Olympia 2026 im Live-Ticker: Eiskunstlauf-Star äußert sich nach Sturz-Drama zu „abstoßendem Hass im Netz“
Mailand/Cortina (Italien) – Wer sichert sich Gold, Silber und Bronze? Die 25. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina laufen auf Hochtouren!
Im Zweierbob erzielten Johannes Lochner, Francesco Friedrich und Adam Ammour am Dienstag einen deutschen Dreifach-Erfolg und holten Gold, Silber und Bronze. Am zwölften Wettkampftag am Mittwoch hat Deutschland durch Skirennläuferin Emma Aicher im Slalom erneut gute Chancen auf eine Medaille.
Unser umfangreicher Liveticker informiert Euch stets aktuell über alle Medaillengewinner, spannende Höhepunkte und interessante Hintergrundgeschichten.
Nach über zwei Jahren ohne Niederlage patzte der US-amerikanische Eiskunstläufer Ilia Malinin am Freitagabend bei der Kür. Obwohl an diesem ungewöhnlichen Wettkampftag viele Athleten Fehler machten, wurde Malinin im Anschluss an seinen Sturz in den sozialen Medien mit erheblicher Kritik und teils hasserfüllten Kommentaren konfrontiert.
„Auch jene, die auf der größten Bühne der Welt stark wirken, kämpfen innerlich oft unsichtbare Schlachten“, schrieb der 21-Jährige bei Instagram.
Er ergänzte: „Der abscheuliche Hass im Internet greift den Verstand an, und Angst zieht einen in die Dunkelheit, egal wie sehr man versucht, trotz des enormen und scheinbar unüberwindbaren Drucks bei klarem Verstand zu bleiben.“
Der zweifache Weltmeister stürzte bei der Kür nach einer Führung im Kurzprogramm und fiel auf Rang acht zurück. Überraschenderweise sicherte sich Mikhail Shaidorov aus Kasachstan dadurch die Goldmedaille.
Der vierfache Olympiasieger Francesco Friedrich zeigte sich mit seiner Silbermedaille zufrieden.
„Silber sieht richtig cool aus“, sagte Friedrich nach dem Rennen am Dienstag.
Mit dem Erfolg im Zweierbob kamen drei weitere Medaillen für das deutsche Team hinzu.
Eine Übersicht zum aktuellen Medaillenspiegel findet Ihr im Artikel: „Das ist der Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele“.
Das deutsche Team fuhr im Zweierbob einen beeindruckenden Sieg ein und dominierte das Teilnehmerfeld.
Neben dem wertvollen Edelmetall sorgten die Athleten für mitreißende Momente bei der Siegerehrung.
Nach Abschluss des vierten Laufes im Zweierbob steht fest: Das Podest ist komplett in Schwarz-Rot-Gold besetzt!
Johannes Lochner, Francesco Friedrich und Adam Ammour zeigten nahezu makellose Fahrten und sicherten ihren Vorsprung souverän vor der Konkurrenz.
Johannes Lochner und sein Anschieber Georg Fleischhauer setzten noch einen drauf und holten sich die Goldmedaille.
Mit der schnellsten Startzeit erreichten sie nach 54,91 Sekunden das Ziel – eine nahezu perfekte Fahrt. Herzlichen Glückwunsch!
Die Gesamtzeit von Lochner und Fleischhauer: 3:39,70 Minuten.
Francesco Friedrich überquerte die Ziellinie mit 55,33 Sekunden.
Seine Gesamtzeit beträgt nun 3:41,04 Minuten – das reicht definitiv für Silber.
Im letzten Lauf raste Adam Ammour mit Anschieber Alexander Schaller in 55,35 Sekunden über die Bahn.
Ihre Endzeit beläuft sich auf 3:41,52 Minuten. Trotz eines kleinen Ausrutschers behalten sie die Bronzemedaille sicher.
Sie erzielten zudem die bislang beste Startzeit.
Um 21:05 Uhr folgt der finale vierte Lauf im Zweierbob.
Eine nicht allzu gewagte Vermutung: Sollten sich die drei deutschen Teams keine Fehler erlauben, könnte Team Deutschland gleich alle drei Medaillen gewinnen.
Wir melden uns zurück zum Zweierbob der Männer, wo um 19 Uhr der dritte von vier Läufen startet.
Johannes Lochner begann als Erster und leistete sich einen kleinen, jedoch kaum relevanten Fehler. Mit 54,89 Sekunden fuhr er ins Ziel.
Danach ging Francesco Friedrich an den Start und zeigte einige Unsicherheiten. Der Rückstand auf Lochner wuchs auf 0,92 Sekunden, was Lochner den sicheren Vorsprung verschafft.
Adam Ammour bleibt auf dem dritten Platz, mit einem Abstand von 1,38 Sekunden auf Lochner. Vor dem letzten Lauf (ab 21:05 Uhr) stehen die Chancen für ein deutsches Medaillen-Triple sehr gut!
Im Eisschnelllauf-Teamverfolgungsfinale spielten die deutschen Damen keine entscheidende Rolle. Kanada gewann Gold in 2:55,81 Minuten vor den Niederlanden. Josie Hofmann, Maira Jasch, Josephine Schlörb und Lea-Sophie Scholz aus Deutschland holten den Sieg im C-Finale und belegten Rang fünf.
Bei den Herren setzte sich Italien (3:39,20 Minuten) vor den USA durch. Die deutschen Athleten Patrick Beckert, Gabriel Groß, Felix Maly und Fridtjof Petzold gewannen das D-Finale und wurden Siebte.
Keine Medaille gab es für die deutschen Biathleten in der Staffel: Das DSV-Quartett beendete das Rennen auf Platz vier. Frankreich sicherte sich erstmals den Staffel-Olympiasieg, nachdem Schlussläufer Éric Perrot Norwegens Vetle Sjåstad Christiansen auf der Schlussrunde in Schach hielt. Schweden gewann Bronze etwa eine Minute hinter Frankreich, Team Deutschland folgte fast eine weitere Minute dahinter.
