Olympia 2026 im Liveticker: Große Überraschung bei der Damen-Staffel des deutschen Biathlon-Teams
Mailand/Cortina (Italien) – Wer sichert sich Gold, Silber und Bronze? Die 25. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina sind in vollem Gange!
Am zehnten Wettkampftag erkämpfte sich das deutsche Team erneut Silber: Laura Nolte sicherte sich diese im Monobob, das deutsche Eiskunstlauf-Duo Minerva Hase/Nikita Volodin gewann Bronze. Seit Donnerstag wartet die deutsche Mannschaft allerdings auf den nächsten Olympiasieg.
In unserem umfassenden Liveticker informieren wir Euch über alle Medaillengewinner, Highlights sowie interessante Hintergrundgeschichten rund um die Spiele.
Das Aufgebot für die Damen-Staffel im Biathlon steht fest! Für den Deutschen Skiverband treten Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer an. Auf der Schlussposition gibt es jedoch eine überraschende Änderung.
Da Preuß in den letzten Monaten immer wieder Probleme als Schlusssportlerin hatte – zuletzt schoss sie in der Mixed-Staffel bei Olympia eine Strafminute – wird die Gesamtweltcupsiegerin nun auf der zweiten Position eingesetzt. Für die Schlussrunde springt überraschenderweise Vanessa Voigt ein!
Die bisherige Startläuferin besticht vor allem durch ihr sehr sicheres Schießen, hat aber Schwierigkeiten, im Laufen mit den Besten mitzuhalten – daher gilt sie normalerweise nicht als klassische Schlussläuferin. Dennoch bekommt sie vom DSV nun die Chance, sich auf der größten Bühne zu beweisen. Für sie rückt Julia Tannheimer als Startläuferin ins Team, und die nach Magen-Darm-Problemen wieder genesene Janina Hettich-Walz übernimmt die dritte Position.
Deutschland wartet seit fast einer Woche auf Gold, doch heute könnte sich das ändern: Zur Halbzeit führt Johannes Lochner im Zweierbob mit 0,8 Sekunden Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger. Auch auf den Plätzen zwei und drei liegen mit Francesco Friedrich und Adam Ammour zwei Deutsche. Der abschließende Lauf beginnt um 21:06 Uhr.
Weitere Medaillenchancen bestehen für das deutsche Team in der Nordischen Kombination, die nach knapp einer Woche Wettkampfpause mit dem Einzelwettbewerb von der Großschanze (Start 10 Uhr) wieder beginnt. Die Männer-Biathlon-Staffel startet um 14:30 Uhr.
Darüber hinaus bestreiten die deutschen Eishockey-Herren ihr Qualifikationsspiel um den Einzug ins Viertelfinale. Bully ist um 12:10 Uhr.
Am zehnten Wettkampftag wurde es für Deutschland in gleich drei Sportarten dramatisch. Im Monobob der Frauen sowie bei den Paarläufern im Eiskunstlauf schien Gold möglich, doch in beiden Fällen reichte es nicht zum Olympiasieg.
Bereits zuvor zerplatzten die Medaillenträume der deutschen Skispringer im Teamspringen. Andreas Wellinger und Philipp Raimund verpassten Bronze um lediglich 17 Zentimeter – und das nur, weil der Wettbewerb wegen starkem Schneefall abgebrochen werden musste. Mit einem Rückstand von 0,3 Punkten belegten die Deutschen somit Platz vier und waren die großen Verlierer dieser Jury-Entscheidung.
Im Medaillenspiegel steht Deutschland nach dem zehnten Wettkampftag auf Rang acht mit bisher vier Gold-, sieben Silber- und sechs Bronzemedaillen.
Das Traumfinale im Damen-Eishockey steht fest: Am Donnerstagabend (19 Uhr) treffen in der Endrunde der Olympischen Winterspiele die USA auf Kanada.
Kanada setzte sich im zweiten Halbfinale des Tages mit 2:1 gegen die Schweiz durch. Zuvor hatten die USA Schweden klar mit 5:0 bezwungen.
Im Frauen-Eishockey wird im Spiel zwischen Kanada und der Schweiz noch der zweite Finalist gesucht. Zurzeit steht es im dritten Drittel 2:1 für Kanada.
Das erste Halbfinale gewann die USA deutlich mit 5:0 gegen Schweden. Das Finale findet am 19. Februar um 19:10 Uhr statt, das Spiel um Platz drei am gleichen Tag um 14:40 Uhr.
