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Olympische Spiele in Nordrhein-Westfalen? Ministerpräsident Wüst präsentiert überzeugenden Plan

Von Bettina Grönewald

Leverkusen – Die nordrhein-westfälische Landesregierung unterstützt die Bewerbung der Region „KölnRheinRuhr“ für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele mit einem ambitionierten Inklusionskonzept.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) stellte in Leverkusen eine Offensive mit zehn zentralen Punkten vor. Das Hauptanliegen lautet: „Nordrhein-Westfalen will landesweit neue Maßstäbe in puncto Barrierefreiheit setzen.“

Neben NRW bewerben sich auch München, Berlin und Hamburg um die deutsche Kandidatur für die Sommerspiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044. Der Deutsche Olympische Sportbund plant, im Herbst 2026 zu entscheiden, welcher Bewerber Deutschland bei der internationalen Vergabe vertreten wird.

Im vorgestellten 10-Punkte-Plan wird die besondere Bedeutung des Para-Sports als wesentlicher Pfeiler der NRW-Bewerbung hervorgehoben.

„Unser Anspruch ist, dass zu Beginn der Spiele sämtliche Veranstaltungsorte, Bahnhöfe, Verkehrswege, der öffentliche Nahverkehr sowie alle kommunalen und landeseigenen Einrichtungen so barrierefrei und zugänglich wie möglich sind.“

Das Konzept sieht vor, dass 95 Prozent aller Athleten im Olympischen und Paralympischen Dorf untergebracht werden. Besonders für die Para-Sportler seien geringe Entfernungen zwischen den Spielstätten entscheidend, betont das Papier.

Darüber hinaus sollen alle paralympischen Wettbewerbe in den gleichen Sportstätten stattfinden wie die olympischen Disziplinen. Das bedeutet: „Auch die Athletinnen und Athleten mit Behinderung werden vor einer noch nie dagewesenen Kulisse um ihre Medaillen kämpfen.“

Bereits im Januar hatte Wüst angekündigt, ab diesem Jahr rund eine Milliarde Euro aus Landesmitteln für den Sport bereitzustellen.

Im neuen Konzept heißt es nun: „Diese Sportmilliarde soll zugleich das größte Investitionsprogramm für Barrierefreiheit in Sportstätten werden.“