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Beschäftigung bei den Bayern: Oberbürgermeister Reiter weist Vorwurf der Unwahrheit im Stadtrat entschieden zurück

Von Britta Schultejans

München – Dieter Reiter (67, SPD), der Oberbürgermeister von München, hat in einer Stellungnahme die Anschuldigungen aus dem Stadtrat, er habe im Zusammenhang mit seiner Rolle als Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern gelogen, zurückgewiesen.

Als er sich während der Stadtratssitzung dazu äußerte, sei er entgegen seiner Annahme bereits offiziell Mitglied des Aufsichtsrats gewesen, erklärte Reiter in einer Pressemitteilung.

Zu Beginn der Sitzung habe er jedoch noch keine Kenntnis von diesem aktuellen Sachverhalt gehabt.

„Ich weise die Vorwürfe, ich hätte absichtlich falsche Angaben gemacht, mit aller Deutlichkeit zurück!“, betonte Reiter.

Im Mittelpunkt der Debatte stand die Frage, ob Reiter bei der Übernahme seines Amtes im Aufsichtsrat des milliardenschweren Vereins das Stadtratsgremium hätte informieren müssen.

Nach mehrtägiger Kritik nahm Reiter nun in der Vollversammlung Stellung zu dem Thema.

Er erläuterte unter anderem, dass er bisher noch nicht offiziell im Handelsregister als Aufsichtsratsmitglied verzeichnet gewesen sei und im Februar lediglich als „Gast“ an einer Sitzung teilgenommen habe.

In seiner Erklärung gab Reiter bekannt, dass er am Dienstag vom FC Bayern die Information erhalten habe, das Protokoll der Hauptversammlung, in dem seine Wahl zum Aufsichtsratsmitglied dokumentiert ist, sei noch nicht beim Registergericht eingegangen.

Am Mittwochvormittag erfuhr er jedoch vom FC Bayern, dass das zuständige Notariat die aktualisierte Liste der Aufsichtsratsmitglieder bereits beim Registergericht eingereicht habe, auf der Reiter bereits als Mitglied geführt werde.

Diese Liste sei daraufhin vom Gericht veröffentlicht worden. „Ich bedauere, dass mir zu Beginn der Vollversammlung nicht der aktuellste Stand bekannt war“, erklärte Reiter.