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Aufholjagd in Polen: SC Magdeburg erkämpft sich ein Unentschieden

Płock – Der SC Magdeburg musste sich bei Wisla Płock mit einem 29:29-Unentschieden begnügen und erlitt damit den ersten Punktverlust in dieser Champions-League-Saison. Dennoch können die Elbestädter am Ende zufrieden sein, insbesondere wegen der starken kämpferischen Leistung in den letzten 20 Minuten.

SCM-Trainer Bennet Wiegert zeigte sich mit der ersten Halbzeit alles andere als zufrieden. Seine Mannschaft hatte Schwierigkeiten, von Beginn an ins Spiel zu finden, während die Gastgeber aus Płock mit viel Emotion und Effizienz agierten.

In den ersten 30 Minuten erzielten die Magdeburger nur eine Trefferquote von 52 Prozent und vergaben zudem beide Strafwürfe. Die Offensive zeigte sich zu fehleranfällig und unpräzise, sodass der Halbzeitstand von 12:14 aus Sicht des SCM noch als durchaus schmeichelhaft bezeichnet werden kann.

Nach dem Seitenwechsel lief es für die Grün-Roten sogar noch schlechter: Erst nach knapp fünf Minuten gelang der erste Treffer im zweiten Durchgang. Deshalb sah sich Wiegert gezwungen, früh ein Time-Out zu nehmen, in dem er seine Kritik deutlich machte: „Was haben wir in der Halbzeit besprochen? Jetzt reißt euch zusammen, das ist von vorne bis hinten nichts.“

Diese Ansprache zeigte Wirkung. Den Rückstand von sechs Toren kämpften die Magdeburger vehement auf und waren knapp vier Minuten vor Schluss nur noch einen Treffer zurück. Eine überragende Parade bei einem Siebenmeter von Hernández eine Minute vor dem Ende hielt das Team im Spiel, sodass Kristjánsson in den letzten Sekunden noch den Ausgleich erzielte. Den letzten Angriff konnten die Gastgeber nicht verwerten.

So endete das spannende Spiel mit einem 29:29-Unentschieden. Mit der Leistung ab der 40. Minute kann der SC Magdeburg durchaus zufrieden sein. Die Mannschaft von Wiegert gab nie auf und zeigte große mentale Stärke. In zwei Tagen steht die Begegnung gegen MT Melsungen auf dem Programm.