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Ärger kurz vor der Bayern-Wahl: Regierung erwägt Disziplinarverfahren gegen Dieter Reiter

Von Elke Richter

München – Kurz vor der Kommunalwahl gerät der amtierende Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (67, SPD) weiterhin in negative Schlagzeilen.

Im Zusammenhang mit Vergütungen für sein Ehrenamt beim FC Bayern prüft die Regierung von Oberbayern nun, ob gegen Reiter ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden soll.

„Da die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsbeirats des FC Bayern München e.V. offenbar seit 2021 bezahlt wird, stellt sich die Frage, ob hierfür eine Genehmigung für eine Nebentätigkeit erforderlich gewesen wäre“, erklärte ein Sprecher der Bezirksregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Am Tag zuvor hatte Reiter öffentlich gemacht, dass er seit Ende 2021 für sein langjähriges Ehrenamt im Verwaltungsbeirat des Fußballvereins pro Halbjahr 10.000 Euro erhält.

„Diese neuen Erkenntnisse veranlassen die Regierung von Oberbayern nun, eine Prüfung zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens vorzunehmen“, erläuterte der Sprecher weiter.

Reiter erklärte, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, dass er die zuvor unentgeltliche ehrenamtliche Tätigkeit mit Einführung der Aufwandsentschädigung durch den Stadtrat hätte genehmigen lassen müssen.