Nach Kontroverse um PK: Diese Forderungen stellt der Leiter des Eisschnelllaufs nun an die ARD!
Von Jordan Raza und Michael Rossmann
Berlin – Der Verband hat die ARD nach einem Bericht über angebliche Missstände bei der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) dazu aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben.
Das bestätigte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky (64) der Deutschen Presse-Agentur einen Tag nach einer kontroversen Pressekonferenz, bei der zwei Journalisten des Ersten mit Hausverbot belegt wurden.
„Ja, das kann ich bestätigen“, erklärte Balkausky auf Nachfrage. „Die ARD wird die vorliegenden Dokumente selbstverständlich zeitnah prüfen und dies in enger Abstimmung mit den beteiligten Rechtsabteilungen kritisch hinterfragen.“
Die DESG unter der Leitung von Präsident Matthias Große (58) reagierte damit auf einen Beitrag der ARD-Journalisten Hajo Seppelt (63) und Jörg Mebus, der zu Beginn der Olympischen Winterspiele ausgestrahlt wurde.
„Wer meinen Verband vor Gericht zieht, dem begegne ich nur noch im Gerichtssaal“, hatte Große am Vortag in Berlin scharf kritisiert und von einer „Schmutzkampagne“, einem „Hassspiel“ sowie „Falschdarstellungen“ gesprochen.
Bereits während der Pressekonferenz erwähnte Große, dass seine Anwälte entsprechende Schreiben versandt hätten. Der entstandene Schaden für die DESG sei im Millionenbereich, erläuterte er, ohne konkret zu werden.
In einer rund zweieinhalbstündigen Stellungnahme gegenüber Seppelt und Mebus distanzierte sich der 58-Jährige ausdrücklich von allen Vorwürfen.
Dass er den beiden Journalisten den Zugang zu dem Medientermin auf seinem Anwesen am Müggelturm verweigerte, führte sowohl bei Journalistenverbänden als auch in der Politik zu Kritik.