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Vor dem Sachsenpokal-Finale FSV gegen Aue: Randalierer verursachen Schaden in fünfstelliger Höhe

Zwickau/Aue – Die gesamte Region fiebert dem Pokalfinale entgegen! In Zwickau sowie im Erzgebirge steigt die Vorfreude auf den Samstagnachmittag, wenn um 15.30 Uhr das Endspiel im Sachsenpokal zwischen dem FSV Zwickau und Erzgebirge Aue angepfiffen wird. Das mit großer Spannung erwartete Aufeinandertreffen der Rivalen sorgte leider im Vorfeld auch für Zwischenfälle durch einige Chaoten.

Wie die Polizei mitteilte, verschafften sich Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag Zugang zu einem Firmengelände im Zwickauer Stadtteil Cainsdorf.

Dort besprühten sie insgesamt 21 abgestellte Fahrzeuge der Post mit schwarzer, weißer, roter und violetter Farbe. Die Schmierereien nehmen dabei direkten Bezug auf das bevorstehende Sachsenpokalfinale.

Wegen der Inhalte wird eine Täterschaft aus dem Fanlager von Aue vermutet. So steht beispielsweise auf einem Wagen der Spruch „Euer großer Traum platzt schneller als eure Kauleiste“ – unterschrieben mit „Ultras Wismut Aue“.

Auf weiteren Fahrzeugen sind Parolen wie „Z. verrecke“ oder „Wismut Aue“ zu lesen. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 42.000 Euro geschätzt.

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0375 428 102 bei der Polizei in Zwickau zu melden.

Offenbar waren auch vermeintliche „Fans“ aus Zwickau selbst an den Vorfällen beteiligt. So wurde ein Bus mit der Aufschrift „Viola Merda“ (italienisch für „Lila Scheiße“) besprüht. Zudem prangte dort der Schriftzug „FSV“ sowie das Kürzel „RK“ für „Red Kaos“, eine bekannte Ultragruppierung aus Zwickau.

Das 80. Westsachsen-Derby birgt zweifellos eine große Brisanz. Aus diesem Grund appellieren die Verantwortlichen bereits im Vorfeld an die Fangruppen. SFV-Präsident Hermann Winkler mahnte, man solle sich so verhalten, „dass wir deutschlandweit einen positiven Eindruck hinterlassen, wie es der sächsische Fußball verdient.“

André Beuchold, Geschäftsführer des gastgebenden FSV Zwickau, erklärte gegenüber TAG24: „Lautstärke, Leidenschaft, Kreativität und eine gehörige Portion Derby-Rivalität sind entscheidend für eine mitreißende Atmosphäre! Dennoch gilt für alle Beteiligten: Es gibt Grenzen. Diese wurden in den letzten Jahren größtenteils respektiert – und das soll auch so bleiben.“

In Zwickau schätze man die vielen Freiheiten und das gegenseitige Vertrauen sehr. Beuchold fügte hinzu: „Dieses Vertrauen möchten wir weiterhin bewahren. Daher unsere Bitte: Seid emotional, seid laut und provoziert ruhig – aber haltet vor allem die ‚ungeschriebenen Regeln‘ ein! Pöbeln gehört zum Derby dazu – jedoch bitte mit Stil!“