Deutscher Olympiasieger legt Bundeskanzler Merz am Handy einfach auf
Cortina d'Ampezzo (Italien) – Das kann schon mal passieren: Bundeskanzler Friedrich Merz (70) wollte Rodel-Star Max Langenhan (26) nach dessen Olympiasieg persönlich telefonisch gratulieren. Daraus wurde jedoch nichts, denn der 26-Jährige beendete den Anruf kurzerhand.
„Ehrlich gesagt ist mir da ein kleines Missgeschick passiert. Ich hatte eine kurze Nacht, muss man so sagen, nur um das nochmal klarzustellen... Das macht die Sache nicht besser“, erklärte der Thüringer zu Beginn eines kurzen Videos auf Instagram, in dem er gemeinsam mit seinem Team zu sehen ist.
In den frühen Morgenstunden wartete er auf sein Shuttle, als plötzlich eine unbekannte Nummer auf dem Display aufblitzte. Gleichzeitig schaute er sich nach eigener Aussage „ein cooles Video von den Geissens“ an.
Da die Rufnummer nicht eingespeichert war, nahm er den Anruf nicht an und wischte ihn einfach weg. In diesem Moment kam ihm offenbar nicht in den Sinn, dass es sich um einen besonders wichtigen Anrufer handeln könnte.
Erst später wurde ihm bewusst, wessen prominente Stimme er versehentlich abgewiesen hatte.
„Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht ans Telefon zu gehen, habe mich riesig gefreut und trotzdem den Anruf weggewischt. Es stellte sich heraus, dass es Friedrich Merz war“, gestand der Rodel-Weltmeister unter dem Gelächter seiner Teamkollegen, zu denen auch Julia Taubitz (29) und Tobias Wendl (38) gehören.
„Es tut mir wirklich leid. Vielleicht finden wir in den nächsten Tagen noch eine Gelegenheit zum Telefonieren. Auf jeden Fall bin ich sehr stolz“, richtete er abschließend seine Entschuldigung an Merz, der ihm bereits nach seinem Einsitzer-Sieg im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo in den sozialen Medien gratuliert hatte.
Mit einem Vorsprung von 0,596 Sekunden auf Jonas Müller (28) aus Österreich feierte Langenhan am vergangenen Sonntag nicht nur den Sieg, sondern sicherte Deutschland zugleich die erste Goldmedaille bei den Winterspielen 2026.