Ein weiteres Drama am Abend: Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase und Nikita Volodin verpasst in der Kür den Olympiasieg und sichert sich Bronze mit einer Gesamtpunktzahl von 219,09 Punkten.
In der Kür geschehen Minerva Hase zwei entscheidende Fehler, die wertvolle Punkte kosten. Nach einem großartigen Kurzprogramm hatten sie die Führung inne, doch in der Kür reichte es nicht für den Titel.
Demgegenüber vollbringen die Weltmeister und haushohen Favoriten, die Japaner Riku Miura und Ryhichi Kihara, eine noch beeindruckendere Aufholjagd als vor acht Jahren Aljona Savchenko und Bruno Massot: Diese lagen damals nach dem Kurzprogramm auf Platz vier und wurden dennoch Olympiasieger, während die Japaner heute vom fünften Rang ins Finale gingen und mit 231,24 Punkten sensationell gewannen.
Die Silbermedaille sicherten sich die Europameister aus Georgien, Anastasiia Metelkina und Luka Berulava, mit 221,75 Punkten. Trotz Bronze ist die Leistung von Hase und Volodin bemerkenswert, da sie erst seit dreieinhalb Jahren gemeinsam laufen.
Die Spannung im Eiskunstlauf steigt: Das entscheidende Paarlauf-Finale ist in vollem Gange, und die japanischen Favoriten Miura und Kihara zeigen eine makellose Kür.
Nach einem Fehlstart im Kurzprogramm lagen sie nur auf Rang fünf, doch heute Abend gab es keine Fehler mehr. Ihre Kür zum „Gladiator“-Soundtrack erzielte eine phänomenale Wertung von 158,13 Punkten, was insgesamt 231,24 Punkte ergibt. Das deutsche Duo Hase und Volodin, das nach dem Kurzprogramm führt, muss dieses Ergebnis übertreffen.
Mit dieser Kür-Wertung liegen die Japaner knapp unter dem Wert von 159,31 Punkten, den Savchenko und Massot 2018 erzielten, als sie vom vierten Platz aus noch Gold holten. Damals erreichte das deutsche Duo eine Gesamtwertung von 235,90 Punkten.
Hase und Volodin wärmen sich jetzt auf. Um Olympiasieger zu werden, müssten sie ihre persönliche Bestleistung von 149,57 Punkten in der Kür überbieten – das wäre jedoch nicht ausreichend. Im Kurzprogramm erzielten die beiden bereits mit 80,01 Punkten die beste persönliche Wertung.
Drama im Eiskanal! Laura Nolte verliert im letzten Lauf des Monobob-Rennens den Olympiasieg.
Nach drei Läufen führte die Athletin aus Unna, doch im finalen Durchgang versagten ihr die Nerven. Sie verlor ihren Vorsprung und kam als letzte Starterin mit einem Rückstand von 0,04 Sekunden auf die neue Olympiasiegerin Elana Meyers-Taylor ins Ziel. Statt Gold gab es somit Silber für Deutschland.
Trotzdem ist dies für die 27-Jährige aus Dortmund ein großartiger Erfolg. Allerdings hatte sie gute Chancen, als erste deutsche Monobob-Siegerin Geschichte zu schreiben.
Dritte wurde die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries. Bei den Spielen in Peking war Nolte noch knapp am Podest vorbeigeschrammt und belegte Rang vier. Diesen Platz nahm diesmal Lisa Buckwitz ein. Die dritte deutsche Starterin Kim Kalicki kam auf Rang elf ins Ziel.
Die Hoffnungen auf Gold ruhen nun auf Nolte im Zweierbob, bei dem sie als Titelverteidigerin zusammen mit Anschieberin Deborah Levi antritt.
Die Entscheidung im Monobob steht kurz bevor. Gleich wird die Führende Laura Nolte in den vierten und letzten Lauf starten und um Gold kämpfen.
Das Paarlauf-Finale im Eiskunstlauf läuft, und das erste deutsche Duo war bereits auf dem Eis.
Annika Hocke und Robert Kunkel aus Berlin zeigten eine starke Kür zu „I'd Do Anything for Love“ von Meat Loaf und wurden mit 126,59 Punkten belohnt, was ihnen voraussichtlich eine Verbesserung ihrer elften Position aus dem Kurzprogramm bringt.
Die Aufmerksamkeit gilt nun den führenden Deutschen Minerva Hase und Nikita Volodin, die als letzte um 22:45 Uhr ihre Kür in Mailand präsentieren dürfen.
