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Mit vier Bahnrekorden trotz Schmerzen: Rodler Langenhan rast zum Olympiasieg

Cortina (Italien) – Team Deutschland sichert sich bei den Olympischen Winterspielen 2026 die erste Goldmedaille! Rennrodler Max Langenhan behauptete am Sonntagabend eindrucksvoll seine Halbzeitführung im Einsitzer der Herren und holte sich den Triumph.

Der Thüringer vom BRC 05 Friedrichroda erzielte im dritten Lauf zunächst seinen dritten Bahnrekord und stellte schließlich im vierten Durchgang mit einer weiteren Bestzeit seinen vierten Rekord auf. Am Ende lag er 0,596 Sekunden vor dem zweitplatzierten Österreicher Jonas Müller, während der Italiener Dominik Fischnaller auf dem Bronzerang landete.

Dabei stand der Start des 26-Jährigen am Samstag bei den ersten Läufen zunächst infrage. Der frischgebackene Olympiasieger kämpfte nämlich mit starken Schmerzen, wie er dem Medienteam der Spiele verriet.

„Ich habe heftige Nackenschmerzen, ich habe mich letzte Nacht etwas verrenkt. Jetzt muss ich ganz schnell zum Physiotherapeuten“, erklärte Langenhan. „Ich bin um 4 Uhr morgens aufgewacht, konnte mich kaum bewegen und dachte eigentlich, ich könnte gar nicht starten“, ergänzte er gegenüber der „Bild“. Dank der „sehr guten Physiotherapeuten und Ärzte“ wurde er jedoch rechtzeitig fit.

Für den großen Favoriten Felix Loch verlief der Wettkampf deutlich schlechter. Der dreifache Olympiasieger konnte zwar im letzten Lauf nach fehlerhaften ersten Durchgängen noch einige Plätze gutmachen, belegte aber am Ende nur Rang sechs. Der Chemnitzer Timon Grancagnolo landete auf dem neunten Platz.

Trotz seiner eigenen Enttäuschung fand Loch nur lobende Worte für seinen siegreichen Mannschaftskameraden: „Was Max in den vergangenen zwei Tagen abgeliefert hat, ist einfach grandios“, sagte der 36-Jährige im ZDF. „Er ist einfach ein cooler Typ. Das hat er schon oft bewiesen.“

Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des Bob- und Schlittenverbands, ergänzte: „Ein guter Start ist immer entscheidend. Eine Goldmedaille – mehr kann man sich nicht wünschen. Max Langenhan hat mit einer souveränen Leistung als junger Athlet die Goldmedaille geholt. Respekt vor seiner Leistung.“

Nun kann die Feier beginnen: Am 21. Februar, in der letzten Olympia-Woche, wird Langenhan 27 Jahre alt.

Erstmeldung um 19:14 Uhr, zuletzt aktualisiert um 20:00 Uhr.