Entscheidung im Meisterschaftsrennen? SCM sichert sich knappen Sieg im Spitzenspiel gegen Füchse Berlin
Magdeburg – Jubelstimmung in Magdeburg! Im Spitzenduell zwischen dem SC Magdeburg und den Füchsen Berlin setzten sich die Gastgeber durch. Beim knappen 35:33-Erfolg (15:15 zur Pause) überzeugte vor allem Torhüter Matej Mandic mit einer herausragenden Leistung. Mit diesem Sieg baut der SCM seine Tabellenführung weiter aus und rückt der Meisterschaft einen großen Schritt näher.
In der ersten Halbzeit hatte der SC Magdeburg große Schwierigkeiten, seine Chancen zu verwerten, was auch an einem glänzend aufgelegten Berliner Torhüter lag. Dejan Milosavljev zeigte in den ersten 30 Minuten beeindruckende acht Paraden. Besonders bei den Siebenmetern taten sich die Magdeburger schwer: Von sieben Strafwürfen konnten sie lediglich zwei verwandeln.
Beim Stand von 6:8 nahm Trainer Bennet Wiegert seine erste Auszeit. „Jungs, bleibt ruhig, aber wir müssen jetzt in der Intensität zulegen. Es fehlen uns nur Kleinigkeiten, aber die müssen jetzt kommen. Ich möchte, dass ihr noch entschlossener agiert“, war der Coach im Fernsehen zu hören.
Trotz der anfänglichen Probleme bei der Chancenverwertung blieben die Grün-Roten stets nah an den Berlinern dran. Die Abwehr bekam Mathias Gidsel immer besser in den Griff, und auch der Angriff lief im weiteren Verlauf effektiver. So ging es beim Pausenpfiff mit einem verdienten 15:15-Unentschieden in die Kabine.
Genau das erwartete Duell auf Augenhöhe, wie Experten und Verantwortliche beider Mannschaften prognostiziert hatten. „Bislang ein fantastisches Spiel“, kommentierte Nationaltrainer Alfreð Gíslason zur Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel tat sich der SCM zunächst erneut schwer, in die Partie zu finden. Bis zur 40. Minute konnten die Gäste ihre Führung auf zwei Tore ausbauen, wobei die Elbestädter sich bei Matej Mandic bedanken konnten, dass der Rückstand nicht größer wurde. In seinen insgesamt 32 Einsatzminuten zeigte der 23-Jährige zwölf Paraden.
Angetrieben vom hervorragend aufgelegten Torhüter und der mitreißenden Stimmung in der heimischen Arena war zu spüren, wie der SCM mit vollem Einsatz agierte. Die Gastgeber kämpften sich zurück und gingen in der 50. Minute erstmals in diesem Spitzenspiel mit 27:26 in Führung.
Die folgende Schlussphase war ein wahres Handball-Spektakel. Das Spiel war geprägt von Tempo, Dynamik und großem Kämpferherz auf beiden Seiten.
Doch die Magdeburger hatten an diesem Abend noch ein Ass im Ärmel: Zwei herausragende Paraden von Mandic in der 56. und 58. Spielminute ebneten den Weg zum Sieg. 30 Sekunden vor dem Ende sorgte Saugstrup mit dem Treffer zum 34:32 für grenzenlosen Jubel in der GETEC-Arena. Zwar konnte Lichtlein für Berlin noch verkürzen, doch Mertens erzielte unmittelbar im Gegenzug das 35:33 und sicherte den Erfolg.
In der Tabelle baut der SC Magdeburg seinen Vorsprung mit nun 48 Punkten weiter aus. Am kommenden Wochenende wartet mit Göppingen der nächste Gegner auf die Elbestädter.