Olympia 2026 im Live-Ticker: Deutschlands Biathleten verschenken Medaillenchance
Mailand/Cortina (Italien) – Gold, Silber oder Bronze – wer setzt sich durch? Die 25. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina sind im vollen Gange!
Am zehnten Wettkampftag sicherte das deutsche Team erneut Silber durch Laura Nolte im Monobob sowie Bronze durch das Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase und Nikita Volodin. Ein Olympiasieg blieb für Deutschland jedoch seit Donnerstag aus.
In unserem ausführlichen Liveticker zu den Olympischen Spielen informieren wir Euch über alle Medaillenentscheidungen, spannende Höhepunkte und interessante Nebenschauplätze.
Für die deutschen Biathleten gab es keine Medaille! Die Staffel des DSV erreichte nur Rang vier. Frankreich feierte seinen ersten Olympiasieg in dieser Disziplin, nachdem Schlussläufer Éric Perrot Norwegens Vetle Sjåstad Christiansen im Schlussspurt auf Distanz halten konnte. Schweden sicherte sich mit etwa einer Minute Rückstand Bronze, das deutsche Team folgte knapp eine weitere Minute später.
Besonders ärgerlich für Deutschland: Die Laufleistung hätte lange Zeit für eine Medaille gereicht, doch mit zwölf Nachladern schossen die deutschen Athleten doppelt so viele Fehler wie Norwegen und Schweden. Nur Frankreich leistete sich mit neun Nachladungen mehr Fehler, musste dafür aber auch eine Strafminute absolvieren.
Deutschland konnte nicht näher heranrücken! Philipp Nawrath brachte das deutsche Quartett zwar auf Platz vier, war beim Wechsel jedoch bereits 49 Sekunden hinter dem Spitzenfeld zurück.
Schweden, Norwegen und Frankreich setzten vorne gemeinsam das Tempo, während Nawrath alleine das Rennen machen musste und zusätzlich drei Fehler im Stehendschießen einstreute. Nun steht Philipp Horn eine schwere Schlussrunde bevor, bei der er auf Fehler der Konkurrenz hoffen muss.
Schade für David Zobel: Mit einer fehlerfreien Liegend-Position übernahm er sogar zeitweise die Führung.
Im Stehendschießen kassierte der 29-Jährige jedoch drei Nachlader und verlor dadurch wertvolle Zeit auf Frankreich, das trotz einer Strafminute an die Spitze ging.
Beim Wechsel zu Philipp Nawrath lag Deutschland als Sechster mit 31 Sekunden Rückstand hinter Frankreich, Finnland und Schweden folgten knapp dahinter.
Guter Start von Justus Strelow! Obwohl er im Stehendschießen zwei Nachlader benötigte, übergab er als Dritter an David Zobel.
Er hatte etwa 15 Sekunden Rückstand auf den führenden Norweger Martin Uldal, Finnland als Zweiter war nur 0,4 Sekunden schneller als der Deutsche.
Die Herren-Biathlonstaffel von Deutschland läuft und bietet die beste Chance für weitere Medaillen.
Justus Strelow startete mit einer starken Schießleistung, gefolgt von David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn.
Die deutschen Eishockeyspieler haben sich souverän für das Viertelfinale qualifiziert! In der Zwischenrunde gelang ein deutlicher 5:1-Sieg gegen Frankreich.
Im letzten Drittel bauten Joshua Samanski (48. Minute) und Nico Sturm (60.) die Führung aus. Nach zwei Niederlagen in Folge stärkte der Erfolg das Selbstvertrauen für die kommenden Partien. Das nächste Spiel findet am Mittwoch um 12.10 Uhr gegen die Slowakei statt.
Für die deutschen Nordischen Kombinierer verliefen die Olympischen Spiele bislang enttäuschend. Im Wettbewerb von der Großschanze konnte das Trio zwar Plätze gutmachen, war aber im Kampf um Edelmetall chancenlos. Die Rückstände nach mäßigen Sprüngen waren zu groß.
Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek verbesserten sich immerhin auf die Plätze neun und zehn, blieben jedoch rund eineinhalb Minuten hinter der Spitze. Julian Schmid wurde Zwölfter mit einem Rückstand von 2:22 Minuten.
Olympiasieger wurde der Norweger Jens Lurås Oftebro, der sich von Rang fünf bis ganz nach vorne kämpfte. Silber ging an den Österreicher Johannes Lamparter, Bronze an den Finnen Ilkka Herola.
Die deutsche Dominanz im Playoff-Spiel gegen Frankreich ist nicht mehr gegeben, die Franzosen haben nun das Momentum auf ihrer Seite.
