Schwer verletzt nach heftigem Sturz: Vonn-Coach äußert sich erstmals zur Verletzung
Cortina d'Ampezzo (Italien) – Der dramatische Sturz von Lindsey Vonn (41) bei der olympischen Abfahrt in Cortina beschäftigt momentan die gesamte Ski-Welt. Wie ernst sind die Verletzungen der US-Amerikanerin? Ihr Trainer gibt nun erste Einblicke zum Gesundheitszustand.
„Wir haben bisher nur wenige Details erhalten. Offiziell soll es sich um einen Bruch im Bereich des Unterschenkels handeln“, berichtete Alexander Hödlmoser, Cheftrainer des US-Damenteams, im Schweizer Fernsehen (SRF). Er fügte jedoch hinzu: „Genauere Informationen liegen uns noch nicht vor, da Lindsey noch untersucht wird.“
Derzeit ist Vonn im Krankenhaus von Cortina untergebracht, eine Verlegung an einen anderen Ort ist jedoch möglich.
„Ob sie hier behandelt wird oder nach Österreich oder an einen anderen Standort verlegt wird, hängt vom Ausmaß der Verletzungen ab“, erklärte Hödlmoser. Er selbst hatte bislang noch keinen Kontakt zu seiner Athletin.
Mit einer anderen Teamkollegin hingegen sprach er bereits: Breezy Johnson (30), die sich mit nur 0,04 Sekunden Vorsprung vor der Deutschen Emma Aicher (22) die Goldmedaille sicherte, musste den Unfall von der Leader-Box aus mitansehen.
„Man freut sich über den Sieg, aber gleichzeitig bangt man natürlich um Lindsey“, gestand der Trainer die widersprüchlichen Gefühle ein.
Johnson hoffte nach ihrem Triumph, dass die Verletzung bei Vonn nicht allzu schwerwiegend sei.
„Ich wünsche mir, dass es nicht so schlimm ist, wie es auf den ersten Blick wirkte“, sagte Johnson. „Wenn man diese Strecke so sehr liebt, tut es umso mehr weh, sich dort schwer zu verletzen. Ich empfinde großes Mitgefühl für sie.“
Vonn, die bereits mit einem gerissenen Kreuzband ins Rennen gegangen war, stürzte nach nur 13 Sekunden schwer, als sie mit der Hand an einem Tor hängen blieb und somit ihre Jagd auf den zweiten Olympiasieg abrupt beendete.
Die Skirennläuferin blieb auf der Piste liegen, musste lange behandelt werden und wurde letztlich mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.