Emotionale Geste mit seinen Kindern: Olympiasieger würdigen verstorbenen Teamkameraden
Mailand (Italien) – Genau 46 Jahre nach dem bisherigen letzten Erfolg gelang den USA am Sonntag zum Abschluss der Olympischen Winterspiele 2026 der Gewinn der Goldmedaille im Eishockey-Finale gegen den langjährigen Rivalen Kanada. Johnny Gaudreau (†31) konnte diesen freudigen Moment leider nicht mehr erleben, doch seine früheren Mannschaftskameraden gedachten ihm.
Nach dem 2:1-Sieg im Endspiel präsentierte das Team zunächst ein Trikot mit der Nummer 13 und dem Namen des verstorbenen NHL-Profis für das Gruppenfoto.
Für diejenigen, die noch keine Tränen vergossen hatten, holten die frischgebackenen Olympiasieger anschließend die beiden Kinder des Flügelspielers mit aufs Eis.
Tochter Noa und Sohn Johnny Edward strahlten breit und schienen sichtlich Freude daran zu haben, gemeinsam mit dem Trikot ihres Vaters zu posieren. Auch Gaudreaus Frau Meredith und seine Eltern verfolgten das Geschehen als Zuschauer in der Arena, zudem war sein Trikot während der gesamten Spiele in der Umkleide des US-Teams ausgehängt.
„Johnny Hockey“, wie er liebevoll genannt wurde, verstarb zusammen mit seinem Bruder Matthew (†29) im August 2024 bei einem Verkehrsunfall. Ein betrunkener Autofahrer hatte die beiden Brüder, die mit Fahrrädern unterwegs waren, bei einem riskanten Überholmanöver tödlich erfasst.
Zum Zeitpunkt des tragischen Unglücks waren die Ehefrauen der Brüder schwanger. Am 1. April 2025 wurde Johnny posthum zum dritten Mal Vater, als Witwe Meredith ihren Sohn Carter Michael zur Welt brachte.
Zahlreiche Eishockey-Anhänger trauerten damals um den viel zu frühen Verlust der beiden Gaudreau-Brüder. Johnny spielte in der NHL für die Calgary Flames und Columbus Blue Jackets, erzielte in 763 Partien beeindruckende 743 Scorerpunkte und galt als einer der besten Akteure der vergangenen 25 Jahre. Dementsprechend wurde er im vergangenen Jahr in die „Mannschaft des Vierteljahrhunderts“ der Liga aufgenommen.
„Viele Spieler in diesem Team sind mit ihm aufgewachsen, hatten eine enge Verbindung zu ihm und sind heute in Gedanken bei uns. Das ist etwas ganz Besonderes“, sagte US-Kapitän Auston Matthews (28) direkt nach dem Olympiasieg.