Dies nutzte der Außenseiter prompt: Nach 24 Minuten verkürzte Pierre-Edouard Bellemare auf 1:3.
In Livigno sorgte starker Schneefall für Verwirrung im Zeitplan der Freestyle-Skifahrer.
Die ursprünglich für 10.45 Uhr angesetzte Qualifikation der Frauen wurde mehrfach nach hinten verschoben bis 13.45 Uhr. Dadurch musste auch die Qualifikation der Männer, die für 13.30 Uhr geplant war, auf Mittwoch verlegt werden.
Das DEB-Team ist auf Kurs Viertelfinale! Nach dem ersten Drittel führen sie gegen Frankreich mit 3:0.
John Peterka erzielte knapp anderthalb Minuten vor Drittelende das dritte Tor, wodurch das Team nach zuletzt zwei Niederlagen wieder Selbstvertrauen für die Medaillenjagd tankt.
Die deutschen Eishockey-Profis streben das Viertelfinale an!
Gegen Frankreich sieht es äußerst vielversprechend aus: Nach 15 Minuten steht es bereits 2:0. Leon Draisaitl brachte sein Team im Powerplay nach vier Minuten in Führung, Frederik Tiffels legte nach elf Minuten nach.
Ein herber Rückschlag für die deutschen Curler! Gegen das zuvor sieglose Tschechien verloren sie mit 7:9 und müssen somit wohl die Medaillenhoffnung begraben.
Obwohl Deutschland noch zwei Spiele gegen die Schweiz und China hat, reichen selbst zwei Siege voraussichtlich nicht mehr für einen Halbfinaleinzug. Das Team um Skip Marc Muskatewitz steht derzeit bei drei Siegen und vier Niederlagen.
Die deutschen Kombinierer enttäuschten auf der Großschanze und haben so gut wie keine Chance mehr auf eine Medaille.
Nach schwachen Sprüngen liegen die Rückstände zu hoch: Johannes Rydzek ist als 15. bereits 1:23 Minuten hinter dem führenden Japaner Ryota Yamamoto, Julian Schmid (16., +1:35) und Vinzenz Geiger (18., +1:43) ordnen sich noch weiter hinten ein.
Schon von der Normalschanze hatten die deutschen Kombinierer um Gesamtweltcupsieger Geiger keine Medaille geholt. Die letzte Chance bietet das Team-Event am Donnerstag.
Das deutsche Biathlon-Team für die Damen-Staffel steht fest! Für den DSV gehen Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer auf Medaillenjagd. Ein echter Überraschungscoup steht für die Schlussposition an.
Da Preuß zuletzt als Schlussläuferin Schwierigkeiten hatte – zuletzt in der Mixed-Staffel bei Olympia mit einer Strafrunde –, startet die Gesamtweltcupsiegerin auf Position zwei. Überraschend wird Vanessa Voigt die Schlussposition übernehmen!
Die übliche Startläuferin Voigt überzeugt vor allem mit sehr konstantem Schießen, hat jedoch auf der Loipe Schwierigkeiten, mit den Besten mitzuhalten und ist daher keine typische Schlussläuferin. Dafür rückt Julia Tannheimer an den Start, die nach ihren Magen-Darm-Problemen wieder fit ist. Hettich-Walz komplettiert das Quartett auf der dritten Position.
Eine Goldmedaille wartet Deutschland bereits seit fast einer Woche, doch heute scheint es erneut knapp zu werden: Johannes Lochner liegt nach der Hälfte der Zweierbob-Wettbewerbe mit 0,8 Sekunden Vorsprung vor seinem stärksten Gegner. Auch auf den Plätzen zwei und drei sind mit Francesco Friedrich und Adam Ammour zwei Deutsche vertreten. Der finale Lauf beginnt um 21:06 Uhr.
Auch in der Nordischen Kombination hat Deutschland Medaillenchancen: Nach einer Woche Wettkampfpause starten die Athleten heute mit dem Einzel von der Großschanze (10 Uhr). Die Männer-Biathlonstaffel folgt um 14:30 Uhr.
Zudem bestreiten die deutschen Eishockey-Herren ihr Qualifikationsspiel fürs Viertelfinale, das Bully erfolgt um 12:10 Uhr.
Am zehnten Wettkampftag wurde es für Deutschland in gleich drei Disziplinen spannend. Im Monobob der Frauen und beim Paarlauf im Eiskunstlauf schien Gold in Reichweite, doch in beiden Entscheidungen reichte es nicht zum Olympiasieg.