Besonders ärgerlich für Deutschland: Trotz guter Laufleistung wurden durch insgesamt zwölf Nachlader doppelt so viele Schießfehler gemacht wie bei Norwegen und Schweden. Frankreich zeigte mit mindestens neun Fehlversuchen ebenfalls Schwächen und musste zudem eine Strafrunde absolvieren.
Im Kampf um bessere Positionen sorgte Philipp Nawrath für den Sprung auf Rang vier, lag aber beim Wechsel bereits 49 Sekunden hinter dem Führungstrio.
Während Schweden, Norwegen und Frankreich gemeinsam das Tempo machten, kämpfte Nawrath allein und musste zudem drei Fehler beim Stehendschießen einstecken. Auf Philipp Horn wartet auf der Schlussrunde eine große Herausforderung – er ist auf Fehler der Konkurrenz angewiesen.
Schade! David Zobel begann mit einem fehlerfreien Liegendschießen und übernahm sogar kurzzeitig die Führung.
Im Stehendschießen benötigte der 29-Jährige jedoch drei Nachlader, verlor dadurch viel Zeit auf Frankreich, das trotz einer Strafrunde in Führung ging.
Beim Wechsel auf Philipp Nawrath lag Deutschland als Sechster mit 31 Sekunden Rückstand hinter Frankreich, Finnland und Schweden folgten knapp dahinter.
Justus Strelow startete vielversprechend als erster Läufer der deutschen Biathlon-Staffel. Trotz zwei Nachladern stehend übergab er als Dritter an David Zobel.
Er hatte etwa 15 Sekunden Rückstand auf den führenden Norweger Martin Uldal, Finnland lag als Zweiter nur 0,4 Sekunden vor Strelow.
Die Biathlon-Staffel der Herren läuft – die beste Chance für die deutschen Männer auf eine weitere Medaille.
Justus Strelow brachte das Team mit einem starken Schießen zu Beginn gut ins Rennen, anschließend gingen David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn auf die Strecke.
Die deutschen Eishockeyspieler erreichten souverän das Viertelfinale! In der Zwischenrunde besiegten sie Frankreich deutlich mit 5:1.
Im letzten Drittel erhöhten Joshua Samanski (48. Minute) und Nico Sturm (60. Minute) nochmals, was dem Team nach zwei Niederlagen in Folge neues Selbstvertrauen gibt. Das nächste Spiel bestreiten sie am Mittwoch um 12:10 Uhr gegen die Slowakei.
Bisher enttäuschend verliefen die Olympischen Spiele für die deutschen Kombinierer. Im Großschanzen-Wettbewerb kämpfte das Trio zwar um Plätze, konnte aber nicht im Medaillenkampf mithalten. Die Rückstände nach mäßigen Sprüngen waren zu groß.
Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek verbesserten sich immerhin auf die Plätze neun und zehn, lagen aber weiterhin etwa eineinhalb Minuten hinter der Spitze. Julian Schmid wurde Zwölfter mit einem Rückstand von 2:22 Minuten.
Olympiasieger wurde der Norweger Jens Lurås Oftebro, der sich von Platz fünf auf Gold vorkämpfte. Silber gewann Johannes Lamparter aus Österreich vor Ilkka Herola aus Finnland.
Im Play-off-Spiel gegen Frankreich verlor Deutschland an Dominanz, die Franzosen gewannen zunehmend die Oberhand.
Der Underdog nutzte dies prompt: Nach 24 Minuten verkürzte Pierre-Edouard Bellemare auf 1:3.
In Livigno schneit es derzeit so stark, dass der Zeitplan der Freestyle-Skier durcheinandergerät.
Die für 10:45 Uhr geplante Qualifikation der Frauen wurde schrittweise auf 13:45 Uhr verschoben, was auch Auswirkungen auf die Männer-Quali hat. Diese war ursprünglich für 13:30 Uhr angesetzt, wurde jedoch auf Mittwoch verlegt.
Das DEB-Team ist auf bestem Weg ins Viertelfinale! Nach dem ersten Drittel steht es gegen Frankreich 3:0.
John Peterka erzielte rund 90 Sekunden vor Drittelende das dritte deutsche Tor, was dem Team nach zuletzt zwei Niederlagen neues Selbstvertrauen auf dem Weg zur erhofften Medaille gibt.
Die deutschen Eishockey-Profis möchten das Viertelfinale erreichen!
Gegen Frankreich sieht es aktuell gut aus: Nach 15 Minuten führt das DEB-Team 2:0. Leon Draisaitl brachte die Mannschaft bereits nach vier Minuten im Powerplay in Führung, Frederik Tiffels erhöhte nach elf Minuten.
Schwerer Rückschlag für das deutsche Curling-Team! Gegen das zuvor sieglose Tschechien verlor das Team mit 7:9 und dürfte damit den Traum vom Medaillengewinn wohl begraben.
Obwohl noch zwei Gruppenspiele gegen die Schweiz und China ausstehen, könnten selbst zwei Siege nicht mehr für den Einzug unter die Top Vier und somit ins Halbfinale reichen. Aktuell steht das Team um Skip Marc Muskatewitz bei drei Siegen und vier Niederlagen.
Die deutschen Kombinierer überzeugten auf der Großschanze nicht und haben somit so gut wie keine Medaillenchance mehr.
Nach schwachen Sprüngen nahmen sie zu hohe Rückstände mit auf die Loipe: Johannes Rydzek als 15. startete 1:23 Minuten hinter dem führenden Japaner Ryota Yamamoto, Julian Schmid als 16. (1:35 Minuten) und Vinzenz Geiger als 18. (1:43 Minuten) lagen weiter hinten.
Schon auf der Normalschanze hatte es für die erfolgsverwöhnten Deutschen um Gesamtweltcupsieger Geiger keine Medaille gegeben – letzte Möglichkeit ist das Team-Event am Donnerstag.
