Proteste gegen ICE eskalieren! Gewalt bei Olympia-Demonstrationen
Mailand (Italien) – In Mailand kam es zu schweren Ausschreitungen! Am Samstagabend zogen etwa 3000 Demonstranten durch die Stadt, die als Austragungsort der Olympischen Winterspiele dient, um unter anderem gegen Umweltprobleme und die US-Einwanderungsbehörde ICE zu protestieren. Dabei kam es zu teils heftigen Auseinandersetzungen.
Vertreter der US-Einwanderungsbehörde reisten eigens nach Italien, um während der Olympiade den Schutz hochrangiger US-Politiker wie Vizepräsident JD Vance zu gewährleisten. ICE steht aktuell wegen seines brutalen Vorgehens, das bereits zu zwei Todesfällen führte, stark in der öffentlichen Kritik.
Seit mehreren Tagen finden in Mailand bereits Demonstrationen gegen die Anwesenheit der ICE-Beamten statt. Auf Plakaten waren Slogans wie „ICE=SS“ oder „ICE raus“ zu lesen. Am Samstag spitzte sich die Lage zu, als die Demonstranten sich in Richtung des Olympischen Dorfes bewegten.
Molotow-Cocktails und Rauchbomben wurden gegen die Polizei geworfen, die Einsatzkräfte reagierten mit Wasserwerfern und Schlagstöcken.
Insgesamt wurden sechs Personen festgenommen.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni kritisierte die Ausschreitungen scharf auf Instagram und bezeichnete die Täter als „Feinde Italiens und der italienischen Bevölkerung“, die dafür sorgten, dass die gewalttätigen Bilder weltweit verbreitet würden.
„Tausende Italiener arbeiten in diesen Stunden daran, dass während der Olympischen Spiele alles reibungslos abläuft“, schrieb die 49-Jährige, viele davon als ehrenamtliche Helfer.
„Sie möchten, dass das Land einen positiven Eindruck hinterlässt, bewundert und respektiert wird“, betonte die Regierungschefin und stellte diese verantwortungsbewussten Menschen den Randalierern gegenüber.
Bereits zu Beginn der Olympischen Spiele wurden an drei Stellen im nördlichen Bahnnetz Italiens Schäden entdeckt, eine Sabotage wird dabei nicht ausgeschlossen.