung kaum verbergen. Auf ein Instagram-Foto eines Weinglases und einer Zigarettenschachtel kommentierte sie nur mit den Worten: „Ich logge mich aus.“

Cizeron wies die Vorwürfe im Vorfeld der Spiele laut „BBC“ energisch zurück und warf seiner früheren Partnerin im Gegenzug vor, eine Schmutzkampagne gegen ihn zu führen. Infolgedessen wurde Papadakis vom TV-Sender NBC aufgrund eines Interessenkonflikts als Expertin entlassen.

Auch Fournier Beaudry, Cizerons aktuelle Partnerin, steht im Fokus der öffentlichen Debatte. Die erst seit November französische Staatsbürgerin war zuvor gemeinsam mit ihrem privaten und sportlichen Partner Nikolaj Sørensen (36) für Dänemark und später Kanada aktiv.

Im Jahr 2024 wurde Sørensen vom kanadischen Verband wegen eines sexuellen Übergriffs, der von einer anderen Eisläuferin behauptet wurde, zunächst für sechs Jahre gesperrt. Im Juni vergangenen Jahres wurde diese Sperre jedoch aufgehoben, da Sørensen zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt 2012 weder kanadischer Staatsbürger noch Mitglied des Nationalteams war.

Fournier Beaudry verteidigt ihren Lebenspartner nachdrücklich: „Ich kenne meinen Freund zu 100 Prozent. Ich kenne ihn“, betonte sie in einer Netflix-Dokumentation zum Fall. Vor ihrem Wettkampf wollte sie in den obligatorischen Pressegesprächen keinerlei Stellungnahmen zu dem Thema abgeben.