Das deutsche Biathlon-Team für die Damen-Staffel steht fest! Für den DSV werden Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer antreten. Überraschend ist die Besetzung auf der Schlussposition.
Da Preuß in den vergangenen Monaten mehrfach als Schlussläuferin Schwierigkeiten hatte – zuletzt in der Mixed-Staffel eine Strafrunde kassierte – wird die Gesamtweltcupsiegerin auf Position zwei starten. Überraschend ist, dass Vanessa Voigt als vierte Läuferin einspringt!
Die eigentliche Startläuferin überzeugt durch sehr sicheres Schießen, hat jedoch Schwierigkeiten, auf der Loipe mit den besten Läuferinnen mitzuhalten und ist daher keine klassische Schlussläuferin. Dennoch erhält sie vom DSV nun auf großer Bühne die Chance, sich zu beweisen. Tannheimer übernimmt dafür den Start, Hettich-Walz, die sich von Magen-Darm-Problemen erholt hat, läuft auf Position drei.
Auf eine Goldmedaille wartet Deutschland bereits seit fast einer Woche. Heute sieht es wieder vielversprechend aus: Zur Halbzeit im Zweierbob liegt Johannes Lochner mit 0,8 Sekunden Vorsprung vor seinem stärksten Verfolger, und mit Francesco Friedrich sowie Adam Ammour auf Platz zwei und drei sind drei Deutsche ganz vorne dabei. Der finale Lauf startet um 21:06 Uhr.
Weitere Medaillenchancen bestehen für Team Deutschland in der Nordischen Kombination, die nach rund einer Woche Pause mit dem Einzel von der Großschanze (10 Uhr) wieder beginnt, sowie in der Biathlon-Staffel der Männer, die um 14:30 Uhr startet.
Außerdem bestreiten die deutschen Eishockey-Herren ihr Qualifikationsspiel fürs Viertelfinale, Beginn um 12:10 Uhr.
Am zehnten Wettkampftag wurde es für Deutschland in gleich drei Sportarten dramatisch. Im Monobob der Frauen und im Eiskunstlauf-Paarlauf war Gold möglich, doch in beiden Disziplinen reichte es nicht zum Olympiasieg.
Schon zuvor zerplatzten die Medaillenträume der Skispringer im Teamwettbewerb. Andreas Wellinger und Philipp Raimund verpassten Bronze um 17 Zentimeter – und das nur, weil das Springen wegen Schneetreibens frühzeitig abgebrochen wurde. Mit 0,3 Punkten Rückstand belegten die Deutschen Rang vier und waren die großen Verlierer der Juryentscheidung.
Im Medaillenspiegel liegt Deutschland nach dem zehnten Wettkampftag auf Platz acht mit bisher vier Gold-, sieben Silber- und sechs Bronzemedaillen.
Das Traumfinale im Frauen-Eishockey steht fest: Am Donnerstagabend (19 Uhr) treffen die USA und Kanada im Endspiel der Olympischen Winterspiele aufeinander.
Die Kanadierinnen setzten sich im zweiten Halbfinale mit 2:1 gegen die Schweiz durch. Zuvor hatten die USA Schweden mit 5:0 besiegt.
Im Frauen-Eishockey wird noch der zweite Finalist zwischen Kanada und der Schweiz gesucht. Im dritten Drittel führt Kanada mit 2:1.
Im ersten Halbfinale hatten die USA Schweden klar mit 5:0 geschlagen. Das Finale findet am 19. Februar um 19:10 Uhr statt, das Spiel um Platz drei am selben Tag um 14:40 Uhr.
Ein weiteres Drama am Abend: Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase und Nikita Volodin verpasst durch Fehler in der Kür den Olympiasieg und sichert sich Bronze mit 219,09 Punkten.
In der Kür machte besonders Minerva Hase zwei entscheidende Patzer, wodurch wichtige Punkte verloren gingen. Nach einem exzellenten Kurzprogramm lagen sie in Führung, doch die Kür reichte nicht für den Titel.
Die Weltmeister und klaren Favoriten, die Japaner Riku Miura und Ryhichi Kihara, legten eine noch beeindruckendere Aufholjagd hin als Aljona Savchenko und Bruno Massot vor acht Jahren. Damals lagen die Deutschen nach dem Kurzprogramm auf Platz vier und wurden noch Olympiasieger, heute gingen die Japaner von Rang fünf in die Kür und erzielten sensationelle 231,24 Punkte.
Silber sicherten sich die Europameister aus Georgien, Anastasiia Metelkina und Luka Berulava, mit 221,75 Punkten. Dennoch ist die Bronzemedaille für Hase/Volodin ein großer Erfolg, zumal sie erst seit dreieinhalb Jahren zusammenlaufen.
Die Spannung im Paarlauf-Eiskunstlauf steigt: Die Kür läuft, und die Weltmeister und Favoriten aus Japan, Riku Miura und Ryhichi Kihara, zeigen eine herausragende Leistung.
Nach Fehlern im Kurzprogramm lagen sie nur auf Platz fünf. Doch heute Abend spielten sie fehlerfrei und erhielten für ihre Kür zu „Gladiator“ beeindruckende 158,13 Punkte, was zusammen mit dem Kurzprogramm eine Gesamtwertung von 231,24 Punkten ergibt. Das deutsche Paar Minerva Hase und Nikita Volodin, das nach dem Kurzprogramm führt, muss diese Punktzahl nun überbieten.
Mit dieser Kür-Punktzahl liegen die Japaner nur knapp unter dem Rekord von Aljona Savchenko und Bruno Massot bei den Spielen 2018 in Pyeongchang (159,31 Punkte), die damals nach dem Kurzprogramm Vierte waren und am Ende Gold holten.
Die Gesamtpunktzahl der Deutschen von damals lag bei 235,90 Punkten.
