Enorme Investition! NRW plant riesiges Budget für den Sport
Von Dorothea Hülsmeier
Düsseldorf – Die nordrhein-westfälische Landesregierung will knapp eine Milliarde Euro in den Sport im bevölkerungsstärksten Bundesland investieren. Dieses Geld ist für die Erneuerung, Instandsetzung und den Neubau von Sportanlagen und Schwimmbädern vorgesehen, erklärte Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) vor der Presse.
Jeweils 200 Millionen Euro sollen dabei in Sportstätten, Schwimmbäder und Sportvereine fließen. Diese Beträge sind Teil des umfangreichen NRW-Investitionsplans für Infrastruktur und können unmittelbar abgerufen werden.
Darüber hinaus sind 375 Millionen Euro aus der sogenannten Sportpauschale vorgesehen, die über einen Zeitraum von fünf Jahren verteilt werden soll, sowie zusätzlich 20 Millionen Euro für herausragende Sportanlagen.
Das Geld kommt ergänzend zur Sportmilliarde des Bundes, betonte Wüst. Im September vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung eine Milliarde Euro für die "Sanierung kommunaler Sportstätten" angekündigt.
Mit der "NRW-Sportmilliarde" setzt das Land ein klares Zeichen zum Auftakt der Kampagne für ein bürgerliches Votum zugunsten der Olympischen und Paralympischen Spiele, sagte Wüst.
Kein anderes Bundesland plant in den kommenden Jahren eine derart umfangreiche, breit gefächerte und nachhaltige Förderung des Sports. Die Gelder fließen direkt in die Sportinfrastruktur und nicht in teure Werbemaßnahmen für Olympia.
NRW möchte ebenso wie München, Berlin und Hamburg als deutscher Kandidat für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 antreten. Voraussetzung dafür sind positive Bürgerentscheide in allen beteiligten Kommunen.
Die Abstimmungen sollen vollständig als Briefwahlen durchgeführt werden. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) plant, bis Herbst 2026 den deutschen Bewerber auszuwählen, der gegen die internationale Konkurrenz antreten wird.
Wüst warb damit, dass NRW die "spektakulärsten, kompaktesten und nachhaltigsten Spiele" anbieten kann. Es könnten 14 Millionen Tickets verkauft werden.
"Das könnten die größten Spiele aller Zeiten werden", so Wüst. Er ist überzeugt, dass es ein deutliches "Ja" für die Spiele in NRW geben wird.