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Olympia 2026 im Live-Blog: Deutscher Ski-Star kritisiert Piste – „Gefährlich genug“

Mailand/Cortina (Italien) – Wer sichert sich Gold, Silber und Bronze? Am Freitag eröffnen die Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina mit einer eindrucksvollen Zeremonie im Mailänder San Siro offiziell.

Vom 6. bis 22. Februar messen sich die besten Wintersportler der Welt in 16 Disziplinen und kämpfen um insgesamt 348 Medaillen. Mit 183 Athletinnen und Athleten stellt Deutschland ein Rekordteam.

In unserem ausführlichen Liveticker zu den Olympischen Spielen halten wir Euch stets über alle Medaillenentscheidungen, Höhepunkte und Hintergrundgeschichten auf dem Laufenden.

Das Training am Donnerstag musste aufgrund von Schneefall abgesagt werden, sodass Kira Weidle-Winkelmann (29) erstmals am heutigen Freitag die Piste in Cortina befahren konnte. Obwohl sie die drittschnellste Zeit erzielte, zeigte sie sich im Nachhinein sehr unzufrieden mit der Streckenpräparierung.

„Natürlich möchte jeder bei einem Großereignis etwas Besonderes bieten und für mehr Spannung sorgen. Das finde ich nicht gut“, erklärte die 29-Jährige nach dem Training: „Unser Sport ist gefährlich genug, weshalb noch mehr erschwert werden muss, verstehe ich nicht. Das ist einfach überflüssig.“

Weidle-Winkelmann hatte 2021 bei der WM in Cortina Silber in der Abfahrt gewonnen. Doch von der damaligen Strecke ist offenbar nicht mehr viel übrig – stattdessen wurden jetzt neue, schärfere Wellen eingebaut.

„Es ist nicht das bekannte, schöne Cortina, wie man es kennt“, sagte die Sportsoldatin, die in dieser Saison bereits zwei Podestplätze in der Abfahrt erreicht hat: „Aber jetzt wissen wir es und müssen damit klar kommen.“

Das Abfahrtstraining der Frauen konnte schließlich mit Verzögerung doch noch stattfinden – für die beiden deutschen Athletinnen verlief es jedoch sehr unterschiedlich.

Emma Aicher (22), als erste Starterin nach der langen Pause, kämpfte stark mit der anspruchsvollen Strecke, verpasste einige Tore und landete weit hinten im Feld. Dagegen überzeugte Kira Weidle-Winkelmann mit der drittschnellsten Zeit.

Alle Blicke richteten sich anschließend auf Lindsey Vonn (41): Die US-Amerikanerin, die nach einem Kreuzbandriss wieder ins Renngeschehen eingestiegen ist, zeigte sich souverän und brachte ihre Abfahrt ohne größere Zwischenfälle ins Ziel. Trotz ihres Handicaps scheint eine Medaille für die 41-Jährige weiterhin möglich.

Ein echter Kämpfer ist der Österreicher Daniel Hemetsberger (34), der nach seinem schweren Sturz am Donnerstag, bei dem er sogar seinen Helm verlor, weniger als 20 Stunden später wieder auf der Piste stand und eine weitere Abfahrt absolvierte.

Der Speed-Spezialist trat dabei mit Pflastern im Gesicht, einem blutunterlaufenen Auge und mehreren fehlenden Zähnen an. Dennoch war er guter Dinge und scherzte mit seinen Teamkollegen.

Beim abschließenden Abfahrtstraining erreichte der 34-Jährige sogar den zweiten Platz. Da allerdings 21 Athleten auf das Training verzichteten und viele andere offensichtlich vorsichtig fuhren, hat das Ergebnis wenig Aussagekraft für den Wettkampf am Samstag.

Nach dem positiven Dopingtest von Biathletin Rebecca Passler (24) stellte sich der italienische Sportdirektor klar hinter seine Athletin.

Klaus Höllrigl erläuterte auch, wie der Betroffene und das Team von dem Testergebnis erfahren hatten. Mehr dazu findet Ihr hier: „‚Absolutes No-Go‘: So erfuhr Biathletin von ihrem positiven Dopingtest“.

Das zweite Abfahrtstraining der Damen läuft alles andere als reibungslos!

Nachdem die erste Starterin Ilka Štuhec (35) verunglückte und die Strecke repariert werden musste, ging weiterhin wenig voran. Noch bevor Emma Aicher (22), Deutschlands große Medaillenhoffnung, als Sechste starten konnte, wurde das Training erneut wegen dichten Nebels unterbrochen.

