zurück

Interner SCM-Vergleich: Wer zieht in die Hauptrunde der Handball-EM ein?

Magdeburg – Am Montagabend um 20:30 Uhr steht nicht nur das Duell Deutschland gegen Spanien auf dem Programm, sondern auch das persönliche Aufeinandertreffen zwischen Lukas Mertens (29) und Sergey Hernández (30). Für die beiden Spieler des SCM geht es dabei um den Einzug in die Hauptrunde.

Die deutsche Nationalmannschaft mit Lukas Mertens an der Spitze konnte zwar ihr Eröffnungsspiel gegen Österreich mit 30:27 für sich entscheiden, zeigte in der Folge gegen Serbien jedoch ein anderes Gesicht und unterlag mit 27:30. Nach nur zwei erspielten Punkten ist ein Sieg gegen Spanien heute Abend mit mindestens drei Toren Differenz nötig, um die Hauptrunde aus eigener Kraft zu erreichen.

Optimistisch blickt Lukas Mertens auf das bevorstehende Spiel: „Das Schöne an unserem Sport und diesem Turnier ist, dass man sich rasch neu fokussieren kann und muss. Ich bin zuversichtlich und guter Dinge für die Partie“, erklärte der 29-Jährige auf der Website des SCM.

Der Rechtsaußen kennt den spanischen Torhüter Sergey Hernández sehr gut. „Sergey zeigte in den vergangenen Monaten kaum Schwächen, doch auch er ist zu überwinden.“ Wer die eventuellen Schwachstellen kennt, ist wohl Mertens selbst.

Mindestens ein Unentschieden ist für Deutschland notwendig, um die Chance auf das Weiterkommen am Leben zu halten. Allerdings hängt dann vieles von den Ergebnissen der anderen Begegnungen ab.

Spanien erfüllte bisher in Gruppe A souverän seine Favoritenrolle und verbuchte Siege gegen Serbien (29:27) sowie Österreich (30:25). Mit aktuell vier Punkten führt die Mannschaft von Trainer Jordi Ribera Romans die Tabelle an und hat somit vor der letzten Partie alle Trümpfe in der Hand.

Ein großer Faktor ist dabei der bislang stark auftretende Sergey Hernández. Gegen Österreich erhielt er aufgrund von 13 Paraden, einer Quote von 35,14 Prozent und zwei eigenen Torerfolgen die Auszeichnung als bester Spieler der Partie.

Dass es gegen einen Vereinskollegen geht, scheint Hernández wenig zu beschäftigen: „Ob Lukas Mertens in der Mannschaft steht oder nicht, spielt keine Rolle“, so der Spanier. „Jetzt geht es nicht um den Klub, sondern um die Farben, die ich trage, und darum, mit Spanien weiterzukommen. Das wird schon schwierig genug“, fügte er hinzu.

Nach dem Spiel wird mindestens einer der beiden Akteure in der Hauptrunde der Handball-EM vertreten sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass sowohl Spanien als auch Deutschland weiterkommen.