Bereits zuvor platzten die Medaillenträume der Skispringer im Teamwettbewerb. Andreas Wellinger und Philipp Raimund verpassten Bronze nur um 17 Zentimeter – und das bei einem Abbruch wegen Schneetreibens. Mit 0,3 Punkten Rückstand belegten die Deutschen Rang vier und waren die großen Verlierer der Jury-Entscheidung.
Im Medaillenspiegel belegt Deutschland nach zehn Wettkampftagen Rang acht mit bislang vier Gold-, sieben Silber- und sechs Bronzemedaillen.
Das Traumfinale im Frauen-Eishockey steht fest: Am Donnerstagabend (19 Uhr) treffen die USA auf Kanada.
Im zweiten Halbfinale setzten sich die Kanadierinnen mit 2:1 gegen die Schweiz durch, zuvor gewannen die USA mit 5:0 gegen Schweden.
Im Frauen-Eishockey wird zwischen Kanada und der Schweiz noch der zweite Finalist ermittelt. Aktuell liegt Kanada im dritten Drittel mit 2:1 vorn.
Das erste Halbfinale entschieden die USA klar mit 5:0 gegen Schweden für sich. Das Finale findet am 19. Februar um 19:10 Uhr statt, das Spiel um Platz drei am selben Tag um 14:40 Uhr.
Drama im Eiskunstlauf! Das deutsche Paar Minerva Hase und Nikita Volodin verpasst im Kürprogram den Olympiasieg und sichert sich mit 219,09 Punkten Bronze.
In der Kür unterlief Minerva Hase zwei entscheidende Fehler, wodurch wichtige Punkte verloren gingen. Nach einem starken Kurzprogramm führten die beiden, doch die Kür reichte nicht für Gold.
Dagegen gelang den Weltmeistern und großen Favoriten aus Japan, Riku Miura und Ryhichi Kihara, eine spektakuläre Aufholjagd ähnlich wie einst Aljona Savchenko und Bruno Massot. Die Deutschen lagen damals nach dem Kurzprogramm auf Rang vier und wurden noch Olympiasieger, heute starteten die Japaner vom fünften Platz und erreichten mit 231,24 Punkten eine Sensation.
Silber gewannen die Europameister aus Georgien, Anastasiia Metelkina und Luka Berulava, mit 221,75 Punkten. Die Bronzemedaille ist für Hase und Volodin dennoch ein großer Erfolg, da sie erst seit dreieinhalb Jahren zusammenlaufen.
Die Spannung im Eiskunstlauf steigt: Die Kür der Paare läuft, und die Weltmeister Riku Miura und Ryhichi Kihara aus Japan zeigen eine herausragende Leistung.
Nach einem fehlerhaften Kurzprogramm, das sie nur auf Rang fünf brachte, gelang ihnen heute Abend eine fehlerfreie Kür zum Soundtrack von „Gladiator“ mit 158,13 Punkten – insgesamt 231,24 Punkte.
Damit liegt ihre Kür nur knapp unter der Bestleistung von Aljona Savchenko und Bruno Massot bei Olympia 2018 (159,31 Punkte). Die Deutschen Hase und Volodin müssen ihre Kür jetzt toppen, bisher liegt ihre persönliche Bestleistung bei 149,57 Punkten – allerdings reicht dies nicht für Gold. Im Kurzprogramm erzielten sie mit 80,01 Punkten bereits ihre persönliche Bestmarke.
Hase und Volodin wärmen sich gerade auf und bereiten sich auf ihre Kür vor, die um 22:45 Uhr beginnt.
Monobob-Drama! Laura Nolte vergibt im letzten Lauf den Olympiasieg.
Drei Läufe führte die Dortmunderin, doch im letzten Durchgang verlor sie den Vorsprung und kam mit nur 0,04 Sekunden Rückstand auf die neue Olympiasiegerin Elana Meyers-Taylor als Zweite ins Ziel – dennoch ein toller Erfolg für die 27-Jährige.
Die Kanadierin Kaillie Armbruster Humphries wurde Dritte, Lisa Buckwitz belegte Rang vier, Kim Kalicki wurde Elfte.
Große Hoffnung auf Gold liegt nun auf Nolte im Zweierbob, wo sie mit Anschieberin Deborah Levi Titelverteidigerin ist. Beide hatten 2022 in Peking Gold gewonnen.
Der Monobob-Wettbewerb läuft weiter. Die Führende Laura Nolte wird bald ihren vierten und entscheidenden Lauf absolvieren, um den Olympiasieg zu erringen.
Die Kür im Paarlauf Eiskunstlaufen ist in vollem Gange, das erste deutsche Paar war bereits auf dem Eis.
