Erste Niederlage der Saison für den SCM: Trainer Wiegert nennt drei Ursachen
Magdeburg – Am Sonntagabend kassierte der SC Magdeburg die erste Pleite der laufenden Spielzeit, und erneut war es der THW Kiel, der als so gut wie „Angstgegner“ gelten könnte. Besonders in der zweiten Halbzeit überzeugten die Zebras mit Entschlossenheit und spielerischer Klasse. Nach dem Spiel versuchte SCM-Coach Bennet Wiegert (44), die Situation angemessen zu kommentieren.
„Herzlichen Glückwunsch an den THW. Dieser Erfolg war verdient, vor allem wenn man die zweite Halbzeit betrachtet“, erklärte der 44-Jährige während der Pressekonferenz nach dem Spiel. Für den Trainer der Grün-Roten war es eine ungewohnte Lage, dem Gegner zum Sieg gratulieren zu müssen – schließlich war Magdeburg zuvor in 33 aufeinanderfolgenden Spielen in allen Wettbewerben ungeschlagen geblieben.
Für Wiegert begann die Niederlage allerdings nicht erst in der zweiten Hälfte: „Der Eindruck aus der ersten Halbzeit ist trügerisch, denn auch da waren wir nicht auf dem Niveau, das wir erreichen könnten.“ Besonders die schlechte Effektivität bei den Torchancen wirft er seiner Mannschaft vor.
Der Schwung der Kieler nach dem Seitenwechsel wirkte sich dann deutlich auf seine Spieler aus: „Wir konnten die Angriffe nicht mehr abwehren, hatten kaum noch Paraden, verloren den taktischen Ablauf – und so lagen wir am Ende zwei Tore hinter dem Gegner“, suchte Wiegert nach Erklärungen für die erste Saisonniederlage.
Trotzdem hält sich der SC Magdeburg weiterhin mit einem komfortablen Vorsprung von vier Punkten an der Tabellenspitze. Am Mittwochabend (20.45 Uhr) steht für den SCM im heimischen Stadion das Champions-League-Spiel gegen GOG auf dem Programm.