Hase/Volodin wärmen sich aktuell auf. Das deutsche Duo müsste seine persönliche Bestleistung in der Kür von 149,57 Punkten deutlich steigern, um Gold zu gewinnen. Im Kurzprogramm erzielten sie persönliche Bestleistung mit 80,01 Punkten.
Drama auf der Bobbahn! Laura Nolte verpasst im letzten Lauf des Monobob-Wettbewerbs den Olympiasieg.
Nach drei Führungsdurchgängen verlor die Athletin aus Unna im entscheidenden letzten Lauf den Vorsprung und kam mit nur 0,04 Sekunden Rückstand auf die neue Olympiasiegerin Elana Meyers-Taylor als Zweite ins Ziel. Damit gewann Deutschland Silber statt Gold.
Trotzdem ist das ein großer Erfolg für die 27-Jährige, die in Dortmund lebt. Sie hatte gute Chancen, die erste deutsche Monobob-Olympiasiegerin zu werden.
Den dritten Platz belegte die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries. Lisa Buckwitz wurde diesmal Vierte, Kim Kalicki kam auf Rang elf.
Die Hoffnungen auf Gold ruhen jetzt auf Nolte im Zweierbob, wo sie mit Anschieberin Deborah Levi Titelverteidigerin ist. Beide hatten 2022 in Peking Gold geholt.
Die Entscheidung im Monobob steht kurz bevor. Die in Führung liegende Laura Nolte wird bald zum vierten und letzten Lauf starten und peilt Gold an.
Die Paarlauf-Entscheidung im Eiskunstlauf ist in vollem Gange, das erste deutsche Paar war bereits auf dem Eis.
Annika Hocke und Robert Kunkel aus Berlin, die im Kurzprogramm benachteiligt wurden und auf Platz elf landeten, zeigten eine starke Kür zu „I'd Do Anything for Love“ von Meatloaf und erhielten 126,59 Punkte. Damit verbessern sie sich mindestens um einen Rang.
Alle Augen richten sich nun auf die führenden Deutschen Minerva Hase und Nikita Volodin, die um 22:45 Uhr als Letzte ihre Kür in Mailand zeigen werden.
Wegen der Bedingungen sind keine weiteren Sprünge möglich, weshalb die Jury das Springen abbrach.
Der letzte Durchgang wird nicht gewertet, da nur drei Springer starten konnten. Der schwierige Sprung des Polen Kacper Tomasiak zeigte deutlich, dass unter diesen Umständen eine Fortsetzung keinen Sinn macht.
Bitter für Deutschland: Die Wertung nach dem zweiten Durchgang bedeutet das Verpassen der Bronzemedaille um 0,3 Punkte. Trotz der traurigen Entscheidung ist sie angesichts der ungeregelten Bedingungen fair.
Das starke Schneetreiben und der Wind verursachen Verzögerungen bei den letzten Springern.
Domen Prevc darf als Erster springen, Philipp Raimund landete bei 136 Metern mit Telemark und bringt Deutschland vor Slowenien.
Der Wettbewerb musste erneut unterbrochen werden, da die Sicht schlecht ist.
Der letzte Durchgang begann mit Andreas Wellinger, der bei 130 Metern landete.
Ren Nikaido sprang 138,5 Meter und katapultierte Japan vor Deutschland, zehn Punkte fehlen zum drittplatzierten Norwegen.
Im zweiten Durchgang sprang Andreas Wellinger unter erschwerten Bedingungen 123,5 Meter, Philipp Raimund wiederholte seine Weite mit 137,5 Metern.
Deutschland bleibt vor dem letzten Durchgang auf dem vierten Rang, nur 0,3 Punkte hinter Norwegen. Slowenien und Japan sind ebenfalls noch im Rennen, sodass ein spannender Kampf um Bronze bevorsteht.
Österreich scheint mit 568,7 Punkten und rund zehn Punkten Vorsprung auf Goldkurs zu sein.
Philipp Raimund hält mit seinen Sprüngen auf 137 Metern die deutsche Skisprungmannschaft in Medaillennähe. Andreas Wellinger erreichte 127,5 Meter.
Nach dem ersten von drei Durchgängen liegt Deutschland auf Platz vier, knapp einen Punkt hinter Polen.
Im Monobob der Damen wird es eine spannende Entscheidung im vierten Lauf geben: Laura Nolte führte vor dem finalen Tag und setzte mit 59,15 Sekunden einen neuen Bahnrekord.
Dieser wurde jedoch von der US-Amerikanerin Elana Meyers-Taylor mit 59,08 Sekunden unterboten.
Damit schrumpfte Noltes Vorsprung von 0,22 auf 0,15 Sekunden, und auch die Drittplatzierte Kaillie Armbruster Humphries rückte mit 0,24 Sekunden Abstand heran.
Der finale vierte Lauf beginnt um 21 Uhr und verspricht eine denkbar knappe Entscheidung um Gold im Cortina-Eiskanal. Lisa Buckwitz verbesserte sich deutlich und liegt vor dem letzten Lauf auf Platz vier, hat aber 0,64 Sekunden Rückstand auf Bronze.
Kim Kalicki liegt abgeschlagen auf Rang 18 und hat mit 3,47 Sekunden Rückstand keine Medaillenchance mehr.
Ist der Tag damit schon vorbei? Nein! Ab 19 Uhr steht das Teamskispringen der Männer mit zwei Durchgängen an.
Zudem werden Medaillenentscheidungen im Monobob der Frauen, Ski-Freestyle und im Paarlauf-Eiskunstlauf erwartet. Das deutsche Duo Minerva Hase und Nikita Volodin führt nach dem Kurzprogramm und hat beste Aussichten auf Gold.
Alle Wettkämpfe und Entscheidungen sind in unserer Übersicht zusammengefasst.
