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Bereits fünf Operationen: Lindsey Vonn verteidigt ihr Olympia-Comeback und reagiert auf Kritiker

USA – Die Olympischen Winterspiele 2026 sind vorbei, doch für Lindsey Vonn (41) bleiben sie sicherlich in schmerzhafter Erinnerung. Trotz eines schweren Sturzes bei der Abfahrt und mehreren chirurgischen Eingriffen nutzte die Ski-Legende am Ende des Großereignisses die Gelegenheit, um sich gegen ihre Kritiker zu wehren.

„Das konnte man doch kommen sehen!“ – So oder ähnlich lauteten in den vergangenen Wochen immer wieder Kommentare in den sozialen Medien im Zusammenhang mit der schweren Verletzung der US-Amerikanerin.

Vonn stellte nun jedoch klar, dass sie sich keine Schuldgefühle macht und von einem Fehler nichts wissen wolle: „Es war nicht umsonst, es war alles. Und es war kein Traum, auch wenn es aus dem Krankenhausbett hier gerade weit entfernt wirkt“, schrieb die Skirennfahrerin auf Instagram zu einem Video ihrer Weltcup-Rennen.

„Aber ich habe es geschafft. Ich bin zurückgekommen. Ich habe gewonnen. Ich habe erreicht, was viele in meinem Alter und mit einer Knieprothese für unmöglich hielten“, ergänzte die 41-Jährige. „Jeder einzelne Moment hat sich gelohnt.“

Nach fast sechs Jahren Wettkampfpause feierte die Olympiasiegerin von Vancouver im Dezember 2024 ihr Comeback und erzielte seither zwei Siege sowie mehrere Podestplätze – eine Bilanz, die sie für alle „Hater, die nicht verstehen, was es bedeutet, sich seinen Platz zu erkämpfen“, noch einmal zusammenfasste.

„Was mich besonders getroffen hat, war, dass mir vorgeworfen wurde, ich sei egoistisch und sollte meinen Platz bei Olympia jemand anderem überlassen“, erklärte Vonn ihren emotionalen Ausbruch.

Vor den Spielen hatte sich die US-Amerikanerin einen Kreuzbandriss zugezogen, trat dennoch an, stürzte schwer und brach sich dabei das Schienbein – auch wenn sie mehrfach betonte, dass ihre vorherige Verletzung damit nichts zu tun habe.

Inzwischen musste sich Vonn bereits fünf chirurgischen Eingriffen unterziehen, wobei die letzte Operation ganze sechs Stunden dauerte. Platten und Schrauben stabilisieren derzeit ihr Bein, und die Klinik lässt sie noch nicht nach Hause, wie sie ebenfalls auf Instagram mitteilte. Vor einigen Tagen wurde sie jedoch in die USA verlegt.

Mitten in all dem Schmerz musste die Ski-Queen zudem den Verlust ihres an Lungenkrebs verstorbenen Hundes Leo betrauern.

Doch ihr Selbstvertrauen und ihre Kraft ließen sich die vierfache Gesamtweltcup-Siegerin offenbar nicht nehmen: „Es ist unmöglich, bis es jemand tut. Mein größtes Ziel habe ich zwar nicht erreicht, aber dennoch viel geschafft. Vielen Dank an alle, die an mich geglaubt haben“, lauteten ihre abschließenden Worte.