Schwester von Lindsey Vonn musste schweren Sturz mit ansehen: „Kein gutes Zeichen“
Cortina d'Ampezzo (Italien) – Bei der Olympia-Abfahrt der Frauen ereigneten sich erschütternde Szenen: Die Skilegende Lindsey Vonn (41) stürzte heftig und lag lange regungslos auf der Piste, während ihre schmerzvollen Schreie im Fernsehen zu hören waren. Auch ihre Schwester hatte große Mühe, diese Bilder zu verkraften.
„Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten“, so Karin Kildow gegenüber NBC. „Wenn so etwas passiert, hofft man sofort, dass sie wohlauf ist – und es war wirklich beängstigend. Wenn man sieht, wie eine Trage zur Unfallstelle gebracht wird, ist das leider nie ein gutes Zeichen.“
Vonn verfing sich bereits nach nur 13 Sekunden mit der Hand an einem Tor, was zu einem folgenschweren Sturz führte, bei dem sie komplett aus dem Gleichgewicht geriet.
Obwohl der Zwischenfall nichts mit dem Umstand zu tun hatte, dass die US-Amerikanerin trotz eines Kreuzbandrisses ins Rennen gegangen war, hielt die Olympiasiegerin von 2010 sich nach dem Sturz das ohnehin schon angeschlagene Knie und konnte nicht aus eigener Kraft aufstehen. Schließlich wurde sie per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Über Vonn’s aktuellen Zustand wusste auch ihre Schwester keine genauen Details, bestätigte jedoch, dass die vierfache Gesamtweltcupsiegerin derzeit medizinisch untersucht wird.
Für Vonn endete damit die Jagd nach dem Rekord, als älteste Skirennläuferin mit einer olympischen Medaille, auf dramatische Weise.
Die 41-Jährige habe ihr ganzes Herzblut in ihr Ziel gesteckt, zu den Olympischen Spielen zurückzukehren, betonte Kildow: „Sie hat viel riskiert und alles gegeben.“
Eigentlich hatte Vonn ihre Karriere bereits 2019 beendet. Nach der Einsetzung einer Teilprothese im rechten Knie arbeitete die US-Amerikanerin jedoch intensiv an einem Comeback, das ihr 2024 gelang und das sie in dieser Saison bereits mit zwei Abfahrtssiegen krönte.
Der große Höhepunkt ihrer zweiten Karriere sollte die Olympiateilnahme sein, doch bereits bei der Abfahrts-Generalprobe in Crans-Montana kam es zu einem schweren Sturz, bei dem sie sich einen Kreuzbandriss sowie eine Knochenprellung zuzog.
Trotz dieser Verletzungen gab Vonn ihren Traum vom zweiten Olympiasieg nicht auf – und wurde dafür hart bestraft.