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Shorttrack-Schock: Läuferin nach Kufenverletzung operiert

Von Florian Lütticke, Doris Heimann

Mailand (Italien) – Nach einem schweren Sturz im Shorttrack-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen in Italien und einer Verletzung im Gesicht durch die Kufe einer Konkurrentin hat die 25-jährige Polin Kamila Sellier erfolgreich einen chirurgischen Eingriff hinter sich gebracht.

„Kamila wurde operiert, dabei wurde der auf dem CT-Bild sichtbare Bruch im Knochen rekonstruiert und die Wunde gründlich gesäubert“, erklärte der polnische Sportfunktionär Konrad Niedzwiedzki gegenüber Eurosport.

Die Athletin sei bereits am Morgen aufgestanden, habe in der Nacht jedoch wenig Schlaf gefunden und zeige deutliche Schwellungen im Gesichtsbereich. Weitere Untersuchungen zur Beweglichkeit des Augapfels stünden noch aus, so Niedzwiedzki. Voraussichtlich werde Sellier bis Montag im Krankenhaus verbleiben müssen.

Am Samstagnachmittag meldete sich Sellier erstmals seit dem Unfall selbst zu Wort. Auf Instagram veröffentlichte sie ein Bild, das ihre unverletzte Gesichtshälfte zeigt.

„Ich weiß, dass mich dieses Foto eines Tages daran erinnern wird, dass ich stärker bin, als ich glaube“, schrieb sie dazu. „Außerdem möchte ich sagen, dass es mir vergleichsweise gut geht.“

Die Sportlerin war am Freitag im Viertelfinale über 1500 Meter in Mailand gestürzt.

Dabei rutschte sie unglücklich auf dem Eis aus und wurde von der hinteren Kufe der noch laufenden US-amerikanischen Läuferin Kristen Santos-Griswold (31) im Bereich unterhalb des linken Auges getroffen. Das Rennen wurde umgehend abgebrochen.

Sellier erhielt sofort medizinische Hilfe direkt auf der Eisfläche und wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht.

„Da es sich um eine Gesichtsverletzung handelt, die mit mehreren Stichen verschlossen wurde und die Wundregion stark durchblutet ist, müssen wir Geduld bewahren. Das gilt auch für Kamila“, betonte Sportfunktionär Niedzwiedzki.