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„Das fühlt sich richtig mies an“: SCM-Trainer Wiegert reflektiert Niederlage

Magdeburg – Nach der 29:36-Pleite des SC Magdeburg gegen den FC Barcelona zeigte sich Trainer Bennet Wiegert (44) in der Mixed Zone sichtlich enttäuscht. Besonders die Schlussphase, in der der SCM schließlich auch die Tabellenführung verlor, ging dem 44-Jährigen stark zu Herzen.

„Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Freund von Niederlagen bin. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein K.-o.-Spiel handelt oder nicht – so fühlt sich das einfach beschissen an“, erklärte Wiegert nach der Partie in seiner gewohnt offenen und emotionalen Art.

In den letzten acht Minuten kassierten die Elbestädter sieben Gegentore, während sie selbst keinen Treffer mehr erzielten. „Dieser 0:7-Lauf tut wirklich weh, und so kann ich das nicht akzeptieren“, sagte Wiegert. „Bis zum 29:29, über das wir vorher gesprochen hatten, haben wir meiner Meinung nach eine starke Leistung gezeigt.“

Gleichzeitig hob er die Qualitäten und die Effizienz der spanischen Gegner hervor, die zum ersten Mal seit 2005 wieder in Magdeburg gewinnen konnten: „Barcelona hat heute wirklich stark und konstant gespielt, besonders wie sie in der zweiten Halbzeit aggressiv aufgetreten sind und kaum Fehler gemacht haben.“

„Dennoch denke ich, dass das Endergebnis viel zu hoch ausgefallen ist, was eher an uns als an Barcelona liegt. Und genau das tut besonders weh, was auch die Spieler spüren sollen“, fügte der 44-Jährige hinzu.

Auch Rückraumspieler Gisli Kristjansson (26) reflektierte die unglückliche Schlussphase: „Wir bekommen in der Abwehr kaum Zugriff und machen dann im Angriff unnötige technische Fehler, die wir gegen eine Mannschaft wie Barcelona einfach nicht machen dürfen.“

Er lobte zudem die Konstanz, mit der die Spanier ihre Angriffe vorgetragen haben, kritisierte aber die eigene Offensive: „In der zweiten Halbzeit haben sie praktisch bei jedem Angriff getroffen, während wir kaum einmal einen Konter erfolgreich abschließen konnten.“

Für den Isländer fällt das Ergebnis dennoch zu hoch aus: „Mit sieben Toren Unterschied zu verlieren, spiegelt nicht das wahre Bild des Spiels wider.“

Schon am Sonntag geht es für die Grün-Roten in der Bundesliga gegen Hannover weiter.

Bennet Wiegert sieht darin eine Chance: „Ich finde es gut, dass wir so schnell wieder auf dem Feld stehen. Dadurch haben wir nicht zu viel Zeit, uns in Details zu verlieren, sondern können uns direkt ab morgen auf das Spiel gegen Hannover fokussieren.“