Annika Hocke und Robert Kunkel aus Berlin, die im Kurzprogramm benachteiligt waren und Zehnte wurden, zeigten eine starke Kür zu „I'd Do Anything for Love“ von Meat Loaf und erzielten 126,59 Punkte, womit sie mindestens einen Platz gutmachen.
Alle warten nun auf die führenden Deutschen Minerva Hase und Nikita Volodin, die um 22:45 Uhr als Letzte ihre Kür präsentieren werden.
Die schlechten Wetterbedingungen ließen keine weiteren Sprünge mehr zu, weshalb die Jury das Springen abbrach.
Der letzte Durchgang wurde nicht gewertet, da nur drei Springer antreten konnten. Der missglückte Sprung des Polen Kacper Tomasiak verdeutlichte die Unzumutbarkeit der Bedingungen.
Für Deutschland bitter, dass die Wertung nach dem zweiten Durchgang entschieden wurde und Bronze um 0,3 Punkte verpasst wurde. Trotz Enttäuschung war die Entscheidung unter den außergewöhnlichen Umständen richtig.
Schneefall und starker Wind verzögern die letzten Sprünge erheblich.
Domen Prevc durfte als Erster springen, Philipp Raimund folgte und setzte mit 136 Metern seinen Telemark. Damit liegt Deutschland vor Slowenien.
Die Sichtverhältnisse zwangen erneut zu einer Unterbrechung.
Andreas Wellinger landet bei 130 Metern, Ren Nikaido aus Japan springt 138,5 Meter und zieht an Deutschland vorbei. Norwegen liegt mit gut zehn Punkten Vorsprung auf Bronze.
Im zweiten Durchgang mussten die deutschen Skispringer unter schwierigen Bedingungen antreten: Wellinger erreichte 123,5 Meter, Raimund sprang erneut 137,5 Meter.
Deutschland befindet sich vor dem letzten Durchgang auf Rang vier, mit nur 0,3 Punkten Rückstand auf Norwegen. Auch Slowenien und Japan machen sich Hoffnungen auf Bronze, sodass das Finale spannend wird.
Österreich führt mit 568,7 Punkten und etwa zehn Punkten Vorsprung bereits komfortabel auf Goldkurs.
Olympiasieger Philipp Raimund hält die deutschen Skispringer im Teamwettbewerb in Lauerstellung. Er sprang 137 Meter, Wellinger 127,5 Meter.
Nach dem ersten von drei Durchgängen liegt Deutschland auf Rang vier, einen Punkt hinter Polen.
Im Monobob der Damen steht eine dramatische Entscheidung bevor. Laura Nolte ging als Führende in den letzten Tag und legte als Erste einen Bahnrekord von 59,15 Sekunden hin.
Doch der Rekord wurde von der US-Amerikanerin Elana Meyers-Taylor mit 59,08 Sekunden unterboten. Noltes Vorsprung schmolz von 0,22 auf 0,15 Sekunden, die Drittplatzierte Kaillie Armbruster Humphries liegt nur 0,24 Sekunden hinter Nolte.
Um 21 Uhr beginnt der letzte Lauf, eine Entscheidung in Hundertstelsekunden um Gold im Eiskanal von Cortina steht bevor. Lisa Buckwitz liegt nach einer deutlich besseren Fahrt als gestern auf Rang vier, hat aber 0,64 Sekunden Rückstand auf Bronze.
Die dritte Deutsche, Kim Kalicki, liegt abgeschlagen auf Rang 18 und hat keine Medaillenchance mehr.
Ist das heute schon das Ende? Nein! Ab 19 Uhr findet das Teamskispringen der Männer in zwei Durchgängen statt.
Außerdem gibt es Medaillenentscheidungen im Monobob der Frauen, im Ski-Freestyle und im Eiskunstlauf Paarlauf. Das Duo Hase/Volodin führt nach dem Kurzprogramm mit großem Vorsprung und hat beste Chancen auf Gold.
Alle Wettkampfergebnisse findet Ihr in unserer umfassenden Übersicht.
Wer hätte das gedacht? Die deutschen Curling-Herren dürfen wieder von den Halbfinals träumen. Mit einem 7:3-Sieg gegen Titelverteidiger Schweden sind sie wieder in Schlagdistanz zu den Top 4, die ins Halbfinale einziehen.
Mit drei Siegen und drei Niederlagen steht das Team da, am Dienstag geht es im Doppelspieltag gegen Tschechien (9:05 Uhr) und die Schweiz (19:05 Uhr).