So warten nicht nur Aicher und Kira Weidle-Winkelmann (29) auf ihren Einsatz, sondern auch Lindsey Vonn (41), deren Durchgang mit Spannung erwartet wird. Die US-Amerikanerin kämpft trotz eines vor rund einer Woche erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie um eine Teilnahme.

Die deutschen Top-Favoriten auf Gold, die Bobpiloten Francesco Friedrich (35) und Johannes Lochner (35) mit ihren Teams, nehmen nicht an der Eröffnungsfeier teil – obwohl sie bereits zum Training in Cortina waren.

Stattdessen reisen sie vorzeitig zurück nach Innsbruck (Friedrich) bzw. an den Königssee (Lochner). Eigentlich war die Abfahrt nach der Eröffnungsfeier geplant, da die Bobwettbewerbe erst am 16. Februar starten und noch ein Trainingsblock folgen sollte.

Der Grund für die vorzeitige Abreise: Wegen des Platzmangels im Athletendorf können nicht alle Rivalen dauerhaft untergebracht werden. Die vorhandenen Betten sind für Sportler reserviert, deren Wettbewerbe früher beginnen.

Bereits vor dem ersten Einsatz wird die niederländische Eisschnellläuferin Jutta Leerdam (27) scharf kritisiert.

Worum es geht, erfahrt Ihr hier: „‚Wie eine Diva‘: Verlobte von YouTube-Boxer Jake Paul sorgt für Olympia-Streit“.

Der norwegische Skispringer Johann André Forfang (30) durchlebt eine schwere Zeit – sein Vater Hugo ist am vergangenen Wochenende verstorben.

Wie er mit dem Verlust umgeht, lest Ihr hier: „Um letzten Wunsch zu erfüllen: Olympia-Star verschiebt Beerdigung seines Vaters“.

Endlich geht es los! Um 20 Uhr wird die Olympische Eröffnungsfeier im Mailänder San Siro offiziell gestartet.

Obwohl viele Sportler vor Ort in Mailand sind, können nicht alle an der Zeremonie teilnehmen, da die Wettkämpfe über Norditalien verteilt sind.

Deshalb finden drei weitere Feiern statt: In der Partnerstadt Cortina wird ebenfalls ein Olympisches Feuer entzündet, außerdem gibt es kleinere Veranstaltungen in Livigno und Predazzo, wo Deutschlands Co-Fahnenträgerin Katharina Schmid (29) das Team anführt.

Wettkämpfe laufen allerdings schon seit Mittwoch, und auch heute treten unter anderem Eiskunstläufer und Curler in Aktion, bevor die offizielle Eröffnung erfolgt. Den kompletten Zeitplan findet Ihr hier. Die ersten Medaillen werden am Samstag vergeben, wenn um 11.30 Uhr die Skifahrer mit der Abfahrt in Bormio starten.

So läuft es bisher! Deutschlands Medaillenhoffnung Felix Hoffmann (28) beeindruckte im ersten Training.

Auf der Olympia-Normalschanze in Predazzo war der 28-jährige Skispringer in allen drei Durchgängen vorne mit dabei. Er gewann einen Durchgang und belegte zwei weitere Male die Plätze zwei und drei.

Philipp Raimund (25) zeigte ebenfalls starke Leistungen mit den Rängen drei, fünfzehn und sechs.

Der zweifache Olympiasieger Andreas Wellinger (30) landete auf den Plätzen 20, 11 und 18. Pius Paschke (35) hingegen erreichte nur die Ränge 28, 30 und 27.

Ein Rückschlag für den deutschen Freestyle-Snowboarder Noah Vicktor (24): Er verpasste das Big-Air-Finale.

Der 24-Jährige scheiterte in der Qualifikation, weil ihm bei den ersten beiden Sprüngen die Tricks misslangen und er jeweils im Schnee landete. Damit bleibt ihm wie schon bei den Winterspielen 2022 in Peking der Finaleinzug am Samstag verwehrt.

Am Mittwochabend absolvierten die deutschen Skispringerinnen ihr erstes offizielles Training. Auf der Normalschanze in Predazzo zeigten die DSV-Athletinnen noch Verbesserungsbedarf.

Katharina Schmid (29) belegte rund 24 Stunden vor ihrem Auftritt als Fahnenträgerin Plätze 15, 18 und 19. Selina Freitag (24) konnte sich noch nicht vorne platzieren.

Beste deutsche Starterin war Agnes Reisch (26) mit den Plätzen vier, zehn und fünf. Juliane Seyfarth (35) kam nicht über die Ränge 38, 33 und 26 hinaus.

