Mit der Kraft von Weltmeistern zu Olympia: NRW startet neue Sportkampagne
Von Jana Glose, Jonas Reihl
Köln – Nordrhein-Westfalen strebt mit Nachdruck an, Gastgeber der Olympischen Sommerspiele zu werden. Zu diesem Zweck wurde nun eine spezielle Kampagne ins Leben gerufen, die auch auf die Unterstützung von Weltmeistern setzt.
"Nordrhein-Westfalen unterbreitet Deutschland und der Welt das Angebot, die kompaktesten, nachhaltigsten und beeindruckendsten Spiele mit Zuschauerrekorden vor einzigartigen Kulissen auszurichten", erklärte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU, 50) bei der Pressekonferenz am Montag in der Kölner Lanxess-Arena, bei der er die Kampagne offiziell vorstellte.
Knapp drei Monate vor den geplanten Ratsbürgerentscheiden wollen das Land, die Kommunen und die Sportverbände gemeinsam für eine Zustimmung der Bevölkerung werben.
Am 19. April sind rund vier Millionen Bürger in den 17 Städten und Gemeinden, die bei einer möglichen Austragung des Großevents involviert wären, zur Abstimmung über die Bewerbung aufgerufen.
Für besondere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sorgen Licht- und Video-Installationen des Bielefelder Künstlers Hans-Christoph Mücke, die in vier Städten gezeigt werden.
Zusätzlich soll ein prominent besetztes Expertenteam die NRW-Bewerbung aktiv unterstützen und durch seine Erfahrung wertvolle Impulse geben. Dazu zählen der Fußballweltmeister Christoph Kramer (34), der Para-Leichtathlet Markus Rehm (37), die Olympiasiegerin und erfahrene Sportfunktionärin Britta Heidemann (43), die Dressurreiterin Isabell Werth (56) und der ehemalige Ministerpräsident Peer Steinbrück (79).
Die Ratsbürgerentscheide im April finden ausschließlich per Briefwahl statt. Je nach Einwohnerzahl der Kommune liegt die notwendige Mindestbeteiligung zwischen zehn und 20 Prozent der Wahlberechtigten. Eine positive Entscheidung gilt als Grundvoraussetzung für den weiteren Bewerbungsprozess auf Bundesebene.
Neben Nordrhein-Westfalen bewerben sich auch München, Berlin und Hamburg um die deutsche Kandidatur für die Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird im Herbst 2026 darüber entscheiden, welcher Bewerber Deutschland bei der internationalen Vergabe vertreten wird.