Spektakuläre Szenen beim Slalom: Atle Lie McGrath startete mit großem Vorsprung von 0,59 Sekunden in den zweiten Durchgang, musste aber bei einem leichten Tor ausscheren und schied als Goldkandidat aus.
Seine Frustration war enorm, er warf die Skistöcke weg, schnallte die Skier ab und lief quer über die Piste in den Wald. Dort legte er sich schließlich vor einen Fangzaun und blieb lange liegen.
Statt McGrath gewann Loic Meillard aus der Schweiz Gold und komplettierte damit sein Medaillenset nach Bronze im Riesenslalom und Silber in der Team-Kombination. Das Podium komplettierten Fabio Gstrein aus Österreich und der Norweger Henrik Kristoffersen. Linus Straßer wurde Neunter.
Einen Tag vor der Männer-Biathlonstaffel gab der DSV sein Aufgebot bekannt – Überraschungen wie bei der WM gab es keine.
Justus Strelow startet, gefolgt von David Zobel, Philipp Nawrath und Schlussläufer Philipp Horn, der das Quartett möglichst auf einem Medaillenrang ins Ziel bringen soll. Die Staffel bietet die beste Chance für eine weitere Medaille neben der Mixed-Staffel.
Im Shorttrack über 1000 Meter gewann die Niederländerin Xandra Velzeboer Gold vor der Kanadierin Courtney Sarault und Gilli Kim auf Bronze.
Überraschung bei den deutschen Skispringern: Neben Philipp Raimund wird Andreas Wellinger im Super-Team-Wettbewerb für den DSV starten.
Vor den Spielen galten Raimund und Felix Hoffmann als gesetzt und Medaillenkandidaten, doch Hoffmann schwächelte in Predazzo, weshalb Wellinger nachrückt. Der 30-Jährige hatte eine schwierige Saison, präsentierte sich von der Großschanze aber besser.
Zum ersten Mal bei Olympischen Spielen wird nicht der klassische Teamwettbewerb mit vier Springern ausgetragen, sondern der kürzere Super-Team-Wettbewerb mit zwei Athleten, die jeweils drei Sprünge absolvieren. So sollen mehr Nationen Medaillenchancen erhalten.
Die deutsche Dominanz im Eiskanal hält an! Gesamtweltcupsieger Johannes Lochner führt vor seinen Teamkollegen Francesco Friedrich und Adam Ammour.
Der Berchtesgadener hat nach zwei Läufen bereits 0,8 Sekunden Vorsprung auf Friedrich, der durch Fehler von Ammour auf Platz zwei rutschte und 0,44 Sekunden Vorsprung auf Bronze hat.
Die schwere Verletzung von Kevin Fiala überschattet die Niederlage der Schweiz gegen Kanada im olympischen Eishockey. Die Schweiz sprach zunächst nur von einer Unterschenkelverletzung, doch die Los Angeles Kings veröffentlichten nun eine genaue Diagnose.
Demnach erlitt der 29-Jährige mehrere Brüche am linken Unterschenkel, die bereits operiert wurden. Er erholt sich gut und wird bald mit Reha beginnen. „Kevin wird den Rest der NHL-Saison 2025/26 ausfallen“, teilten die Kings mit. Nach der Saison folgt eine erneute Untersuchung.
Für Linus Straßer sieht es im Slalom nach dem ersten Durchgang düster aus – er liegt mit 2,35 Sekunden Rückstand auf Führenden Atle Lie McGrath nur auf Rang elf.
Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen schied ebenso wie zehn weitere der besten 30 Starter früh aus.
Gesamtweltcupsieger Johannes Lochner dominierte den ersten Lauf im Zweierbob. Mit Anschieber Georg Fleischhammer hatte er 0,44 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten, der unerwarteterweise nicht Francesco Friedrich war.
Stattdessen verbesserte sich der dritte deutsche Pilot Adam Ammour noch vor Friedrich, der mit 0,04 Sekunden Rückstand Dritter wurde.
Nach seinem doppelten Bronzeerfolg im Skeleton beendete Christopher Grotheer seine Karriere.
„Für mich war das das letzte Rennen. Es fällt mir schwer das zu sagen, aber es ist das Karriereende“, sagte der 33-Jährige nach dem Mixed-Wettkampf in der ARD.
Grotheer hatte 2022 in Peking Olympiogold gewonnen und anschließend den Gesamtweltcup geholt. Nach mehreren Verletzungen hatte er in dieser Saison große Schwierigkeiten, weshalb die zwei Bronzemedaillen umso wertvoller sind.
Nach dem Edelmetall-Hagel am Sonntag für die Skeletonis warten am Montag viele neue Chancen für die deutschen Athleten.
