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Nach verheerendem Brand im Hauptquartier: FC-Ultras rufen zu Spenden auf – Klub reagiert

Köln – Am Samstagmorgen wurde das Hauptquartier der FC-Köln-Fangruppe „Wilde Horde“ in Köln-Bickendorf bei einem verheerenden Feuer komplett vernichtet. Nun soll durch einen Spendenaufruf dringend benötigtes Geld gesammelt werden.

Auf der Crowdfunding-Plattform „GoFundMe“ wenden sich die Ultras mit der Bitte um Unterstützung „für den Wiederaufbau, zum Ersatz zerstörter Ausrüstung und um wieder auf die Beine zu kommen“ an die Öffentlichkeit.

In dem von den Flammen zerstörten Raum habe nicht nur viel „Leidenschaft, Einsatz, Erinnerungen und Gemeinschaft“ gesteckt, sondern auch ein „Teil der Kölner Fankultur“, betonen die Initiatoren.

Als Spendenziel sind 100.000 Euro gesetzt. Dass diese Summe erreicht wird, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein: Bis zum 17. Mai, 22 Uhr, sind bereits mehr als 80.000 Euro zusammengekommen.

Unter den Unterstützern befinden sich nicht nur andere FC-Fans, sondern auch zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Köln: FC-Sportdirektor Thomas Kessler (40) hat zum Beispiel passend zum Gründungsjahr des Vereins 1.948 Euro gespendet, ebenso wie Unternehmer und ehemaliges Fast-FC-Vorstandsmitglied Wilke Stroman. Außerdem unterstützen der Rewe-Geschäftsführer Lionel Souque sowie der ehemalige Vize-Präsident Carsten Wettich die Aktion.

Der größte Einzelspender ist mit 2.500 Euro FC-Erstvertretungstorwart Matthias Köbbing (28). Im Interview mit dem „Express“ erklärte der 28-Jährige jedoch, dass er das Geld in seiner Rolle als Kassenwart und somit im Namen des gesamten Teams gespendet habe.

Das Feuer brach am Samstagmorgen in einer Werkstatt aus. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde zeitweise sogar die Warn-App NINA aktiviert, teilte die Feuerwehr mit.

Die betroffenen Gebäude wurden durch das Feuer stark beschädigt und gelten laut Feuerwehr teilweise als einsturzgefährdet. Eine Person wurde verletzt, während ein Hund unverletzt gerettet werden konnte.

Die Brandursache ist bislang noch ungeklärt, es wird jedoch vermutet, dass Schweißarbeiten das Feuer ausgelöst haben könnten. Ein vorsätzliches Handeln wird ausgeschlossen.