Wegen der schlechten Bedingungen sind keine weiteren Sprünge möglich, deshalb entschied die Jury auf Abbruch!
Der letzte Durchgang wurde nicht gewertet, da nur drei Springer starten konnten. Der schwierige Sprung des Polen Kacper Tomasiak zeigte deutlich, dass unter diesen Umständen kein fairer Wettbewerb möglich war.
Für Deutschland ist es bitter, dass die Wertung nach dem zweiten Durchgang zählt und Bronze um nur 0,3 Punkte verpasst wurde. So schmerzhaft die Entscheidung ist, sie ist wegen der unregelmäßigen Bedingungen richtig.
Heftiger Schneefall und starker Wind sorgen für Verzögerungen bei den letzten Springern.
Domen Prevc, der Überflieger, durfte als Erster springen, gefolgt von Philipp Raimund, der mit einem Telemark bei 136 Metern landete. Damit liegt Deutschland sicher vor Slowenien.
Die Sichtverhältnisse verschlechterten sich erneut, sodass der Wettbewerb unterbrochen werden musste.
Der letzte Durchgang begann mit den ersten Springern, Andreas Wellinger landete bei 130 Metern.
Ren Nikaido sprang 138,5 Meter und schob Japan vor Deutschland, das nun vor dem letzten Springer auf Platz vier liegt. Norwegen auf Platz drei liegt gut zehn Punkte vorn.
Im zweiten Durchgang musste Wellinger unter schlechten Bedingungen 123,5 Meter springen, Raimund erreichte wiederum 137,5 Meter.
Deutschland hält vor dem letzten Durchgang den vierten Platz, mit nur 0,3 Punkten Rückstand auf Norwegen. Slowenien und Japan haben ebenfalls Medaillenchancen, sodass ein spannendes Rennen um Bronze bevorsteht.
Österreich führt mit 568,7 Punkten und gut zehn Punkten Vorsprung und scheint Gold kaum noch zu nehmen zu sein.
Olympiasieger Philipp Raimund hält das deutsche Skisprung-Team im Wettbewerb in Lauerstellung. Raimund sprang 137 Meter, Andreas Wellinger erreichte 127,5 Meter.
Nach dem ersten von drei Durchgängen liegt Deutschland auf Platz vier, knapp hinter Polen.
Im Monobob der Damen steht eine Hitchcock-Entscheidung bevor! Laura Nolte ging als Führende in den Tag und stellte als erste Starterin einen neuen Bahnrekord mit 59,15 Sekunden auf.
Doch die US-Amerikanerin Elana Meyers-Taylor unterbot diese Zeit kurz darauf und fuhr mit 59,08 Sekunden den neuen Rekord.
So schrumpfte Noltes Vorsprung von 0,22 auf 0,15 Sekunden zusammen, die Spannung im letzten Lauf steigt enorm. Die Drittplatzierte Kaillie Armbruster Humphries liegt mit 0,24 Sekunden Rückstand auf Nolte auf dem Bronzerang.
Der finale vierte Lauf beginnt um 21 Uhr – es wird ein Kampf um Hundertstelsekunden um den Olympiasieg im Eiskanal von Cortina. Lisa Buckwitz liegt deutlich verbessert auf Rang vier, hat aber 0,64 Sekunden Rückstand auf Bronze.
Die dritte deutsche Starterin Kim Kalicki liegt abgeschlagen auf Platz 18 und hat keine Medaillenchance mehr.
Ist für heute schon Schluss? Nein! Ab 19 Uhr startet das Teamskispringen der Männer mit zwei Durchgängen.
Zudem gibt es Medaillenentscheidungen im Monobob der Frauen, im Ski-Freestyle und im Paarlauf im Eiskunstlauf. Das Duo Minerva Hase und Nikita Volodin führt nach dem Kurzprogramm und hat die besten Chancen auf Gold.
Alle Resultate und Wettkampfübersichten findet Ihr in unserem Überblick.
Wer hätte das gedacht? Die deutschen Curling-Herren dürfen wieder von der Halbfinalteilnahme träumen. Nach einem 7:3-Sieg gegen Titelverteidiger Schweden in der Round Robin sind sie wieder auf Tuchfühlung zu den Top-4, die ins Halbfinale einziehen.
Mit drei Siegen und drei Niederlagen steht das Team nun da. Am Dienstag stehen zwei Spiele gegen Tschechien (9:05 Uhr) und die Schweiz (19:05 Uhr) auf dem Programm.