Wer hätte das gedacht? Die deutschen Curling-Herren dürfen wieder vom Halbfinaleinzug träumen. Mit einem 7:3-Erfolg gegen den Titelverteidiger Schweden im Round Robin sind sie zurück im Rennen um einen der ersten vier Plätze, die zum Halbfinale berechtigen.
Das Team steht nun bei drei Siegen und drei Niederlagen. Am Dienstag stehen zwei Spiele gegen Tschechien (9:05 Uhr) und die Schweiz (19:05 Uhr) an.
Unglaubliche Szenen im Slalom: Atle Lie McGrath hatte vor dem zweiten Lauf mit 0,59 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Loic Meillard die beste Ausgangsposition, doch bei einem scheinbar einfachen Tor verlor der Norweger den Schwung und schied aus – knapp am Olympiasieg vorbeigeschrammt.
Sein Frust war enorm: Er warf seine Skistöcke weg, schnallte die Ski ab und lief quer über die Piste Richtung Wald. Weil ihn ein Fangzaun stoppte, legte er sich schließlich in den Schnee und blieb dort lange liegen.
Für Meillard komplettierte sich der Medaillensatz mit Gold im Slalom nach bereits Bronze im Riesenslalom und Silber in der Team-Kombination. Das Podium vervollständigten der Österreicher Fabio Gstrein und der Norweger Henrik Kristoffersen. Linus Straßer wurde Neunter.
Einen Tag vor der Biathlon-Männerstaffel gab der DSV sein Aufgebot bekannt – Überraschungen wie bei der WM im Vorjahr gab es keine.
Justus Strelow wird die Staffel eröffnen, gefolgt von David Zobel und Philipp Nawrath. Schlussläufer Philipp Horn soll das Quartett möglichst auf einem Medaillenplatz ins Ziel bringen. Die Staffel bietet die beste Chance für die deutschen Männer, eine weitere Medaille zu gewinnen, nachdem bereits Bronze in der Mixed-Staffel errungen wurde.
Die Niederländerin Xandra Velzeboer sicherte sich im Shorttrack-Finale über 1000 Meter die Goldmedaille vor der Kanadierin Courtney Sarault und der Bronzemedaillengewinnerin Gilli Kim.
Überraschung bei den deutschen Skispringern: Neben Philipp Raimund wird Andreas Wellinger im Super-Team starten.
Vor den Spielen galten eigentlich Raimund und Felix Hoffmann als die Kandidaten für das Teamwettbewerb und als Medaillenhoffnung. Hoffmann zeigte in Predazzo Schwächen, sodass Wellinger nun an seiner Stelle neben dem frischgebackenen Olympiasieger springt. Der 30-Jährige hatte eine schwierige Saison, war auf der Großschanze aber besser als Hoffmann.
Bei diesen Winterspielen wird erstmals nicht der klassische Teamwettbewerb mit vier Springern ausgetragen, sondern ein kürzeres Super-Team mit nur zwei Athleten, die je drei Sprünge absolvieren. So sollen mehr Nationen die Chance auf Medaillen erhalten.
Die deutsche Dominanz im Bobsport hält an! Gesamtweltcupsieger Johannes Lochner führt das Feld mit großem Vorsprung vor seinen Landsmännern Francesco Friedrich und Adam Ammour an.
Der Berchtesgadener kann fast schon mit Gold kalkulieren: Nach zwei Läufen hat er einen Vorsprung von 0,8 Sekunden auf Friedrich, im Bobsport eine Welt. Ammour verlor durch Fahrfehler Zeit, konnte aber noch auf Platz drei vorrücken, mit 0,44 Sekunden Vorsprung vor Bronze.
Die schwere Verletzung von Kevin Fiala überschattete die Niederlage der Schweiz gegen Kanada im olympischen Eishockey. Die Schweizer Polizei sprach zunächst von einer Unterschenkelverletzung, doch Fialas Klub, die Los Angeles Kings, gab nun eine genauere Diagnose bekannt.
Demnach erlitt der 29-Jährige mehrere Brüche im linken Unterschenkel, die bereits operiert wurden. Er erhole sich gut und werde bald mit Reha und Genesung beginnen. „Kevin fällt für den Rest der NHL-Saison 2025/26 aus“, teilten die Kings mit. Nach Saisonende erfolgt eine weitere Untersuchung.
Für eine Medaille dürfte es damit nur noch ein Wunder geben: Linus Straßer liegt nach dem ersten Slalom-Durchgang weit zurück.
Der WM-Dritte vom Vorjahr fehlten am Ziel 2,35 Sekunden auf den Spitzenreiter Atle Lie McGrath, was Rang elf entspricht. Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen schied ebenso aus wie zehn weitere der ersten 30 Starter.
Gesamtweltcupsieger Johannes Lochner dominierte den ersten Lauf im Zweierbob. Mit Anschieber Georg Fleischhauer lag er 0,44 Sekunden vor dem Überraschungszweiten, der nicht Francesco Friedrich heißt.
Stattdessen verdrängte der dritte deutsche Pilot Adam Ammour den Serien-Olympiasieger auf Platz drei, Friedrich folgte mit 0,04 Sekunden Rückstand.
Nach dem doppelten Bronze-Erfolg im Skeleton gab Christopher Grotheer seinen Rücktritt bekannt.
„Das war mein letztes Rennen. Es fällt mir noch schwer, das zu sagen, aber es ist das Karriereende“, sagte der 33-Jährige nach dem Mixed-Wettkampf im ARD-Interview.
Grotheer gewann 2022 Olympia-Gold in Peking und den Gesamtweltcup in der Folgesaison. Trotz vieler Verletzungen war die Saison herausfordernd, weshalb die beiden Bronzemedaillen im Einzel und im Team umso wertvoller sind.
Nach dem Sonntag mit teilweise enttäuschenden Ergebnissen für Deutschland im Skeleton bieten sich am Montag zahlreiche neue Chancen für die schwarz-rot-goldenen Athleten.