Heute wird die erste Medaille im Bob vergeben: Im Monobob der Frauen führt Laura Nolte zur Halbzeit und kann auf Gold hoffen. Linus Straßer peilt im Ski Alpin eine Slalommedaille an (10 Uhr/13:30 Uhr). Abends haben die Skispringer im Super-Team (19 Uhr) ihre letzte Möglichkeit auf Edelmetall.
Die größte Hoffnung kommt jedoch spät: Minerva Hase und Nikita Volodin kämpfen im Paarlauf (ab 20 Uhr) um Gold. Nach dem Kurzprogramm führen sie klar und haben mit ihrer Kür den großen Wurf im Visier.
Damit verabschieden wir uns vom neunten Wettkampftag, an dem es aus deutscher Sicht einige Enttäuschungen, aber auch zweimal Edelmetall bei den Skeletonis gab.
Im Medaillenspiegel könnt Ihr sehen, wie sich die schwarz-rot-goldenen Athleten im internationalen Vergleich schlagen.
Das Spiel ist vorbei: Deutschland verliert das letzte Vorrundenspiel gegen die USA mit 1:5.
Trotz der deutlichen Niederlage zieht das DEB-Team als Gruppenzweiter in die Zwischenrunde ein und trifft dort auf Frankreich.
Der deutsche Treffer fiel durch Tim Stützle zum 1:5 (52. Minute).
Spannung wird es nicht mehr geben, aber der NHL-Star sorgte zumindest für einen Lichtblick.
Auston Matthews erzielte das 5:0 für die USA (47.).
Das DEB-Team geriet nun deutlich unter Druck.
Tage Thompson sorgte für das 4:0 (42.).
Ein Comeback scheint frühzeitig unmöglich – für die direkte Viertelfinal-Qualifikation wäre ein Sieg gegen die USA nötig gewesen. Nach der überraschenden Niederlage Lettlands gegen Dänemark ist Platz zwei aber sicher, in der Zwischenrunde wartet Frankreich.
Minerva Hase und Nikita Volodin führen nach dem Kurzprogramm und haben somit die besten Aussichten aufs Podest!
Mit 80,01 Punkten und rund fünf Zählern Vorsprung auf das zweitplatzierte Paar aus Georgien lieferten sie einen fehlerfreien Auftritt. Die Mitfavoriten aus Japan hatten zuvor patziert. Auch Annika Hocke und Robert Kunkel qualifizierten sich mit Platz elf für die Kür.
Mit drei Toren Rückstand geht die Mannschaft von Harry Kreis in die letzte Pause.
Es sieht nach einer deutschen Niederlage aus, doch das Weiterkommen ist nach der Pleite Lettlands sicher. Die Playoff-Runde bleibt unausweichlich und wird gegen Frankreich stattfinden.
Im zweiten Drittel zeigte die USA ihre Überlegenheit und setzte das DEB-Team mit hohem Tempo unter Druck. Folgerichtig erzielte Brock Faber das 3:0 (38.).
Für Deutschland ist nun eine Leistungssteigerung im letzten Abschnitt nötig, um noch etwas mitzunehmen.
Der Favorit erfüllt seine Rolle und nutzte ein Powerplay eiskalt aus.
Unmittelbar nach einer Strafe gegen Wissmann traf Auston Matthews zum 2:0 (25.).
8,7 Sekunden vor der ersten Pause gingen die USA durch Zach Werenski mit 1:0 in Führung (20.).
Bis dahin hatte das DEB-Team gut mitgehalten und dem Favoriten Paroli geboten.
Die Eishockey-Nationalmannschaft steht in wenigen Minuten (21:10 Uhr) vor einer Mammutaufgabe: Im dritten Gruppenspiel trifft man auf Spitzenreiter USA.
Nach der überraschenden Niederlage gegen Lettland geht es für Deutschland vor allem um die Platzierung; das Weiterkommen ist bereits gesichert. Als Gruppensieger oder bester Zweiter würde man die Zwischenrunde umgehen.
Die Halbzeitführende Eirin Maria Kvandal (282,7 Punkte) verpasste knapp Gold, was bei den Springfrauen an der Großschanze für Tränen sorgte. Ihre norwegische Teamkollegin Anna Odine Stroem gewann mit 284,8 Punkten wie schon auf der Normalschanze.
Trotzdem feierten sich die Skandinavierinnen, auch die Schwedin Frida Westman freute sich über Rang vier. Nika Prevc holte Bronze mit 271,5 Punkten.