Für Aufregung sorgte der Slalom: Atle Lie McGrath aus Norwegen startete mit einem komfortablen Vorsprung von 0,59 Sekunden auf den zweitplatzierten Schweizer Loic Meillard in den zweiten Lauf, schied jedoch bei einem eigentlich leichten Tor aus – der Frust war groß.
McGrath warf zunächst seine Skistöcke weg, schnallte dann seine Ski ab und lief frustriert auf die andere Pistenhälfte Richtung Wald. Dort legte er sich vor einen Fangzaun und blieb lange liegen.
Statt ihm sicherte sich Meillard nach Bronze im Riesenslalom und Silber in der Team-Kombination nun Gold im Slalom, auf dem Podium komplettierten Fabio Gstrein aus Österreich und der Norweger Henrik Kristoffersen. Linus Straßer beendete das Rennen auf dem neunten Platz.
Einen Tag vor dem Männer-Biathlon-Staffelrennen hat der DSV sein Team bekanntgegeben – Überraschungen wie bei der WM im Vorjahr blieben aus.
Justus Strelow läuft für Deutschland an, gefolgt von David Zobel. Philipp Nawrath startet als Dritter, Schlussläufer ist Philipp Horn, der das Quartett möglichst auf dem Podest ins Ziel bringen soll. Die Staffel bietet gute Chancen, die Bronzemedaille aus der Mixed-Staffel zu ergänzen.
Die Niederländerin Xandra Velzeboer gewann im Shorttrack über 1000 Meter Gold, gefolgt von der Kanadierin Courtney Sarault auf Platz zwei und Gilli Kim mit Bronze.
Überraschung bei den deutschen Skispringern: Neben Philipp Raimund wird Andreas Wellinger im Super Team antreten.
Ursprünglich galten Raimund und Felix Hoffmann als Kandidaten für den Mannschaftswettbewerb und Medaillenhoffnungen, doch Hoffmann schwächelte in Predazzo, weshalb Wellinger nun an der Seite des frischgebackenen Olympiasiegers springt. Der 30-Jährige hatte eine schwierige Saison, zeigte auf der Großschanze aber bessere Leistungen als Hoffmann.
Bei diesen Winterspielen wird erstmals nicht der klassische Teamwettbewerb mit vier Springern ausgetragen, sondern das kürzere Super Team mit jeweils zwei Athleten, die jeweils drei Sprünge absolvieren. So sollen mehr Nationen die Chance auf Medaillen erhalten.
Die deutsche Überlegenheit im Eiskanal setzt sich fort: Gesamtweltcupsieger Johannes Lochner führt vor seinen Teamkollegen Francesco Friedrich und Adam Ammour.
Der Berchtesgadener kann fast schon mit Gold planen: Sein Vorsprung auf Friedrich beträgt nach zwei Läufen 0,8 Sekunden, im Bobsport eine gewaltige Differenz. Friedrich verdrängte Ammour durch dessen Fahrfehler auf Platz drei und hat 0,44 Sekunden Vorsprung auf Bronze.
Die schwere Verletzung von Kevin Fiala überschattet die Niederlage der Schweiz gegen Kanada im olympischen Eishockey. Die Schweiz sprach zunächst nur von einer Unterschenkelverletzung, doch die Los Angeles Kings, Fialas NHL-Klub, bestätigten nun mehrere Brüche im linken Unterschenkel, die bereits operiert wurden. Der 29-Jährige wird voraussichtlich den Rest der NHL-Saison 2025/26 verpassen, danach erfolgt eine erneute Untersuchung.
Für eine Medaille wird es eng: Linus Straßer liegt im Slalom nach dem ersten Lauf bereits deutlich zurück.
Der WM-Dritte von 2023 hatte im Ziel 2,35 Sekunden Rückstand auf den Führenden Atle Lie McGrath und belegt Rang elf. Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen schied zusammen mit zehn weiteren Läufern der ersten 30 Starter aus.
Johannes Lochner dominierte den ersten Lauf im Zweierbob. Mit Anschieber Georg Fleischhammer hatte der 35-Jährige einen Vorsprung von 0,44 Sekunden auf den Zweitplatzierten, der überraschenderweise nicht Francesco Friedrich hieß.
Vielmehr verdrängte Adam Ammour Friedrich auf Platz drei, der nur 0,04 Sekunden Rückstand hatte.
Nach dem doppelten Bronze-Erfolg im Skeleton beendet Christopher Grotheer seine Karriere.
