Frust bei deutscher Langlauf-Staffel um Hennig Dotzler: „Unzumutbare Bedingungen“
Tesero (Italien) – Die deutsche Langlauf-Staffel verpasste bei den Olympischen Spielen mit Rang vier knapp die Medaillenränge. Das Team um Peking-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler (29) zeigte sich nach dem Rennen in Tesero deutlich unzufrieden mit den äußeren Umständen.
„Die Bedingungen waren wirklich untragbar, immerhin sind wir hier bei Olympia“, erklärte die Erzgebirgerin nach dem 4x7,5-Kilometer-Wettkampf sichtlich verärgert.
Wegen der milden Temperaturen und anhaltenden Regens war der Schnee den ganzen Tag über äußerst tief und schwer – alles andere als optimale Voraussetzungen für die deutschen Damen, wie Bundestrainer Peter Schlickenrieder (55) bereits vor dem Start im ARD-Interview eingeräumt hatte.
Dennoch mussten alle Mannschaften unter diesen Bedingungen antreten, was auch Hennig Dotzler betonte: „Zumindest war es für alle gleich schwierig.“
Von Anfang an lag das DSV-Team deutlich zurück, da Startläuferin Laura Gimmler (32) gerade in den letzten zwei Kilometern stark nachließ.
Nachdem die Mannschaft ins Hintertreffen geraten war, reichte die Aufholjagd von Hennig Dotzler, Helen Hoffmann (24) und Pia Fink (30) letztlich nur zu Platz vier mit einem Rückstand von 22 Sekunden auf die siegreichen Norwegerinnen. Diese profitierten zudem vom Pech der favorisierten Schwedinnen, denn Ebba Andersson (28) musste zeitweise mit nur einem Ski weiterlaufen.
Am Ende zeigte sich Gimmler am Boden zerstört und analysierte ihr Rennen mit Tränen in den Augen.
„Eigentlich war ich total vorbereitet und hatte richtig Lust auf das Rennen“, berichtete die 30-Jährige: „Ich bin gesund, ich weiß nicht, woran es gelegen hat. Für das Team läuft man, deshalb tut das umso mehr weh.“
Ihre Mitstreiterinnen verteidigten Gimmler jedoch umgehend.
„Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen“, betonte Hennig Dotzler, ergänzt von Fink: „Sie hat alles gegeben und braucht sich keine Vorwürfe machen.“