Bereits bestätigt: Das geplante Eishockey-Gruppenspiel der Frauen zwischen Finnland und Kanada wird heute nicht stattfinden.

Im finnischen Team gab es einen Norovirus-Ausbruch, wodurch zahlreiche Spielerinnen ausfallen.

Das ursprünglich für 21 Uhr angesetzte Spiel wird daher am kommenden Donnerstag nachgeholt. Die Entscheidung wurde gemeinsam von beiden Teams und den Veranstaltern getroffen.

Erster Dämpfer für die deutschen Eishockey-Damen!

Am Tag vor der Eröffnungsfeier unterlag das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod im ersten Vorrundenspiel Schweden deutlich mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1).

Die DEB-Auswahl ging durch Katarina Jobst-Smith (9. Minute) in Führung, musste sich aber durch Tore von Lina Ljungblom (12./28.), Mira Jungaker (40.) und Thea Johansson (52.) letztlich klar geschlagen geben.

Bei der „Pista Stelvio“ kam es im Abfahrtstraining zu einem weiteren heftigen Sturz. Nach dem Unfall von Fredrik Möller (25) am Mittwoch stürzte nun auch ÖSV-Star Daniel Hemetsberger (34).

Der Österreicher verlor nach der zweiten Zwischenzeit in einer Rechtskurve die Kontrolle, geriet auf den Rücken und stürzte. Dabei flog er durch ein Tor, verlor seinen Helm und wurde vom Fangnetz aufgefangen.

Hemetsberger zog sich eine blutende Nase, eine Verletzung im Mundbereich sowie eine Schwellung am Auge zu. Zudem klagte er über Schmerzen im Bein.

Der Norweger Möller hatte sich bereits am Vortag bei seinem schweren Sturz eine Schulterluxation zugezogen. Ob er am Samstag bei der Herren-Abfahrt um 11.30 Uhr starten kann, ist ungewiss.

Vor dem offiziellen Start der Spiele gibt es bereits negative Schlagzeilen: Im Olympischen Dorf in Mailand wurden zahlreiche Sanitäreinrichtungen in mehreren Dutzend Zimmern mutwillig beschädigt, wie die Zeitung Corriere della Sera unter Berufung auf die Polizei berichtet.

Zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar seien in 70 Zimmern Duschen und Toiletten beschädigt worden. Vermutlich kamen dabei Fräsen zum Einsatz, es wird von Sabotage gesprochen. Die Schäden wurden erst nach einem großflächigen Wasserschaden entdeckt.

Das Olympische Dorf ist eigentlich nur mit speziellem Ausweis und QR-Code zugänglich. Überwachungskameras sollen bei der Aufklärung helfen.

Die ersten vier Partien im Mixed-Curling sind abgeschlossen.

Zum Auftakt holten Schweden, Großbritannien, Kanada und die Schweiz jeweils einen Sieg.

Die Ergebnisse im Überblick:

Schweden - Südkorea 10:3

Großbritannien - Norwegen 8:6

Kanada - Tschechien 10:5

Estland - Schweiz 7:9 n.V.

Der Start im Curling-Mixed verlief jedoch nicht wie geplant.

Wegen eines Stromausfalls im Olympiastadion von Cortina d’Ampezzo musste der Wettkampf für einige Minuten unterbrochen werden.

Um 19:08 Uhr fiel kurzfristig die Beleuchtung in der Eissporthalle aus. Nach kurzer Verzögerung konnte das Problem behoben werden, sodass der Wettbewerb ohne weitere Unterbrechungen fortgesetzt wurde.

Zwei Tage vor der Eröffnungsfeier beginnen die Mixed-Curling-Teams in Cortina d’Ampezzo mit dem Wettkampf.

Ab 19:05 Uhr stehen die ersten vier Begegnungen im Olympiastadion auf dem Programm.

Die Entscheidung ist gefallen: Leon Draisaitl (30) und Katharina Schmid (29) werden als Fahnenträger die deutsche Delegation bei der Olympia-Eröffnungsfeier am Freitagabend anführen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gab dies am Mittwoch bekannt.

Der Eishockey-Profi und die siebenmalige Skisprung-Weltmeisterin setzten sich in einer Abstimmung mit über 135.000 teilnehmenden Fans gegen Johannes Rydzek (34, Nordische Kombination), Laura Nolte (27, Bob), Tobias Wendl (38, Rodel-Doppelsitzer) und Ramona Hofmeister (29, Snowboard) durch.