"Das war mein letztes Rennen. Es fällt mir schwer, das zu sagen, aber es ist das Ende meiner Laufbahn", erklärte der 33-Jährige nach dem Mixed-Wettkampf im ARD-Interview.
Grotheer gewann 2022 Gold in Peking und holte den Gesamtweltcup in der folgenden Saison. Trotz mehrerer Verletzungen kämpfte er sich diese Saison zurück und feierte mit zwei Bronzemedaillen großen Erfolg.
Nach den Enttäuschungen am Sonntag für Deutschland im Skeleton gibt es heute zahlreiche neue Chancen.
So wird heute erstmals im Bob die erste Medaille vergeben: Im Monobob der Frauen (vierter Lauf um 21:06 Uhr) führt Laura Nolte nach der Hälfte des Wettbewerbs und hofft auf Gold. Am Vormittag will Linus Straßer im Ski-Alpin (Slalom um 10 und 13:30 Uhr) eine Medaille holen. Abends haben die Skispringer im Super Team (19 Uhr) die letzte Möglichkeit auf Edelmetall.
Die größte Hoffnung liegt jedoch auf Minerva Hase und Nikita Volodin, die im Paarlauf (ab 20 Uhr) um Gold kämpfen – sie führen nach dem Kurzprogramm deutlich und könnten mit der Kür den großen Coup landen.
Damit endet der neunte Wettkampftag, der aus deutscher Sicht einerseits Enttäuschungen, andererseits aber auch zweimal Edelmetall im Skeleton brachte.
Im Medaillenspiegel findet Ihr eine Übersicht, wie sich die deutschen Athleten international positionieren.
Das Spiel ist beendet: Deutschland verliert das letzte Vorrundenspiel gegen die USA mit 1:5.
Auch wenn die Niederlage hoch ausfällt, zieht das DEB-Team als Gruppenzweiter ins Playoff ein und trifft nun auf Frankreich.
Der deutsche Ehrentreffer gelang Tim Stützle in der 52. Minute zum 1:5.
Die Spannung ist damit zwar raus, doch der NHL-Star tut noch etwas für die Moral.
Die USA stellen die Weichen früh auf Sieg: Auston Matthews traf zum 5:0 (47.).
Deutschland gerät nun deutlich unter Druck.
Tage Thompson sorgte mit dem 4:0 (42.) für klare Verhältnisse und zerstörte alle Comeback-Hoffnungen.
Damit ist die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale nicht mehr möglich, ein Sieg gegen die USA wäre notwendig gewesen. Nach dem überraschenden Lettland-Patzer gegen Dänemark ist Platz zwei aber sicher. In der Zwischenrunde warten die Franzosen.
Minerva Hase und Nikita Volodin führen nach dem Kurzprogramm im Paarlauf und haben die besten Chancen aufs Podium.
Mit 80,01 Punkten und rund fünf Zählern Vorsprung auf das zweitplatzierte georgische Paar zeigten sie eine fehlerfreie Leistung. Die japanischen Favoriten Miura und Kihara hatten zuvor patziert. Annika Hocke und Robert Kunkel qualifizierten sich als Elfte ebenfalls für die Kür.
Mit einem Drei-Tore-Rückstand geht die deutsche Mannschaft von Harry Kreis in die letzte Pause.
Die Niederlage zeichnet sich ab, aber das Weiterkommen ist durch den Sieg der Letten über Dänemark gesichert. Die Playoff-Runde lässt sich dennoch nicht vermeiden – voraussichtlich gegen Frankreich.
Im zweiten Drittel spielte die USA mit hohem Tempo und ließ Deutschland kaum Raum. Folgerichtig fiel das 3:0 durch Brock Faber (38.).
Für einen Punktgewinn braucht Deutschland im letzten Drittel eine deutliche Leistungssteigerung.
Die USA nutzen ein Powerplay eiskalt aus: Kurz nach einer Strafe gegen Wissmann traf Auston Matthews zum 2:0 (25.).
8,7 Sekunden vor der ersten Pause gingen die USA durch Zach Werenski (Vorlage Matthews) mit 1:0 in Führung (20.). Bis dahin hielt Deutschland gut mit.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht vor einer Mammutaufgabe: Im dritten Gruppenspiel trifft das Team (21:10 Uhr) auf den Spitzenreiter USA.
Nach der überraschenden Niederlage gegen Lettland geht es für Deutschland hauptsächlich um die Platzierung. Das Weiterkommen ist gesichert. Als Gruppensieger oder bester Zweiter könnte man die Zwischenrunde umgehen.