Heute wird die erste Medaille im Bob vergeben: Im Monobob der Damen führt Laura Nolte zur Halbzeit und darf auf Gold hoffen (4. Lauf: 21:06 Uhr). Linus Straßer startet früh am Tag im Ski-Alpin-Slalom (10 und 13:30 Uhr). Abends haben die Skispringer im Super-Team (19 Uhr) ihre letzte Möglichkeit auf Edelmetall.
Das ganz große Highlight kommt erst spät: Minerva Hase und Nikita Volodin kämpfen im Paarlauf (ab 20 Uhr) um Gold – nach dem Kurzprogramm führen sie deutlich und können mit der Kür den großen Coup landen.
Damit verabschieden wir uns vom neunten Wettkampftag, der aus deutscher Sicht einige Enttäuschungen, aber auch zwei Medaillen im Skeleton brachte.
Im Medaillenspiegel könnt Ihr Euch einen Überblick verschaffen, wie sich die Athleten in Schwarz-Rot-Gold international behaupten.
Das Spiel ist beendet: Deutschland verliert das letzte Vorrundenspiel mit 1:5 gegen die USA.
Trotz der klaren Niederlage zieht das DEB-Team als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein und trifft nun auf Frankreich.
Endlich gelang der deutsche Ehrentreffer: Tim Stützle erzielte in der 52. Minute das 1:5.
Spannung dürfte dennoch fehlen, doch der NHL-Star stärkt die Moral.
Es wird deutlich: Auston Matthews traf in der 47. Minute zum 5:0 für die USA.
Das deutsche Team geriet dadurch deutlich unter Druck.
4:0 für die USA! Tage Thompson sorgte in der 42. Minute für klare Verhältnisse.
Damit sind alle Comeback-Hoffnungen früh im letzten Viertel dahin. Für die direkte Viertelfinal-Qualifikation hätte ein Sieg gegen die USA gebraucht. Nach der überraschenden Niederlage Lettlands gegen Dänemark ist der zweite Platz aber gesichert, sodass es in der Zwischenrunde gegen Frankreich geht.
Minerva Hase und Nikita Volodin führen nach dem Kurzprogramm und haben beste Chancen auf das Podest!
Mit 80,01 Punkten und rund fünf Zählern Vorsprung auf das zweitplatzierte Paar aus Georgien überzeugten sie fehlerfrei. Die Mitfavoriten aus Japan, Riku Miura und Ryuichi Kihara, hatten zuvor gepatzt. Auch Annika Hocke und Robert Kunkel qualifizierten sich als Elfte für die Entscheidung.
Mit drei Toren Rückstand ging die Mannschaft von Harry Kreis in die letzte Pause.
Es deutet auf eine Niederlage hin, doch das Weiterkommen ist nach der Pleite der Letten nicht mehr gefährdet. Die Playoff-Runde kann das DEB-Team daher nicht umgehen – es würde gegen Frankreich antreten.
Im zweiten Drittel erhöhten die USA das Tempo und ließen dem deutschen Team kaum Raum. In der 38. Minute erzielte Brock Faber das 3:0 für die Favoriten.
Will Deutschland noch etwas erreichen, braucht es im letzten Drittel eine deutliche Leistungssteigerung.
Der Favorit nutzt seine Chance: Kurz nach einer Strafe gegen Wissmann traf Auston Matthews im Powerplay zum 2:0 (25.).
8,7 Sekunden vor Ende des ersten Drittels gingen die USA gegen Deutschland mit 1:0 in Führung (20.).
Zach Werenski erzielte den Treffer nach Vorlage von Auston Matthews. Bis dahin hielt das DEB-Team stark mit und bot dem Favoriten viel Gegenwehr.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht kurz vor einer Mammutaufgabe: Im dritten Spiel der Gruppe C wartet um 21:10 Uhr der Spitzenreiter USA.
Für Deutschland geht es nach der überraschenden Niederlage gegen Lettland vor allem um die Platzierung – das Weiterkommen ist bereits sicher. Als Gruppensieger oder bester Zweiter würde man die Zwischenrunde umgehen.
Die Halbzeitführende Eirin Maria Kvandal (282,7 Punkte) verpasste knapp Gold, was bei der Großschanze für Tränen sorgte. Der Spitzenplatz ging an die Norwegerin Anna Odine Stroem (284,8 Punkte), die nach dem Sieg auf der Normalschanze erneut triumphierte. Dennoch feierten sich die Skandinavierinnen herzlich, auch die Schwedin Frida Westman als Vierte. Nika Prevc sicherte sich noch Bronze mit 271,5 Punkten.
Überraschend wurde Agnes Reisch als beste Deutsche Zehnte, Selina Freitag belegte Rang 17, Juliane Seyfahrt landete auf Platz 23. Für den DSV ist das ein enttäuschendes Ergebnis, da die deutschen Skispringerinnen erstmals ohne Medaille von Olympischen Winterspielen zurückkehren.
Vor dem finalen Durchgang der Skispringerinnen auf der Großschanze war Juliane Seyfarth auf Rang neun beste Deutsche, doch die Chance auf Edelmetall schien gering.
Vier Norwegerinnen, angeführt von Eirin Maria Kvandal, führten das Feld an. Nika Prevc als Fünfte dürfte es ebenfalls schwer haben, aufs Podest zu springen. Einige Athletinnen profitierten am Ende von Rückenwind, was die Bedingungen verzerrte.
Besonders bitter: Katharina Schmid erwischte besonders starken Rückenwind und schied bei ihrem letzten Olympia-Einsatz bereits zur Halbzeit aus.
Der Brite Matt Weston verteidigte nach dem Einzel-Olympiasieg erneut seine Klasse und gewann mit Tabitha Stoecker Gold im Mixed-Team vor Kreher/Jungk aus Dresden.
Das Dresdner Duo Axel Jung und Susanne Kreher holte mit 0,17 Sekunden Rückstand Silber, während Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer mit einem Hundertstel mehr Bronze gewannen.