Das Duo folgt auf Claudia Pechstein (53) und Francesco Friedrich (35), die bei den Spielen 2022 in Peking die deutsche Fahne getragen hatten.

Kurz vor Beginn der Spiele wurde Italien Ziel von Hackerangriffen aus Russland, wie Außenminister Antonio Tajani (72) am Dienstag mitteilte.

„Wir konnten mehrere Cyberangriffe auf Außenministeriumsstellen, beginnend in Washington, sowie auf einige Orte der Olympischen Winterspiele, darunter Hotels in Cortina, abwehren“, erklärte Tajani und betonte, dass die Attacken „russischen Ursprungs“ seien. Details nannte er jedoch nicht.

Bevor es richtig losgeht, gibt es die erste Meldung über einen Sturz: Der norwegische Skirennfahrer Fredrik Möller (25), einstiger Super-G-Sieger von Bormio, stürzte im ersten offiziellen Abfahrtstraining in Bormio schwer.

Möller verlor in einer Kurve die Kontrolle und rutschte über die Piste. Anschließend konnte er seinen linken Arm offenbar nicht mehr richtig bewegen. Nach längerer Behandlung wurde er mit einem Seil hängend per Helikopter von der Strecke gebracht.

Obwohl die Olympischen Spiele erst am Freitag offiziell starten, finden bereits heute erste Wettkämpfe statt!

Den Auftakt machen die Curling-Turniere: Am Mittwoch um 19:05 Uhr stehen im Mixed-Team mehrere Vorrundenspiele auf dem Programm.

Eine Übersicht über die heutigen Wettkämpfe findet Ihr hier: „Olympia 2026: Diese Events stehen am 4. Februar an“.

Die Internationale Test-Agentur (ITA) führte in den sechs Monaten vor den Spielen 7.100 Dopingkontrollen durch und testete rund 2.800 Athletinnen und Athleten mindestens einmal.

Das entspricht 92 Prozent aller Teilnehmer. Der Schwerpunkt lag auf risikoreichen Disziplinen: Die meisten Tests erfolgten im Skispringen, Biathlon, Rodeln, Eisschnelllauf und Short Track.

Mit über 94 Prozent wurden vor allem Sportler aus China, Deutschland, den USA und Spanien getestet.

Kurz vor dem Start der Spiele nahm das US-Olympiateam eine skurrile Namensänderung vor: Die Unterkunft des Teams heißt nun nicht mehr „Ice House“ (Eishaus), sondern „Winter House“ (Winterhaus).

Die US-Sportverbände für Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Eishockey begründeten die Änderung mit der Ähnlichkeit zum Namen der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde „Immigration and Customs Enforcement“ (ICE).

Diese Behörde war wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten und mehreren Todesfällen stark in die Kritik geraten. Zudem hatte die Ankündigung, drei ICE-Beamte während der Spiele im US-Konsulat in Mailand zu stationieren, für Proteste gesorgt.

Gute Nachrichten für die Athleten aus Deutschland: Die Deutsche Sporthilfe hat am Dienstag bekanntgegeben, dass die Prämien für Medaillengewinne in Italien steigen.

Für einen Goldmedaillengewinn gibt es künftig 30.000 Euro (bisher 20.000 Euro), Silbermedaillen werden mit 20.000 Euro (bisher 15.000 Euro) belohnt. Die Bronzemedaille bleibt mit 10.000 Euro unverändert.

Wer wird Deutschland bei der Eröffnungsfeier im San Siro anführen? Wie üblich wird ein Duo aus einem Mann und einer Frau die deutsche Fahne tragen.

Zur Auswahl stehen jeweils drei Frauen und drei Männer: Bei den Frauen Ramona Hofmeister (29, Snowboard), Laura Nolte (27, Bob) und Katharina Schmid (29, Skisprung). Bei den Männern Leon Draisaitl (30, Eishockey), Johannes Rydzek (34, Nordische Kombination) und Tobias Wendl (38, Rennrodeln).

Die Entscheidung liegt auch in Eurer Hand: Noch bis Dienstag, 3. Februar, könnt Ihr auf der DOSB-Homepage für Eure Favoriten abstimmen.

Die Bekanntgabe erfolgt am 5. Februar, einen Tag vor der Eröffnungsfeier in Mailand.

Herzlich willkommen zu unserem ausführlichen Liveticker der Olympischen Winterspiele 2026! Hier erfahrt Ihr alles Wichtige rund um das deutsche Team, Medaillenentscheidungen und weitere spannende Ereignisse.