Die Halbzeitführende Eirin Maria Kvandal (282,7 Punkte) verpasste knapp Gold, ihre norwegische Teamkollegin Anna Odine Stroem setzte sich mit 284,8 Punkten durch und triumphierte wie schon auf der Normalschanze. Trotzdem gab es herzliche Umarmungen unter den Skandinavierinnen. Frida Westman (Schweden) freute sich als Vierte mit. Nika Prevc sicherte sich mit 271,5 Punkten Bronze.
Agnes Reisch wurde beste Deutsche auf Platz zehn, Selina Freitag belegte Rang 17, Juliane Seyfarth schloss auf Platz 23 ab. Für den DSV ist das Resultat enttäuschend, denn erstmals kehren die deutschen Skispringerinnen ohne Medaille von Olympischen Spielen zurück.
Vor dem letzten Durchgang auf der Großschanze war Juliane Seyfarth mit Rang neun die beste Deutsche, doch der Sprung aufs Podest schien sehr unwahrscheinlich.
Vier Norwegerinnen, angeführt von Eirin Maria Kvandal, führten das Feld an, Nika Prevc (= fünfte) hatte es ebenfalls schwer. Einige Athletinnen litten am Ende unter ungünstigen Bedingungen durch starken Rückenwind.
Besonders bitter war der frühe Ausstieg von Katharina Schmid, die mit starkem Rückenwind bei ihrem letzten Olympia-Auftritt bereits in der Halbzeit ausschied.
Matt Weston aus Großbritannien setzte sich nach dem Einzelsieg erneut souverän an die Spitze und gewann zusammen mit Tabitha Stoecker im Mixed-Team-Gold vor Kreher/Jungk aus Dresden, die mit 0,17 Sekunden Rückstand Silber holten. Bronze sicherten sich Grotheer/Pfeifer.
Nur eine Hundertstelsekunde fehlte Pfeifer/Grotheer auf Kreher/Jungk, so dass das Dresdner Duo vorne blieb.
Wo landen die Briten Stoecker/Weston? Der Dresdner Express übernimmt die Führung, Kreher/Jungk steigen auf!
Mit 0,12 Sekunden Vorsprung ziehen die DSC-Athleten an den Briten vorbei, zwei Teams folgen noch. Nun starten Pfeifer und Grotheer.
Die Briten Wyatt und Tarbit führen mit drei verbliebenen Teams, nun kommen Kreher/Jungk ins Rennen.
Die Briten haben schon eine Medaille sicher, da mit Weston/Stoecker noch die Goldfavoriten folgen.
Erstmals in der Geschichte der Olympischen Winterspiele findet nun die Skeleton-Entscheidung im Mixed-Team statt!
Deutschland schickt dabei die Duos Susanne Kreher/Axel Jungk und Jacqueline Pfeifer/Christopher Grotheer ins Rennen und hat damit sehr gute Medaillenchancen. Nach zweimal Silber und Bronze könnte endlich der erste Goldgewinn für den BSD gelingen.
Wie schon über 1000 Meter geht auch über 500 Meter Gold an die Niederlande: Femke Kok raste mit Olympia-Rekord an Jutta Leerdam vorbei zum Sieg.
Bronze ging erneut an Miho Takagi aus Japan. Die Deutsche Sophie Warmuth aus Erfurt belegte einen starken achten Platz.
Schade für Sophie Warmuth: Im Duell über 500 Meter forderte sie die niederländische Spitzenathletin Jutta Leerdam alles ab, unterlag aber am Ende knapp.
Leerdam übernahm zwischenzeitlich die Führung, für Warmuth sprang Rang sechs heraus.
Deutschlands Biathlon-Star Franziska Preuß wartet bei Olympia weiterhin auf eine Einzelmedaille. Trotz eines vielversprechenden Starts in der Verfolgung konnte sie nicht aufs Podest laufen und zeigte sich nach dem Rennen tief enttäuscht und weinte.
„Es tut mir einfach weh, das nicht durchgezogen zu haben. Ich fühlte mich heute während der Runde richtig gut. Dass das letzte Schießen dann wieder so schiefging, ist extrem bitter“, erklärte die Gesamtweltcupsiegerin im ZDF-Interview. „Ich stand unter enormem Druck beim letzten Schießen und hörte, dass Lou (Jeanmonnot) neben mir einen Fehler hatte. Das machte meine Beine so unruhig, dass ich den Fokus verlor. Es ist ernüchternd, dass 30 Sekunden eines guten Rennens alles zunichtemachen.“
Preuß steht damit symbolisch für das deutsche Biathlon-Team, das nach einem vielversprechenden Start mit Bronze in der Mixed-Staffel keine weiteren Medaillen gewinnen konnte – der schwächste deutsche Biathlon-Auftritt bei Olympia überhaupt. Vier Chancen in Staffel und Massenstart bleiben noch.