Überraschend wurde Agnes Reisch beste Deutsche auf Platz zehn, Selina Freitag erreichte Rang 17, Juliane Seyfarth wurde 23. Damit verabschieden sich die deutschen Skispringerinnen erstmals ohne Medaille von Olympischen Winterspielen.
Vor dem finalen Durchgang auf der Großschanze ist Juliane Seyfarth mit Rang neun beste Deutsche – eine Medaille scheint aber unwahrscheinlich.
Vier Norwegerinnen um Spitzenreiterin Kvandal führen das Feld an, Nika Prevc als Fünfte wird es schwer haben, aufs Podest zu springen. Mehrere Athletinnen hatten am Ende starken Rückenwind, was die Bedingungen erschwerte.
Bitter für Deutschland: Katharina Schmid, die bei ihrem letzten Olympia-Auftritt stark vom Rückenwind profitierte, schied bereits zur Halbzeit aus.
Der Brite Matt Weston fährt nach seinem Einzelsieg erneut souverän und holt zusammen mit Tabitha Stoecker Gold im Mixed-Team.
Das Dresdner Duo Axel Jung und Susanne Kreher holte mit nur 0,17 Sekunden Rückstand Silber, Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer erreichten mit einer Hundertstelsekunde mehr Bronze.
Nur eine Hundertstelsekunde fehlte Pfeifer/Grotheer auf das Dresdner Duo.
Wo landen die Briten Stoecker/Weston? Sie führen das Feld an.
Der Dresdner Express übernahm mit 0,12 Sekunden Vorsprung die Führung vor den Briten, zwei weitere Teams folgten. Pfeifer und Grotheer begannen ihren Lauf.
Marcus Wyatt und Freya Tarbit aus Großbritannien setzten sich mit drei verbliebenen Teams an die Spitze, Kreher/Jungk folgten.
Die Briten haben bereits eine Medaille sicher, auch die Goldfavoriten Weston/Stoecker traten noch an.
Erstmals in der Olympia-Geschichte wird der Skeleton-Mixed-Team-Wettbewerb ausgetragen!
Deutschland hat zwei Duos gemeldet: Susanne Kreher/Axel Jungk und Jacqueline Pfeifer/Christopher Grotheer und zählt zu den Medaillenfavoriten. Nach zweimal Silber und Bronze soll nun Gold her.
Wie schon über 1000 Meter gingen auch über 500 Meter die begehrten Medaillen an die Niederlande: Femke Kok raste mit Olympia-Rekord an Jutta Leerdam vorbei zu Gold.
Bronze sicherte sich Miho Takagi aus Japan, die damit ihre zweite Medaille holte. Sophie Warmuth aus Erfurt erreichte einen starken achten Platz.
Schade! Im 500-Meter-Duell hätte die deutsche Eisschnellläuferin Sophie Warmuth fast Jutta Leerdam geschlagen, musste sich aber am Ende geschlagen geben.
Leerdam übernahm zwischenzeitlich die Führung, Warmuth belegte vorerst Rang sechs.
Deutschlands große Biathlon-Hoffnung Franziska Preuß wartet bei Olympia weiterhin auf eine Einzelmedaille. Trotz eines starken Starts reichte es heute in der Verfolgung nicht, was der 31-Jährigen sichtlich zu schaffen machte. Im Ziel vergoss sie bittere Tränen.
„Ich bin einfach enttäuscht, dass ich es nicht geschafft habe. Ich fühlte mich gut, doch das letzte Schießen war wieder katastrophal“, sagte die Gesamtweltcupsiegerin im ZDF-Interview. „Ich war so angespannt, habe gehört, dass Lou (Jeanmonnot, Anm. d. Red.) neben mir einen Fehler gemacht hat. Da wurde ich unruhig und habe den Fokus verloren. Das ist sehr ernüchternd, wenn 30 Sekunden ein tolles Rennen zerstören.“
Preuß steht stellvertretend für das deutsche Biathlonteam, das nach dem vielversprechenden Bronze in der Mixed-Staffel keine weiteren Medaillen holte – der schwächste deutsche Olympia-Start aller Zeiten. Vier weitere Chancen in Staffel und Massenstart bleiben noch.
Die deutsche Snowboarderin Annika Morgan aus Garmisch-Partenkirchen hat sich im Snow-Park von Livigno für das Slopestyle-Finale am Dienstag qualifiziert, nachdem sie im Big-Air-Wettbewerb knapp gescheitert war. Es wäre die erste Medaille einer deutschen Snowboarderin bei diesen Spielen.
Beim letzten Schießen unterlief Preuß zwei Fehler, was am Ende nur Rang sechs bedeutete.
