Chemnitzer Rodler Grancagnolo erlebt sein Olympia-Debüt: Gelingt ihm eine Überraschung?
Cortina – „Ich habe großen Spaß daran, Pins zu tauschen und das Olympische Dorf zu erkunden. Dabei lerne ich teilweise neue Länder kennen. Das gehört einfach dazu, und bisher freue ich mich sehr über diese Erfahrung“, berichtet Rodler Timon Grancagnolo (22). Am Samstag tritt der Chemnitzer zum ersten Mal bei Olympia an.
Der Zehntplatzierte im Gesamtweltcup saugte zuvor sämtliche Eindrücke förmlich auf. Sein Hauptaugenmerk lag dabei eindeutig auf den Trainingsfahrten im Eiskanal von Cortina.
„Die Bahn präsentiert sich im Vergleich zu den ersten zwei Wochen hier etwas anders“, erklärt der 22-Jährige. „Beim zweiten Trainingslauf konnte ich mich vor allem im unteren Abschnitt verbessern. Jetzt ist es wichtig, Vertrauen zu gewinnen, die richtige Linie zu finden und zu schauen, welche Feinheiten ich noch ausprobieren kann.“
Hinter den erfahrenen Athleten Felix Loch (36) und Max Langenhan (26) belegte er erwartungsgemäß den dritten Platz unter den deutschen Teilnehmern in den Trainings. Während die beiden Routiniers als klare Favoriten auf Gold gelten, zählt Grancagnolo nicht dazu.
Loch äußerte sich so: „Ich bin mit dem Setup sehr zufrieden, das Wetter bleibt stabil. Der Start läuft gut, das Fahrgefühl ist top, und die Bahn ist erstklassig präpariert. Die Verantwortlichen haben hervorragende Arbeit geleistet. Jetzt kann es losgehen.“
Die ersten beiden Rennläufe finden am Samstag ab 17 Uhr statt, der vierte und abschließende Durchgang zur Medaillenentscheidung startet am Sonntag gegen 18:34 Uhr. In diesen Kampf um Edelmetall wird der Sachse nicht eingreifen können.