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Frische Beine und reparierte Medaille: Schafft Biathlon-Star Justus Strelow den Sprung in die Top Ten?

Antholz (Italien) – Justus Strelows (29) Bronze-Medaille liegt „auf dem Nachttisch in der Schatulle“ und dient ihm als Ansporn für das Sprint-Rennen am Freitag in Antholz. Wird er eine weitere Medaille hinzufügen können?

„Dafür müsste ich wirklich über meine Grenzen hinausgehen“, antwortete der 29-Jährige mit einem Lächeln.

„Mein Ziel für den Sprint ist es, unter die besten zehn zu kommen, mir eine gute Ausgangslage für den Verfolger zu sichern und die wichtigen Punkte zu sammeln, um beim Massenstart dabei zu sein.“ Den Grundstein dafür möchte der Hermsdorfer am Schießstand legen.

Als Startläufer der Mixed-Staffel, die den dritten Platz belegte, zeigte er eine hervorragende Leistung: zehn Schüsse, zehn Treffer. Dasselbe Ergebnis will er am Freitag wieder erzielen. „Außerdem möchte ich mir dadurch Selbstvertrauen für den Verfolgerlauf holen“, erklärte Strelow.

Wirkt es so, als fehle ihm das Selbstvertrauen? Ganz und gar nicht! Dennoch weiß Justus, dass seine Saison bislang nicht durchgehend konstant verlief. Beim Weltcup in Oslo (März 2025) sicherte er sich zuletzt einen Platz unter den besten zehn im Sprint.

Seine Beine fühlen sich jedenfalls frisch an. „Ich hatte genug Zeit, mich zu regenerieren“, berichtete Strelow. Außerdem hat er sein Medaillen-Problem inzwischen gelöst. Während einer Feier im Hotel war die Medaille vom Band gerutscht.

„Das stellte kein Problem dar. Das Band ist mit einem Federstift befestigt, ähnlich wie bei einem Uhrenarmband. Die Feder ist etwas schwach, aber ich konnte es problemlos reparieren“, erzählte der 21-jährige Gesamtweltcup-Führende.

Besonders spannend wird sein Lauftempo. Der Rückstand zu den Favoriten und Top-Athleten – Tommaso Giacomel (25, Italien), Éric Perrot (24, Frankreich) und Sebastian Samuelsson (28, Schweden) – sollte nicht zu groß ausfallen.

Welche Rolle spielt dabei der Schnee? Schließlich ist wärmeres Wetter angesagt. Wird die Loipe dadurch tiefer? „Das glaube ich nicht. Nachts friert die Strecke durch, sie bleibt fest und schnell“, so Strelow.

Hoffentlich reicht seine Geschwindigkeit aus, um für eine Überraschung zu sorgen...