Pfeifer/Grotheer verpassten Silber nur um eine Hundertstelsekunde, Kreher/Jungk bleiben vorne.
Wo landen nun die Briten Stoecker/Weston?
Das Dresdner Duo setzte sich an die Spitze, Kreher/Jungk übernahmen die Führung!
Mit 0,12 Sekunden Vorsprung zogen die Dresdner am britischen Team vorbei. Zwei weitere Teams folgten. Nun starteten Pfeifer und Grotheer.
Die Briten Marcus Wyatt und Freya Tarbit setzten sich mit den übrigen drei Teams an die Spitze, jetzt kamen Kreher/Jungk.
Die Briten haben damit eine Medaille sicher, da auch die Goldfavoriten Weston/Stoecker noch starten.
Erstmals bei Olympischen Winterspielen wird die Skeleton-Entscheidung im Mixed-Team ausgetragen!
Deutschland setzt mit den Duos Susanne Kreher/Axel Jungk und Jacqueline Pfeifer/Christopher Grotheer auf Medaillenchancen. Nach zweimal Silber und Bronze könnte es zum Finale gar Gold geben.
Wie schon über 1000 Meter gingen auch über 500 Meter die begehrten Medaillen an die Niederlande: Femke Kok fuhr mit Olympia-Rekord an Jutta Leerdam vorbei zu Gold.
Bronze ging erneut an Miho Takagi aus Japan. Sophie Warmuth aus Erfurt belegte einen guten achten Platz.
Schade: Die deutsche Eisschnellläuferin Sophie Warmuth musste sich nach einem starken Kampf über 500 Meter der niederländischen Topfavoritin Jutta Leerdam geschlagen geben.
Die Goldmedaillengewinnerin über 1000 Meter lag zwischenzeitlich auf Platz eins, Warmuth erreichte vorerst Rang sechs.
Große Enttäuschung für Franziska Preuß, Deutschlands Biathlon-Star: Bei den Olympischen Spielen wartet sie weiterhin auf eine Einzelmedaille. Nach einem starken Start in der Verfolgung lief es nicht rund, und die 31-Jährige vergoss bittere Tränen im Ziel.
„Ich bin einfach enttäuscht, dass ich es nicht durchgezogen habe. Ich fühlte mich heute echt gut auf der Strecke. Dass das letzte Schießen dann so schlecht lief, tut richtig weh“, sagte die Gesamtweltcupsiegerin im ZDF-Interview. „Ich war beim letzten Schießen total angespannt, habe gehört, dass Lou (Jeanmonnot, Anm. d. Red.) neben mir einen Fehler machte. Dann wurde es bei mir unruhig in den Beinen. Danach ging gar nichts mehr, und ich verlor den Fokus. Es ist frustrierend, dass 30 Sekunden eines guten Rennens alles zunichte machen.“
Preuß steht sinnbildlich für das deutsche Biathlon-Team bei Olympischen Spielen: Nach dem vielversprechenden Beginn mit Bronze in der Mixed-Staffel folgten keine weiteren Medaillen – der schwächste Biathlon-Start der deutschen Geschichte. Vier weitere Chancen in Staffel und Massenstart bleiben.
Die deutsche Snowboarderin Annika Morgan aus Garmisch-Partenkirchen qualifizierte sich im Livigno Snow Park mit Platz acht in den Vorausscheidungen für das Slopestyle-Finale am Dienstag.
Zuvor war ihr der Einzug im Big-Air-Wettbewerb knapp verwehrt geblieben. Nun hat sie eine Medaillenchance – die erste für eine deutsche Snowboarderin in Italien.
Leider unterliefen Preuß beim letzten Schießen gleich zwei Fehler, was am Ende nicht für das Podium reichte. Sie belegte Rang sechs.
Lisa Vittozzi nutzte Fehler der bis dahin führenden Suvi Minkkinen vor der letzten Runde, übernahm die Spitze und sicherte sich Gold. Maren Kirkeeide aus Norwegen gewann Silber, Minkkinen fiel auf Bronze zurück.
Vanessa Voigt wurde 19., Julia Tannheimer belegte Rang 34, Selina Grotian kam auf Platz 41.
Franziska Preuß zeigte sich zu Beginn der Verfolgung fehlerfrei und kämpfte mit Jeanmonnot und Minkkinen um Bronze.
Die Norwegerin Maren Kirkeeide führt vor der Italienerin Lisa Vittozzi, beide haben deutlichen Vorsprung auf das Feld und machen die Goldmedaille unter sich aus.
Die britischen Athleten Huw Nightingale und Charlotte Bankes holten im spannenden Mixed-Team-Finale im Snowboard-Cross Gold vor Italien und Frankreich.
Das deutsche Duo Leon Ulbricht und Jana Fischer schied im Halbfinale aus und wurde im kleinen Finale Siebter. Die deutschen Snowboarder warten weiter auf eine olympische Medaille.
Schade! Lena Dürr verlor im zweiten Durchgang einiges an Zeit und fiel auf Rang neun zurück.
Besser machte es Federica Brignone: Die Italienerin fuhr souverän zu ihrer zweiten Goldmedaille. Silber teilten sich Sara Hector aus Schweden und die Norwegerin Thea Louise Stjernesund mit gleicher Zeit. Bronze ging an die Italienerin Lara Della Mea. Emma Aicher wurde am Ende 19.
Abfahrts-Silbermedaillengewinnerin Emma Aicher absolvierte den zweiten Riesenslalom-Durchgang und lag vorerst auf Platz drei, dürfte aber keine Medaillenchance mehr haben.
Der Fokus liegt nun auf Lena Dürr.
Besser spät als nie: Zwölf Jahre nach den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi erhielten die deutschen Biathleten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp endlich ihre Goldmedaille!