Die deutsche Snowboarderin Annika Morgan aus Garmisch-Partenkirchen qualifizierte sich im Livigno Snow Park als Achte für das Slopestyle-Finale am Dienstag.
Nachdem sie im Big-Air-Wettbewerb knapp gescheitert war, sicherte sie sich nun eine Medaillenchance – die erste für eine deutsche Snowboarderin in Italien.
Beim letzten Schießen unterliefen Preuß zwei Fehler, wodurch ein Podestplatz verpasst wurde. Sie belegte Platz sechs.
Lisa Vittozzi nutzte die Fehler der bis dahin führenden Suvi Minkkinen vor der letzten Runde, übernahm die Führung und gewann Gold. Maren Kirkeeide aus Norwegen erkämpfte Silber, Finnlands Minkkinen fiel noch auf Bronze zurück.
Vanessa Voigt wurde 19., Julia Tannheimer belegte Rang 34, Selina Grotian landete auf Platz 41.
Franziska Preuß war in der Frauen-Verfolgung fehlerfrei und kämpfte gegen Jeanmonnot und Minkkinen wohl um den dritten Platz.
Die Norwegerin Maren Kirkeeide führte vor der Italienerin Lisa Vittozzi, beide mit großem Vorsprung auf das Feld, vermutlich unter sich den Kampf um Gold aus.
Die Briten Huw Nightingale und Charlotte Bankes sicherten sich im Mixed-Team-Finale im Snowboard-Cross Gold vor Italien und Frankreich.
Für das deutsche Duo Leon Ulbricht und Jana Fischer war im Halbfinale Endstation, sie wurden im kleinen Finale Siebte. Die deutschen Snowboarder warten weiter auf eine Olympia-Medaille.
Ein Rückschlag für Lena Dürr: Im zweiten Durchgang verlor sie viele Positionen und fiel auf Platz neun zurück.
Deutlich besser schnitt Federica Brignone ab, die souverän ihre zweite Goldmedaille holte. Silber teilten sich Sara Hector aus Schweden und Thea Louise Stjernesund aus Norwegen, Bronze ging an Italiens Lara Della Mea. Emma Aicher belegte am Ende Rang 19.
Silbermedaillengewinnerin Emma Aicher beendete den zweiten Riesenslalom-Durchgang vorerst auf Platz drei, eine Medaille scheint aber unrealistisch.
Alle Blicke richten sich nun auf Lena Dürr.
Zwölf Jahre nach den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi erhalten die deutschen Biathleten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp endlich ihre Goldmedaille!
Bei einer feierlichen Zeremonie in einer ausverkauften Arena in Antholz überreichte das deutsche IOC-Mitglied Michael Mronz dem Quartett die Medaillen. Der Sieg wurde Deutschland nachträglich zugesprochen, da Russland wegen Dopings disqualifiziert wurde. Der Prozess zog sich über Jahre hin.
Der zweite und letzte Durchgang im Riesenslalom hat vor wenigen Minuten begonnen.
Die deutsche Skirennläuferin Lena Dürr belegt aktuell den zweiten Platz und hat damit überraschende Medaillenchancen. Kann die 34-Jährige tatsächlich aufs Podest fahren? Die Daumen sind gedrückt.
Das Slopestyle-Finale findet ohne deutsche Beteiligung statt: Noah Vicktor stürzte im zweiten Qualifikationslauf und kam nur auf Rang 23.
Somit verpasste der 24-jährige Snowboarder aus Bad Reichenhall erneut die Chance auf eine Medaille. Nur die besten zwölf erreichen das Finale.
Norwegen dominiert weiterhin den Medaillenspiegel und gewann Gold in der Männer-Staffel über 4x7,5 Kilometer Ski-Langlauf. Silber ging an Frankreich, Italien sicherte sich Bronze, Deutschland landete auf Rang acht.
