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Ökologischer Protest gegen olympisches Symbol

Mailand (Italien) – Entsetzen am Mailänder Dom in Norditalien: Noch vor Beginn der Olympischen Spiele am 6. Februar kam es bereits zu ersten Demonstrationen.

Diesmal waren die fünf Ringe, das ikonische Symbol der Olympiade, Ziel eines Protests. Aktivisten der internationalen Umweltorganisation „Greenpeace“ übergossen das bekannte Logo mit einer schwarzen, öligen Substanz, wie Greenpeace in einer Pressemitteilung mitteilte.

Mit der Aktion wollten die Umweltschützer die Folgen der Nutzung fossiler Energiequellen und die unzureichende Klimapolitik verdeutlichen, indem sie das befleckte Symbol auf ein Podest stellten.

Die Organisation betonte, bewusst den Zeitpunkt der Fackelankunft gewählt zu haben. Hauptanliegen der Aktivisten war es, auf die internationalen Geldgeber der Olympischen Spiele aufmerksam zu machen.

Unterstützer der Bewegung hielten zwei Banner mit der Aufschrift „Raus mit den Umweltverschmutzern aus den Spielen“ in die Höhe. Im Mittelpunkt des Protests stand insbesondere der Energie- und Mineralölkonzern „ENI“. Auf X wurde ein Video veröffentlicht, das den Vorfall dokumentiert.

Ein Greenpeace-Sprecher kritisierte: „Es ist widersinnig, dass die Olympischen und Paralympischen Spiele mit Unternehmen kooperieren, deren Emissionen Eis und Schnee bedrohen – die Grundlage für den Wintersport.“

Zudem forderte die Organisation ein Ende der Förderung fossiler Brennstoffe bei allen Olympischen Spielen.

Das Sponsoring durch das Ölunternehmen bezeichnete Greenpeace als „Greenwashing“, da ENI weiterhin stark auf fossile Energieträger setze.

Der Protest verlief friedlich, richtete sich jedoch gezielt gegen Großveranstaltungen, die mit der fossilen Energiebranche verbunden sind.

Auf YouTube veröffentlichte die Umweltorganisation ein Video, das auf die Problematik aufmerksam machen soll.