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Nolte brennt auf den Zweier-Bob: Kann Kalicki ihr beim Kampf um Gold ein Wörtchen mitreden?

Cortina d’Ampezzo (Italien) – Beim Weltcup-Finale in Altenberg stand Laura Nolte (27) mit einem Vorsprung von 90 Hundertstelsekunden vor Kaillie Armbruster-Humphries (40, USA) ganz oben auf dem Treppchen, gefolgt von der deutschen Pilotin Kim Kalicki (28), die 1,06 Sekunden Rückstand hatte. Diese Reihenfolge spiegelt sich ebenso im Gesamtklassement des Zweier-Bob-Weltcups wider. Bedeutet das, dass die Olympia-Medaillen bereits vergeben sind?

Am Freitag gehen die Damen mit den ersten zwei von insgesamt vier Läufen an den Start, die Entscheidung über die Medaillen fällt am Samstag. „Die Stimmung ist fantastisch. Wir freuen uns wirklich sehr“, sagt Nolte, die nach Olympia-Silber im Mono-Bob den letzten Lauf um den Titel verlor und dabei Tränen vergoss.

Jetzt zeigt sie sich optimistisch: „Das ist unsere Königsdisziplin. Wir haben richtig Lust darauf.“ Mit fünf Weltcupsiegen in sieben Wettkämpfen ist die Winterbergerin die klare Favoritin auf Gold.

Dennoch sollte man Kalicki nicht unterschätzen. Die Wiesbadenerin zählt neben Armbruster-Humphries zweifellos zu den besten Pilotinnen im gesamten Feld.

Die Wettbewerbe im Eiskanal von Cortina haben deutlich gemacht: Wer die Steuerung am besten beherrscht, hat die besten Chancen zu gewinnen. Der Start hingegen spielt hier eine weniger entscheidende Rolle.

„Die Trainingsläufe liefen soweit gut, ich bin zufrieden, auch wenn ich hier und da noch kleine Unebenheiten hatte“, berichtet Kalicki. „Diese wollen wir vor dem Rennen noch ausbessern. Es wird ein sehr knappes Duell zwischen den deutschen Fahrerinnen und den Amerikanerinnen. Wichtig ist jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Beste daraus zu machen.“

Medaillenspiegel