Lisa Vittozzi nutzte die Fehler der bis dahin führenden Suvi Minkkinen und sicherte sich Gold, Maren Kirkeeide aus Norwegen gewann Silber, die Finnin Minkkinen ging auf Bronze zurück.
Vanessa Voigt wurde 19., Julia Tannheimer 34., Selina Grotian 41.
Franziska Preuß lief in der Frauen-Verfolgung zunächst fehlerfrei und kämpfte um Bronze mit Jeanmonnot und Minkkinen.
Die Norwegerin Maren Kirkeeide führt vor der Italienerin Lisa Vittozzi, die Goldkampf vermutlich unter sich ausmachen.
Die Briten Huw Nightingale und Charlotte Bankes gewannen das Mixed-Team-Finale beim Snowboard-Cross vor Italien und Frankreich.
Das deutsche Duo Leon Ulbricht und Jana Fischer schied im Halbfinale aus und belegte im kleinen Finale den siebten Platz. Damit warten die deutschen Snowboarder weiter auf eine Olympia-Medaille.
Schade! Lena Dürr verlor im zweiten Riesenslalom-Durchgang viel Boden und fiel auf Rang neun zurück.
Federica Brignone aus Italien sicherte sich souverän ihren zweiten Goldtitel. Silber teilten sich Sara Hector aus Schweden und Norwegens Thea Louise Stjernesund, Bronze ging an die Italienerin Lara Della Mea. Emma Aicher wurde 19.
Emma Aicher, Abfahrts-Silbermedaillengewinnerin, beendete den zweiten Riesenslalom-Durchgang auf Rang drei, hat aber kaum Chancen auf eine Medaille. Der Fokus liegt nun auf Lena Dürr.
Zwölf Jahre nach Sotschi 2014 erhalten die deutschen Biathleten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp endlich ihre Goldmedaillen!
Bei einer feierlichen Zeremonie in der ausverkauften Arena in Antholz überreichte das deutsche IOC-Mitglied Michael Mronz das Edelmetall. Der Sieg wurde Deutschland nachträglich zugesprochen, da Russland wegen Dopings disqualifiziert wurde – ein jahrelanger Prozess.
Der zweite und finale Durchgang im Riesenslalom hat gerade begonnen.
Die deutsche Skirennläuferin Lena Dürr liegt aktuell auf Platz zwei und hat überraschend Medaillenchancen. Die Hoffnungen sind groß.
Das Slopestyle-Finale findet ohne deutsche Beteiligung statt: Noah Vicktor stürzte bei seinem zweiten Qualifikationslauf und belegte nur Platz 23. Die besten zwölf Athleten ziehen ins Finale ein.
Norwegen dominiert weiter im Medaillenspiegel und gewinnt Gold in der Herren-Staffel über 4x7,5 Kilometer im Ski-Langlauf. Silber geht an Frankreich, Italien holt Bronze. Die deutsche Staffel wurde Achter.
Der Erfolg ist keine Überraschung, doch mit der neunten Goldmedaille bei Olympia krönt Johannes Hoesflot Klaebo seine Karriere als Rekordsieger der Winterspiele. Der 29-Jährige überholte dabei die Norweger Marit Bjørgen, Bjørn Dæhlie und Ole Einar Bjørndalen, die jeweils acht Goldmedaillen halten.
Im Ski-Freestyle auf der Parallel-Buckelpiste gewann der Kanadier Mikael Kingsbury Gold gegen den Japaner Ikuma Horishima.
Bronze sicherte sich der Australier Matt Graham im Duell gegen den Japaner Takuya Shimakawa.
Die deutschen Curling-Männer erlitten eine 4:9-Niederlage gegen Großbritannien. Der Halbfinaleinzug ist damit stark gefährdet.
Es war bereits die dritte Niederlage im fünften Spiel. Gegen Schweden, Tschechien, die Schweiz und China sind in der Round-Robin-Phase keine Fehler mehr erlaubt.
Martin Ponsiluoma gewann Gold in der 12,5 Kilometer Verfolgung!
Skandal-Biathlet Sturla Holm Lægreid, der nach dem Einzel-Bronze einen Seitensprung gestand, wurde Zweiter. Bronze sicherte sich der Franzose Emilien Jacquelin, der beim letzten Schießen zwei Scheiben liegen ließ und von Lægreid überholt wurde, mit dem er sich in der Vergangenheit verbal stritt.
Bester Deutscher wurde Philipp Horn als Elfter, Philipp Nawrath belegte Rang 25, Justus Strelow kam auf Platz 30, David Zobel auf 34.