Bei einer feierlichen Zeremonie in der ausverkauften Arena von Antholz überreichte das deutsche IOC-Mitglied Michael Mronz das Edelmetall. Der Sieg wurde Deutschland nachträglich zugesprochen, da Russland aufgrund von Doping disqualifiziert wurde. Der Prozess zog sich über mehrere Jahre hin.
Der zweite und letzte Durchgang im Riesenslalom begann vor wenigen Minuten.
Die deutsche Skirennläuferin Lena Dürr belegt derzeit den zweiten Platz und hat überraschend Medaillenchancen. Ob die 34-Jährige es aufs Podium schafft, bleibt spannend. Die Daumen sind gedrückt.
Das Slopestyle-Finale findet ohne deutsche Beteiligung statt: Noah Vicktor stürzte im zweiten Qualifikationslauf und belegte nur Platz 23.
Damit verpasste der 24-jährige Snowboarder aus Bad Reichenhall wie schon im Big-Air-Wettbewerb die Medaillenchance, da nur die besten zwölf ins Finale kommen.
Norwegen dominiert weiterhin den Medaillenspiegel und gewann Gold in der Männer-Staffel über 4x7,5 Kilometer im Langlauf. Silber ging an Frankreich, Bronze an Italien. Die deutsche Staffel wurde Achter.
Der Sieg war keine Überraschung, doch es ist die neunte Goldmedaille für Superstar Johannes Hoesflot Klaebo, der sich mit 29 Jahren zum erfolgreichsten Athleten der Winterspiele krönt – ein historischer Moment! Er überholte so gleich drei Norweger mit jeweils acht Goldmedaillen: Langläuferin Marit Bjørgen, Bjørn Dæhlie und Biathlet Ole Einar Bjørndalen.
Beim Ski-Freestyle auf der Parallel-Buckelpiste sicherte sich der Kanadier Mikael Kingsbury Gold vor Ikuma Horishima aus Japan.
Bronze gewann Matt Graham aus Australien im Duell mit dem Japaner Takuya Shimakawa.
Die deutschen Curling-Männer kassierten eine 4:9-Niederlage gegen Großbritannien und stehen damit mit dem Halbfinaleinzug auf der Kippe.
Es war bereits die dritte Niederlage im fünften Spiel. Gegen die verbleibenden Gegner – Peking-Olympiasieger Schweden am Dienstag sowie Tschechien, Schweiz und China – darf sich das Team keinen Ausrutscher mehr leisten.
Martin Ponsiluoma gewann Gold in der Verfolgung über 12,5 Kilometer!
Skandal-Biathlet Sturla Holm Lægreid, der nach seinem Bronze-Gewinn im Einzel einen Seitensprung gestand, wurde Zweiter. Der Franzose Emilien Jacquelin, der lange führte, ließ beim letzten Schießen zwei Scheiben stehen und wurde so noch von Lægreid überholt. Die beiden hatten sich im Vorfeld verbale Duelle geliefert.
Bester Deutscher wurde Philipp Horn als Elfter, Philipp Nawrath belegte Rang 25, Justus Strelow wurde 30., David Zobel 34.
Der Riesenslalom zählt nicht zu den Paradedisziplinen der deutschen Skirennläuferinnen, doch Lena Dürr hat nach dem ersten Lauf überraschend Medaillenchancen!
Die 34-jährige Münchnerin liegt vor dem Finale auf Platz zwei, hinter Super-G-Olympiasiegerin Federica Brignone (+0,34) und mit 0,12 Sekunden Vorsprung vor Sofia Goggia.
„Es hat so viel Spaß gemacht! Man steht oben, die Sonne scheint – alles passt. Dass es dann so klappt, war einfach ein Genuss“, sagte die Bayerin im ZDF.
Philipp Raimund und Andreas Wellinger vertreten die deutschen Skispringer im Super-Team am Montag (19 Uhr und 20:20 Uhr, ZDF und Eurosport) auf der Großschanze.
Raimund gewann zum Olympiaauftakt Gold von der Normalschanze und landete am Samstag von der Großschanze auf Rang neun. Wellinger, Olympiasieger von 2018, wurde Fünfzehnter.
Der Super-Team-Wettbewerb wird erstmals bei Winterspielen ausgetragen. Statt vier Athleten pro Mannschaft treten nur zwei pro Nation an.
Auf einem Parkplatz bei den Olympischen Winterspielen in Italien wurde eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.
Der Sprengkörper wurde nahe des Veranstaltungsorts der Skisprung-Wettbewerbe in Predazzo gefunden. Experten entschärften die Granate inzwischen. Laut Polizei bestand keine Gefahr.
„Man konzentriert sich so lange, dann ist es plötzlich so schnell vorbei – das tut extrem weh“, sagte der 28-Jährige. Als Zehnter des ersten Durchgangs hatte sich Gratz eine gute Ausgangsposition erarbeitet: Nur 0,71 Sekunden fehlten auf Bronze.
Ein Fahrfehler im zweiten Lauf zerstörte allerdings seinen Traum von einer Olympia-Medaille. „Vielleicht bin ich zu direkt angegangen“, resümierte er. Ob er am Montag beim Slalom (10 und 13:30 Uhr, ZDF und Eurosport) starten wird, stand noch offen.
Rebecca Passler (24) wurde im Januar positiv auf Letrozol getestet – ein Mittel, das den Östrogenspiegel senken kann. Die Biathletin wurde aus dem italienischen Kader gestrichen und durfte nicht bei Olympia starten. Doch dann kam die Wende, und nun könnte Passler doch noch eine Medaille gewinnen.
Am Montag soll die 24-Jährige erstmals bei den Olympischen Spielen offiziell trainieren. „Wir freuen uns riesig, sie wieder bei uns zu haben“, sagte Teamkollegin Dorothea Wierer (35).
Ob Passler am Mittwoch (14:45 Uhr) in der Frauenstaffel antreten darf, ist noch unklar. Eine Entscheidung soll bis Dienstag fallen.