Nach dem Silber-Erfolg folgt der Rausschmiss! Deutscher Olympia-Held sucht Unterkunft
Cortina d’Ampezzo (Italien) – Trotz zweier Silbermedaillen im Eiskanal hat Axel Jungk (34) derzeit kein Dach über dem Kopf und sucht dringend eine Schlafgelegenheit in Cortina.
„Wir mussten unsere Sachen bereits früh zusammenpacken, weil wir morgen das Olympische Dorf verlassen müssen“, erklärte der 34-Jährige nach einer langen Feiernacht in Italien. „Ich bin gegen 6:30 Uhr ins Bett gegangen und habe zwar ein wenig geschlafen, aber das kann ich in den kommenden Wochen problemlos nachholen“, erzählte der Dresdner SC-Star im ZDF-Sportstudio.
Doch die entscheidende Frage bleibt: Wo wird Jungk in den nächsten Tagen unterkommen? Er möchte in Cortina „alles aufsaugen und jede Erfahrung mitnehmen, die möglich ist“. Da jedoch einige Betten im kleinen Olympischen Dorf beispielsweise für die Anschieber im Viererbob benötigt werden, richtete er seinen Hilferuf über das ZDF an die Öffentlichkeit: „Wer gerade zuschaut und Platz für ein paar Sportler hat, wir würden uns sehr freuen.“
Auch seine Fans würden sich freuen, wenn der Zschopauer noch ein paar Jahre weitermacht. Am 5. März wird er 35, und sein langjähriger deutscher Konkurrent Christopher Grotheer (33) beendet seine Karriere. Wie sehen die Zukunftspläne des Bundespolizisten aus?
„Ich bin nicht mehr der Jüngste, deshalb beschäftige ich mich schon seit Jahren mit diesen Gedanken. Aber eine endgültige Entscheidung kann ich noch nicht treffen, das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen“, erklärte Jungk. „Letztendlich hängt alles von der Motivation ab. Hat man immer noch den Willen und die Kraft, zu 100 Prozent alles zu geben?“
Falls der Olympia-Zweite von 2022 und 2026 zu dem Schluss kommt, dass dies nicht mehr der Fall ist, sagt er: „Dann ist es an der Zeit, aufzuhören und anderen eine Chance zu geben.“