Der Triumph ist keine Überraschung, doch Superstar Johannes Hoesflot Klaebo feiert mit seiner neunten Goldmedaille bei Olympia einen historischen Rekord: Mit 29 Jahren überholte er gleich drei norwegische Landsleute mit je acht Goldmedaillen – Marit Bjørgen, Bjørn Dæhlie und Ole Einar Bjørndalen.
Beim Ski-Freestyle auf der Parallel-Buckelpiste wurden die nächsten Medaillen vergeben: Gold ging an den Kanadier Mikael Kingsbury, der sich gegen den Japaner Ikuma Horishima durchsetzte. Bronze holte der Australier Matt Graham nach einem Duell mit Takuya Shimakawa aus Japan.
Die deutschen Curling-Herren kassierten eine 4:9-Niederlage gegen Großbritannien, wodurch der Einzug ins Halbfinale gefährdet ist.
Es war bereits die dritte Niederlage im fünften Spiel. In den verbleibenden Partien gegen Schweden, Tschechien, Schweiz und China darf sich das Team keine Ausrutscher mehr leisten.
Martin Ponsiluoma gewann Gold in der Verfolgung über 12,5 Kilometer!
Auf Platz zwei landete der umstrittene Biathlet Sturla Holm Lægreid, der nach seinem Einzel-Bronze einen Seitensprung gestand. Bronze ging an den Franzosen Emilien Jacquelin, der lange führte, aber beim letzten Schießen zwei Scheiben verfehlte und dadurch von Lægreid überholt wurde – mit dem er sich außerdem wegen eines Skandals verbale Gefechte lieferte.
Bester Deutscher wurde Philipp Horn als Elfter, Philipp Nawrath belegte Platz 25, Justus Strelow kam auf Rang 30 und David Zobel auf Platz 34 ins Ziel.
Der Riesenslalom zählt nicht gerade zu den Paradedisziplinen der deutschen Skirennläuferinnen, doch Lena Dürr hat nach dem ersten Lauf überraschend Medaillenchancen!
Die 34-jährige Münchnerin liegt vor dem finalen Durchgang auf Rang zwei im italienischen Wettkampf, hinter Super-G-Olympiasiegerin Federica Brignone (+0,34) und mit 0,12 Sekunden Vorsprung vor Sofia Goggia.
„Es hat so viel Spaß gemacht! Am Start stand die Sonne, alles war perfekt vorbereitet. Dass es dann so gut läuft, war einfach ein Genuss“, sagte die Bayerin im ZDF.
Philipp Raimund und Andreas Wellinger vertreten Deutschland im Super-Team-Skispringen am Montag (19 Uhr und 20:20 Uhr, ZDF und Eurosport) von der Großschanze.
Raimund gewann zum Olympia-Auftakt Gold von der Normalschanze. Am Samstag erreichte er Rang neun von der Großschanze. Wellinger, Olympiasieger 2018, belegte Platz 15.
Das Super-Team wird erstmals bei Winterspielen ausgetragen. Anstelle von vier Springern pro Nation (im klassischen Mannschaftswettbewerb) treten hier nur zwei Athleten an.
Auf einem Parkplatz der Olympischen Winterspiele in Italien wurde eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.
Der Sprengkörper wurde in der Nähe der Skisprung-Austragungsstätte in Predazzo gefunden und inzwischen von Experten erfolgreich entschärft. Laut Polizei bestand keine Gefahr.
„Du bist so fokussiert, und dann ist alles so schnell vorbei – das tut extrem weh“, sagte der 28-Jährige. Nach einem guten ersten Durchgang auf Rang zehn lag er nur 0,71 Sekunden hinter Bronze.
Ein Fahrfehler im zweiten Lauf zerstörte seinen Traum von der Olympia-Medaille. „Vielleicht bin ich zu forsch angegangen“, resümierte er. Ob er beim Slalom am Montag (10 und 13:30 Uhr, ZDF und Eurosport) startet, war noch offen.
Rebecca Passler (24) wurde im Januar positiv auf Letrozol, ein Medikament zur Senkung des Östrogenspiegels, getestet. Sie wurde aus dem italienischen Olympia-Kader genommen und durfte nicht starten. Jetzt gibt es eine Wende: Passler könnte doch noch um Medaillen kämpfen.
Am Montag soll die 24-Jährige erstmals offiziell bei den Olympischen Winterspielen trainieren. „Wir freuen uns sehr, sie wieder bei uns zu haben“, sagte Teamkollegin Dorothea Wierer (35).
Ob Passler am Mittwoch (14:45 Uhr) in der Frauenstaffel starten darf, wird voraussichtlich bis Dienstag entschieden.